Gründung des Bündnis Frauen*streik 2019 am Theater Oberhausen

Dokumentation der Pressemitteilung

Gründung des Bündnis Frauen*streik 2019 am Theater Oberhausen

Uns verbindet mehr als uns trennt“

Gründung des Bündnisses zum Frauenstreik 2019

Grün­dung des Bünd­niss­es

 30 Frauen* aus unter­schiedlichen Kon­tex­ten – Aktivis­mus, Soziale Arbeit, Poli­tik, Medi­en und Kun­st – sind am Mon­tag, den 25.6.18, am The­ater Ober­hausen  zusam­mengekom­men. Bei diesem Tre­f­fen hat sich ein Bünd­nis gegrün­det, das mit der Pla­nung für einen NRW-weit­en Frauen*streik im Rah­men des Inter­na­tionalen Frauen*kampftags 2019 begonnen hat. Auch in anderen deutschen Städten grün­den sich derzeit regionale Bünd­nisse für die Pla­nung von Frauen*streiks.

Dieses Jahr sind am 8. März so viele Men­schen auf die Straße gegan­gen, wie seit Jahrzehn­ten nicht. In Spanien haben über 5 Mil­lio­nen Frauen* Erwerbs- und/oder Sorgear­beit niedergelegt. Ihr Streik hat es geschafft, das Land teil­weise lah­mzule­gen und ist gle­ichzeit­ig auf viel Unter­stützung und Ver­ständ­nis aus der Bevölkerung gestoßen.

Hier wollen wir anknüpfen! Wir wollen uns weit­er ver­net­zen, Anliegen disku­tieren und eine Debat­te über die Legit­im­ität von Streiks anstoßen:

Wie kön­nen sich Frauen* in ihren unter­schiedlichen Lagen an einem Streik beteili­gen? Für was ste­hen wir ein? Wie kann das ausse­hen?

Das Bünd­nis lädt dafür alle Frauen* aus NRW zu einem öffentlichen Pla­nungs- und Ver­net­zungstr­e­f­fen am 29.9.18 um 12 Uhr in den SAAL 2 des The­ater Ober­hausen ein.

Zum Bünd­nis Frauen*streik 2019 in NRW gehören bish­er Vertreter*innen von:

Bon­ner Jugend­be­we­gung, Druck­luft (Ober­hausen), Ensem­ble-Net­zw­erk, Fem­i­nis­mus im Pott, Frauen­ver­band Courage Essen, Frauen helfen Frauen Ober­hausen e.V., Frauenkampf­tags­bünd­nis NRW (Düs­sel­dorf), Frauen-Plenum Ober­hausen, Friedrich-Ebert-Stiftung NRW, Hans-Böck­ler-Stiftung NRW, Hein­rich Böll-Stiftung NRW, IG Met­all NRW, Ini­tia­tive für Solidarität am The­ater, Inter­ven­tion­is­tis­che Linke, Katzen­tisch – fem­i­nis­tis­che Per­spek­tiv­en (Duis­burg), Kur­dis­ches Frauen­büro für Frieden CENÎ e.V. (Düs­sel­dorf), Lisa NRW (Linke Sozial­is­tis­che AG Frauen), Rosa Lux­em­burg-Stiftung NRW, The­ater Ober­hausen, Wir Frauen | Das fem­i­nis­tis­che Blatt, ver.di

100 Jahre Frauenwahlrecht – und immer noch viel zu tun Demonstration zum Internationalen Kampftag der Frauen

100 Jahre Frauenwahlrecht –
und immer noch viel zu tun

Demonstration zum
Internationalen Kampftag der Frauen

100 Jahre Frauenwahlrecht – und immer noch viel zu tun Demonstration zum Internationalen Kampftag der Frauen. Foto: ACW.Petra Stanius

Zum drit­ten Mal in Folge demon­stri­erten anlässlich des 8. März auch in Ober­hausen Frauen und Män­ner für Frauen­rechte.
Unter dem Mot­to „Gutes Auskom­men mit dem Einkom­men ein Leben lang“ hat­te das Frauen-Plenum Ober­hausen für Sam­stag, den 10. März mit einem Bünd­nis dazu aufgerufen.
Dass Frauen auch heute noch deut­lich niedrigere Arbeit­seinkom­men und Renten haben als Män­ner und warum dies so ist, wurde bei der Demo von mehreren Red­ner­In­nen benan­nt.

