Internationale Sozialistische Organisation gegründet

Internationale Sozialistische Organisation gegründet

Die internationale sozialistische linke (isl) und der Revolutionär Sozialistische Bund (RSB) haben sich zusammengetan.

Am Woch­enende vom 3./4. Dezem­ber 2016 haben sich der RSB und die isl in Frank­furt am Main zu der Inter­na­tionalen Sozial­is­tis­chen Organ­i­sa­tion (ISO) vere­inigt. Sie bilden die vere­inigte Sek­tion der IV. Inter­na­tionale in Deutsch­land. Vor­ange­gan­gen waren eine lange Zeit der getren­nten Exis­tenz (seit der Grün­dung des RSB 1994 und der isl 2001) und ein unge­fähr drei­jähriger Prozess der Ver­ständi­gung über eine gemein­same pro­gram­ma­tis­che Erk­lärung, einen Text zum Selb­stver­ständ­nis und das Statut der neuen Organ­i­sa­tion sowie über eine Erk­lärung zur gegen­wär­ti­gen poli­tis­chen Lage und zu den drin­gend­sten Auf­gaben der inter­na­tion­al­is­tis­chen Sozial­istIn­nen und ein­er rev­o­lu­tionären marx­is­tis­chen Organ­i­sa­tion heute.

Rund siebzig Mit