So wies Peter Köster von der IG BAU darauf hin, dass laut DGB die Stun­den­löhne von Frauen im Durch­schnitt 21 % niedriger seien als die von Män­nern. Berech­nun­gen der „Arbeit­ge­ber“ kämen auf eine Lohn­lücke von 13,5 %. Dass es einen erhe­blichen Unter­schied zwis­chen Män­ner- und Frauen­löh­nen gibt, sei somit unstrit­tig.
In Island gäbe es bere­its seit 1970 ein Gesetz, das Lohn­gle­ich­heit vorschreibe. Wenn dies in einem so kleinen Land möglich sei, sollte Deutsch­land das auch kön­nen. Das hier seit Juli 2017 gel­tende Ent­gelt­trans­paren­zge­setz sei dage­gen lediglich ein indi­vidu­elles Auskun­ft­srecht ohne rechtliche Kon­se­quen­zen. Überdies wür­den lediglich 40 % der Frauen von dem Gesetz erfasst.

Die gestiegene Lebenser­wartung bedeute auch, dass Frauen bei der gegebe­nen Renten­si­t­u­a­tion länger arm seien. Von Betrieb­srenten seien sie meist aus­geschlossen. Um dem Prob­lem Alter­sar­mut zu begeg­nen, forderte Peter Köster eine Bürg­erver­sicherung, in die alle ein­zahlen, also auch Besserver­di­enende, Selb­ständi­ge und BeamtIn­nen.
Da Frauen häu­fig unfrei­willig in Teilzeit arbeit­eten, während viele Män­ner gerne ihre Stun­den­zahl reduzieren wür­den, plädierte er für ein all­ge­mein gel­tendes Recht auf Arbeit­szeitverkürzung.
Die Gle­ich­stel­lungs­beauf­tragte für Ober­hausen, Brit­ta Costec­ki, stellte weit­ere Aspek­te der Einkom­men­su­n­gle­ich­heit zwis­chen den Geschlechtern her­aus:
„Frauen­berufe“, also Berufe, die haupt­säch­lich von Frauen aus­geübt wür­den, wür­den gemessen an der hier­für benötigten Qual­i­fika­tion deut­lich schlechter bezahlt als „Män­ner­berufe“.
Zudem hät­ten Frauen über­pro­por­tion­al häu­fig Mini­jobs oder seien prekär beschäftigt.
Für die Fam­i­lien­ar­beit seien sie weit­er­hin die Hauptver­ant­wortlichen.
All dies schlage sich in der Höhe der Arbeit­seinkom­men nieder und später dann in der Höhe der Renten. Wenn die Lohn­lücke nicht nach dem Stun­den­lohn son­dern unter Ein­rech­nung von Fak­toren wie Teilzeit etc. berech­net würde, so läge sie bei mehr als 45 %.
Eine weit­ere Ungerechtigkeit sei, dass Allein­erziehende – über­wiegend Frauen – zu 45 % auf Leis­tun­gen des Job­cen­ters angewiesen seien. Dass dies nicht zu einem Auf­schrei führt, hält Brit­ta Costec­ki für ein Armut­szeug­nis.

Über die Frage der Einkom­mensgle­ich­heit hin­aus bleiben weit­ere Rechte, die wir noch erkämpfen müssen:
So kam bei der Demon­stra­tion auch das The­ma „Gewalt an Frauen“ zur Sprache. Kör­per­liche Unversehrtheit und der Schutz von Frauen und Kindern vor häus­lich­er Gewalt sind lei­der auch in Deutsch­land nicht selb­stver­ständlich.
Suna Tanis vom Ober­hausen­er Frauen­haus kri­tisierte, dass es immer noch keine gesicherte Finanzierung der Frauen­häuser gäbe. Ein Tag im Frauen­haus koste 33 Euro pro Tag. Habe die Betrof­fene zwei Kinder, seien es 99 Euro pro Tag. Diese Summe kön­nten die Frauen nicht selb­st auf­brin­gen, sie seien also auf Sozialleis­tun­gen angewiesen. Diese wür­den aber häu­fig abgelehnt. Dann bliebe nur die Finanzierung durch Spenden.
Frauen­häuser seien zudem über­füllt und kön­nten Not­fälle kaum aufnehmen, so auch in Ober­hausen.
Suna Tanis forderte einen kosten­freien, schnellen Zugang für alle von Gewalt betrof­fe­nen Frauen und ihren Kindern zu Frauen­häusern.
Cor­nelia Schie­manows­ki von der GEW wandte sich in ihrem Rede­beitrag gegen die Ver­suche rechter Grup­pierun­gen, den Kampf für Frauen­rechte für sich zu vere­in­nah­men. Was von dieser Seite käme, sei lediglich Angst­macherei. Tat­säch­lich sei ihre Poli­tik gegen die Inter­essen von Frauen gerichtet und stelle sog­ar bere­its durchge­set­zte Rechte in Frage.

Auch der inter­na­tionale Charak­ter des Frauen­tags kam bei der Demon­stra­tion zum Aus­druck: Mehrere Beiträge nah­men Bezug auf den Frauen­streik, an dem sich am 8. März zahlre­iche Frauen – und auch Män­ner – in aller Welt beteiligt hat­ten. So legten ins Spanien 5,3 Mil­lio­nen Men­schen die Arbeit nieder. Frauen ver­weigerten unbezahlte Tätigkeit­en wie Hausar­beit. Eben­falls beein­druck­end waren die kraftvollen Frauen­demon­stra­tio­nen in der Türkei, an denen sich Tausende beteiligten und so dem despo­tis­chen Erdo­gan-Regime trotzten.

Die Ver­anstal­tung in Ober­hausen endete mit dem Auftritt eines Chors und dem Stück „Brot und Rosen“. Andrea-Cora Walther vom Frauen-Plenum forderte alle Teil­nehmerIn­nen auf, im näch­sten Jahr jew­eils eine weit­ere Per­son mitzubrin­gen, damit die Demon­stra­tion in 2019 noch bunter und lauter werde. Und rief dazu auf, so lange auf die Straße zu gehen, bis Frauen gle­iche Rechte und gle­ichen Lohn für gle­iche Arbeit hät­ten und die unbezahlte Arbeit in Haus, Pflege, Erziehung und Bil­dung endlich die Anerken­nung finde, die sie ver­di­ene.

aus der Oberhausener Beilage zur Avanti, März 2018

Ausstellung Altersarmut ist weiblich

Ausstellung „Altersarmut ist weiblich“

 

Ausstellungseröffnung am 06.03.18, Mitglieder des Frauen-Plenums. Foto: ACW.

Ausstel­lungseröff­nung am 06.03.18, Mit­glieder des Frauen-Plenums. Foto: ACW.

Die vom Frauen-Plenum erstellte Ausstel­lung ist noch bis zum 12. April 2018 im Foy­er des Tech­nis­chen Rathaus­es, Bahn­hof­s­traße 66, in Ober­hausen-Sterkrade zu sehen.

Info-Tafeln, Bilder, Col­la­gen, Instal­la­tio­nen: die Ausstel­lung ist vielschichtig. Die Exponate beleucht­en die spezielle Arbeitssi­t­u­a­tion von Frauen. Gründe für die Renten­lücke zwis­chen den Geschlechtern wer­den dargestellt. Die Geschichte der Renten­ver­sicherung in Deutsch­land wird erzählt und ein Ver­gle­ich des hiesi­gen Renten­sys­tems mit denen einiger Nach­bar­län­der ermöglicht. Ein Renten­rech­n­er führt vor Augen, wie erschreck­end niedrig die Rente später auch für diejeni­gen aus­fall­en wird, die heute ein durch­schnit­tlich­es Einkom­men beziehen, wenn die Weichen nicht anders gestellt wer­den. Es wird the­ma­tisiert, was es heißt, im Alter arm zu sein. Die Ausstel­lung will auch jün­gere Frauen ansprechen.
Weit­ere Infos: www.frauen-plenum-ob.de

aus der Oberhausener Beilage zur Avanti, März 2018

Die Hälfte des Himmels … ?

Die Hälfte des Himmels … ?

Das ist nicht nur ein Buchtitel, sondern war auch einer der Slogans der 2. Frauenbewegung, abgeleitet wohl von einem chinesischen Sprichwort: Frauen tragen die Hälfte des Himmels. Uns liegt das Irdische näher, also wie viel vom „Himmel“ auf Erden haben wir schon erreicht?

B. S.

Die lange Debat­te um die Groko führt uns direkt zu der Frage, wie viel Anteil an der Organ­i­sa­tion und Ver­wal­tung des „Him­mels“ wird uns denn gewährt? Die Hälfte des Himmels ...?
Annäh­ernd 100 Jahre haben Frauen in Deutsch­land das Wahlrecht. Mit der Novem­ber­rev­o­lu­tion 1918 hat­te ein langer Kampf diese Selb­stver­ständlichkeit, wie die Sozialdemokratin Marie Juchacz sagte, durchge­set­zt. Und immer­hin schon 1993 hat­ten wir die erste Min­is­ter­präsi­dentin eines Bun­des­lan­des und 2005 eine Bun­deskan­z­lerin. Der Fortschritt ist halt eine Sch­necke! Nun noch einige Beispiele aus europäis­chen Par­la­menten:
Der Anteil der Par­la­men­tari­erin­nen:
Schwe­den 46,1 %
Öster­re­ich 31,1 %
Deutsch­land 30,7 %
Ungarn 10,1 %.
Den höch­sten Frauenan­teil im deutschen Bun­destag haben die Grü­nen mit 58 %, die Linke über­schre­it­et die Hälfte ger­ingfügig mit 53 %.

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Internationaler Frauentag 2018 in Oberhausen

Internationaler Frauentag 2018
Veranstaltungen in Oberhausen rund um den 8. März

»Altersarmut ist weiblich«
Ausstellung des Frauen-Plenums Oberhausen
6. März bis 12. April 2018

 

Alter­sar­mut ist weib­lich“ ist eine vom Frauen-Plenum Ober­hausen gestal­tete und vom Gle­ich­stel­lungsauss­chuss der Stadt Ober­hausen geförderte Ausstel­lung zum Inter­na­tionalen Frauen­tag.

Schwerpunkte der Ausstellung sind:

  • Die Arbeitssi­t­u­a­tion von Frauen und deren Auswirkun­gen auf ihre Renten
  • Armut im Alter
  • Wie lebt es sich mit Grund­sicherung, ger­ade im Alter?
  • Die Geschichte der Renten­ver­sicherung in Deutsch­land.

Altersarmut: Kein Thema für morgen

Das The­ma Rente geht alle an: Alte und Junge, Män­ner und Frauen. Selb­st wer heute Vol­lzeit arbeit­et und ein Einkom­men über dem Min­dest­lohn erzielt, ist von Armut im Alter bedro­ht.
Aus­fal­lzeit­en durch Kinder­erziehung oder Pflege von Fam­i­lien­ange­höri­gen, Teilzeitar­beit, Niedriglöhne: von diesen Fak­toren sind Frauen beson­ders betrof­fen. Das führt dazu, dass die Renten von Frauen heute im Durch­schnitt nicht ein­mal halb so hoch wie die von Män­nern sind. Für ein würde­volles Leben im Alter braucht es jedoch eine entsprechend hohe geset­zlich garantierte Rente. Und die Weichen für das Mor­gen wer­den schon heute gestellt.

Ausstel­lungseröff­nung

Die Ausstel­lung wird am Dien­stag, 6. März um 11:30 Uhr mit ein­er Gespräch­srunde zum The­ma „Alter­sar­mut ist weib­lich“ eröffnet.
Im Anschluss beste­ht die Möglichkeit, in form­los­er Runde mit den Teil­nehmerIn­nen der Gespräch­srunde und den Organ­isatorin­nen der Ausstel­lung zu disku­tieren und Fra­gen zu stellen.
Für das leib­liche Wohl ist dabei mit kosten­losem Ein­topf und Getränken gesorgt.

Die Ver­anstal­tung wird von den Gew­erkschaften IG BAU, ver.di, NGG und GEW sowie von Arbeit und Leben (DGB/VHS) Ober­hausen unter­stützt.

Armut von Frauen ist kein Naturge­setz!
Demon­stra­tion zum Inter­na­tionalen Frauen­tag

Sam­stag, 10. März 2018,11.00 Uhr
Wil­helm-Rademach­er-Platz (Ober­hausen-Sterkrade)
Nach der Auf­tak­tkundge­bung laufen wir über die Bahn­hof­s­traße, wo es eine kurze Zwis­chenkundge­bung gibt.
Die Abschlusskundge­bung find­et am Tech­nis­chen Rathaus statt.
Frauen und Män­ner, die die Forderun­gen unter­stützen, für die der 8. März als Inter­na­tionaler Frauen­tag ste­ht, sind her­zlich zur Teil­nahme ein­ge­laden.
Bringt gerne Trans­par­ente, Schilder oder Ähn­lich­es mit, um das Anliegen der Demon­stra­tion gut sicht­bar auf die Straße zu tra­gen!
Weit­ere Infor­ma­tio­nen wie den Aufruf auf:

www.frauen-plenum-ob.de

Kul­tur- und Tanzver­anstal­tung zum Frauen­tag im Alevi­tis­chen Gemein­dezen­trum

Redner*innen: Özlem Alev Demirel (Lan­dessprecherin DIE LINKE.NRW), Zeynep Bici­ci (Bun­desvor­stand IG Bau).

Neben den poli­tis­chen Beiträ­gen hören wir Saz­musik und es treten eine Trom­mel- und eine Folk­lore­gruppe auf. Anschließend ist die Tanzfläche freigegeben.

Ein­tritt: 3 Euro (inklu­sive Essen)
11. März, 14 Uhr, Rom­bach­er Str.17, 46049 Ober­hausen

Veranstalter*innen: Alevi­tis­che Gemeinde Ober­hausen, DIE LINKE. Ober­hausen

LINKE.Frauen Ober­hausen
Ver­anstal­tung im Linken Zen­trum

10. März, 16:00 Uhr, Linkes Zen­trum, Elsäss­er Straße 19, 46045 Ober­hausen

Bei der diesjähri­gen Ver­anstal­tung zum Inter­na­tionalen Frauen*kampftag ste­ht der Aus­tausch von Aktivist*innen aus ver­schiede­nen Län­dern im Vorder­grund. Sie bericht­en über die Geschichte des 8. März sowie über aktuelle Kämpfe, poli­tis­che Forderun­gen und die soziale Sit­u­a­tion der Frauen in ihren Län­dern. Ziel des Zusam­men­tr­e­f­fens ist gegen­seit­iger Infor­ma­tion­saus­tausch und Ver­net­zung.

Referent*innen: Tamilis­ch­er Frauen­vere­in, Fre­und­schafts­ge­sell schaft BRD-Kuba (ange­fragt), Ceni – Kur­dis­ches Frauen­büro für Frieden (ange­fragt)

Das Frauen-Plenum Ober­hausen

Die Mit­glieder des Frauen-Plenums Ober­hausen engagieren sich zu frauen­spez­i­fis­chen The­men, mit dem Schw­er­punkt „Arbeitswelt von Frauen“.
Das Frauen-Plenum ist nicht partei- oder organ­i­sa­tion­s­ge­bun­den, son­dern will im Gegen­teil Frauen ungeachtet ihrer son­sti­gen Aktiv­itäten oder Mit­glied­schaften organ­isieren.
Das Inter­esse und das Engage­ment der Gruppe gilt in erster Lin­ie arbei­t­en­den bzw. von Lohnar­beit abhängi­gen Frauen.
In diesem Sinne ist das Frauen-Plenum Ober­hausen partei­isch.

Kon­takt:
Frauen-Plenum Ober­hausen
c/o Polit-Bureau
Lothringer Str. 64
46045 Ober­hausen
E-Mail: info@frauen-plenum-ob.de
Netz: www.frauen-plenum-ob.de

aus der Oberhausener Beilage zur Avanti, Januar/Februar 2018

Frauen- und ArbeiterInnenbewegung in den USA unter Trump 2

Frauen- und ArbeiterInnenbewegung
in den USA unter Trump

Am 28. August 2017 fand im K14 eine Diskus­sionsver­anstal­tung mit der Gew­erkschaf­terin und Aktivistin Dianne Fee­ley aus Detroit statt. Der erste Teil des Berichts über diese Ver­anstal­tung in der Sep­tem­ber-Aus­gabe der Avan­ti O. han­delte von den ver­schiede­nen Protest­wellen in den USA, die es seit Trumps Amt­santritt gegeben hat. In diesem zweit­en und let­zten Teil geht es um die Rolle von Gew­erkschaften und ihre Aktiv­itäten.

Petra Stanius

Kon­tinuier­lich­er Wider­stand gegen die reak­tionäre Poli­tik von Trump wird unter anderem dadurch erschw­ert, dass der Grad gew­erkschaftlich­er Organ­isierung in den USA stetig zurück­ge­ht. Vor allem Staat­en im Süden lock­en u. a. deutsche Konz­erne wie VW, BMW und Mer­cedes bere­its mit „gew­erkschafts­freien Zonen“.
Waren im Jahr 2002 noch mehr als 13 % der abhängig Beschäftigten Mit­glied in ein­er Gew­erkschaft, so sind es heute nur noch etwa 10 %. (Der Höchst­wert lag bei 29,4 % im Jahr 1960.)

Das Gew­erkschaftssys­tem
Das Gew­erkschaftssys­tem in den USA unter­schei­det sich deut­lich von dem in Deutsch­land. In den USA ist es nicht möglich, ein­fach ein­er Gew­erkschaft beizutreten, die die eigene Branche organ­isiert. Vielmehr läuft die Mit­glied­schaft über die einzel­nen Betriebe:
Eine Gew­erkschaft muss die Mehrheit ein­er Belegschaft davon überzeu­gen, dass die gew­erkschaftliche Vertre­tung für sie nüt­zlich ist. Was häu­fig nicht gelingt, da mit Gegen­wer­bung Äng­ste geschürt wer­den vor ange­blich damit ver­bun­de­nen Nachteilen. Nicht zulet­zt wird von Seit­en der Unternehmensleitung Druck auf die Kol­legIn­nen aus­geübt, bess­er nicht für die Gew­erkschaft zu stim­men.
Auf der anderen Seite gibt es eine große Anzahl so genan­nter Closed Shops (geschlossene Betriebe). Das sind Betriebe, in denen die Mit­glied­schaft in ein­er Gew­erkschaft für die Beschäftigten zwin­gend ist. Der Gew­erkschafts­beitrag wird hier vom Unternehmen direkt vom Lohn ein­be­hal­ten und abge­führt. Auf­grund der neuen Arbeits­ge­set­zge­bung ver­lieren die Closed Shops jedoch an Bedeu­tung.

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Frauen- und ArbeiterInnenbewegung in den USA unter Trump

Frauen- und ArbeiterInnenbewegung
in den USA unter Trump

Dianne Feeley bei der Veranstaltung am 28.08.2017 in Oberhausen (3. von links). Foto: Avanti O.

Dianne Fee­ley bei der Ver­anstal­tung am 28.08.2017 in Ober­hausen (3. von links). Foto: Avan­ti O.

Trump unter­schei­det sich von seinen Vorgängern außer durch schrille Töne vor allem dadurch, dass er sich offen auf Chau­vin­is­ten und die extreme  Rechte stützt. Damit ruft er Wider­stand her­vor. Am 28. August fand in der Fab­rik K14 eine Diskus­sionsver­anstal­tung mit Dianne Fee­ley (Detroit) zur aktuellen Sit­u­a­tion in den USA statt. Dieser erste Teil des Berichts über die Ver­anstal­tung hat vor allem die ver­schiede­nen Protest­wellen zum The­ma, die es seit Trumps Amt­santritt gegeben hat. Ein zweit­er Teil fol­gt zu Rolle und Aktiv­itäten von Gew­erkschaften in den USA.

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Zum Tod von Simone Veil

Zum Tod von Simone Veil

Pressemitteilung der NPA1

Simone Veil (2008). Foto: Marie-Lan Nguyen. CC BY 3.0, Wipipedia.

Simone Veil (2008). Foto: Marie-Lan Nguyen. CC BY 3.0, Wip­i­pedia.

Nach ihrem Tod wurde Simone Veil von einem Chor beste­hend aus den ehe­ma­li­gen Führern der RPR2, der UDF3 und des FN4 gewürdigt.  Genau von  den­jeni­gen, die sie auf üble Art und Weise beschimpft haben, als Simone Veil das Gesetz zur Legal­isierung des Schwanger­schaftsab­bruchs im Jahre 1974 vertei­digt hat.

Die NPA (Neue Antikap­i­tal­is­tis­che Partei) teilt diese Ein­hel­ligkeit nicht. Trotz­dem gilt unsere Hochachtung dem Mut ein­er Über­leben­den der nation­al­sozial­is­tis­chen Konzen­tra­tionslager. Sie zeigte den Mut, ein Gesetz zu vertei­di­gen, welch­es kein Führer ihrer Partei haben wollte und welch­es fast alle bekämpften.

Doch der Mut von Simone Veil erin­nert uns auch daran, dass das Gesetz zur Legal­isierung des Schwanger­schaftsab­bruchs ein­er Mobil­isierung von Frauen und Män­nern nicht nur in Frankre­ich, son­dern zum Beispiel auch in ganz Europa, den USA, Kana­da, Lateinameri­ka zu ver­danken ist, ein­er Mobil­isierung für das Recht der Frauen, über ihren Kör­p­er selb­st zu bes­tim­men.

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Veranstaltung Frauen- und ArbeiterInnenbewegung in den USA unter Trump mit Dianne Feeley

Frauen- und ArbeiterInnenbewegung
in den USA unter Trump

ArbeiterInnenbewegung in den USA unter Trump

Diskussionsveranstaltung mit der politischen Aktivistin und Gewerkschafterin Dianne Feeley (Detroit) Veranstaltung mit Dianne Feeley in Oberhausen am 28. August 2017.

Montag, 28. August 2017
19:00 Uhr
Fabrik K14
Lothringer Str. 64
46045 Oberhausen

Mit der Präsi­dentschaft von Trump hat sich das poli­tis­che und gesellschaftliche Kli­ma in den USA verän­dert.

Dianne Fee­ley umreißt, welche Auswirkun­gen seine von Ras­sis­mus, Antifem­i­nis­mus und “alter­na­tiv­en Fak­ten” geprägte Poli­tik auf den All­t­ag der Men­schen dort hat und berichtet, wie sich fortschrit­tliche Kräfte wie die Arbei­t­erIn­nen- und Frauen­be­we­gung dazu ver­hal­ten.

Im Jan­u­ar 2017 zum Beispiel sorgte der “Women’s March on Wash­ing­ton”, der Frauen­marsch auf Wash­ing­ton, für Auf­se­hen:

An die drei Mil­lio­nen Men­schen gin­gen in den USA und weltweit auf die Straße und protestierten für Frauen- und Men­schen­rechte.

  • Von welchen Kräften wer­den Proteste in den USA getra­gen, und worauf sind sie gerichtet?
  • Ist etwas geblieben von den starken Mobil­isierun­gen zu Beginn des Jahres?
  • Welche Erfolge und Mis­ser­folge gab es, und welche Schlüsse ziehen die Aktiv­en daraus?
  • Welche Per­spek­tiv­en hat der Wider­stand, der sich ja nicht allein auf die USA beschränkt, son­dern inter­na­tionale Bezüge hat?

Dianne Fee­ley wird ihre Ein­schätzung zu diesen Fra­gen zur Diskus­sion stellen.

Zu Dianne Fee­ley:

Die Ref­er­entin hat bis zu ihrem Ruh­e­s­tand in der Autoin­dus­trie, unter anderem bei Ford, gear­beit­et und ist weit­er­hin in der Auto­mo­bi­lar­bei­t­erIn­nengew­erkschaft UAW (Unit­ed Autowork­ers) aktiv.

Sie schreibt für „Labor Notes“, die wohl wichtig­ste Zeitschrift kon­se­quenter Gew­erkschaf­terIn­nen in den USA.

Dianne Fee­ley ist Leitungsmit­glied von „Sol­i­dar­i­ty“, ein­er Organ­i­sa­tion, die sich als sozial­is­tisch, fem­i­nis­tisch und anti­ras­sis­tisch begreift.

Eine Ver­anstal­tung der Inter­na­tionalen Sozial­is­tis­chen Organ­i­sa­tion (ISO) Ober­hausen, in Koop­er­a­tion mit Frauen-Plenum Ober­hausen, Ini­tia­tive gegen Rechts (IGR), DIE LINKE.LISTE-Fraktion Ober­hausen und Paroli – Vere­in für poli­tis­che Kul­tur e.V.

Internationaler Kampftag der Frauen: Raus auf die Straße!

Internationaler Kampftag der Frauen:
Raus auf die Straße!

Demo zum Internationalen Frauentag am 11. März in Oberhausen-Sterkrade. Foto: ACW

Gemein­sam Gren­zen ein­reißen – Kämpferin­nen im All­t­ag“: Dies war das Mot­to der diesjähri­gen Demon­stra­tion zum Inter­na­tionalen Kampf­tag der Frauen in Ober­hausen, die von einem bre­it­en Bünd­nis aus Mit­gliedern ver­schieden­er Gew­erkschaften und poli­tis­chen oder kirch­lichen Organ­i­sa­tio­nen getra­gen wurde.

Etwa fün­fzig Frauen und Män­ner beteiligten sich an der Demo, die am 11. März nach ein­er Auf­tak­tkundge­bung am Sterkrad­er Bahn­hof zum Tech­nis­chen Rathaus zog.
Ein Anliegen der Demo war es, die Kämpfe, die Frauen in ihrem All­t­ag führen, öffentlich sicht­bar zu machen:

Auch heute noch wird der Großteil der unbezahlten Erziehungs- und Pflegear­beit von Frauen geleis­tet, wobei sie diese heute ganz selb­stver­ständlich neben der Erwerb­sar­beit erbrin­gen sollen. Die Arbeit­steilung zwis­chen den Geschlechtern beruht dabei wed­er auf freier Entschei­dung noch auf Zufall. Sie ist gesellschaftlich bed­ingt – und verän­der­bar.
Hier und weltweit kämpfen Frauen für ihre Rechte als Lohn­ab­hängige, für exis­ten­zsich­ernde Löhne und Renten und für gle­ichen Lohn für gle­ich­w­er­tige Arbeit. Sie wehren sich gegen Gewalt, gegen Aus­beu­tung und Unter­drück­ung.

Fem­i­nis­mus ist keine brave Ver­anstal­tung, die mit aus­gewählten Teil­nehmerin­nen in geschlosse­nen Räu­men stat­tfind­et. Und kann auch nicht an Insti­tu­tio­nen delegiert wer­den.
Immer wieder müssen Frauen sich gegen die zum Teil vorsät­zliche, zum Teil auch nur gedanken­lose Her­ab­set­zung und Aus­gren­zung wehren, die ihnen vielerorts begeg­nen: am Arbeit­splatz, in Vere­inen, in poli­tis­chen Organ­i­sa­tio­nen… Sie müssen sich wehren gegen repres­sive Schön­heit­side­ale, Zwang­shetero­sex­u­al­ität und die Fes­tle­gung auf fremdbes­timmte Geschlechter­rollen.
Die Demon­stra­tion zum Inter­na­tionalen Frauen­tag in Sterkrade wandte sich auch gut vernehm­bar gegen Ras­sis­mus und Nation­al­is­mus.

Dies ist fol­gerichtig, denn die kün­stlich geschaf­fe­nen Gren­zen zwis­chen Geschlecht, Herkun­ft, ange­blich unter­schiedlichen Rassen, alt und jung… nützen nur den Fein­den eines guten Lebens für alle. Die nöti­gen Ressourcen hier­für wären vorhan­den. Jedoch sind sie in den falschen Hän­den.

Aus­führliche Berichte und Fotos zu ver­schiede­nen Aktiv­itäten zum diesjähri­gen Inter­na­tionalen Kampf­tag der Frauen hat das Frauen-Plenum Ober­hausen auf sein­er Web­site veröf­fentlicht:
www.frauen-plenum-ob.de
aus der Oberhausener Beilage zur Avanti, März 2017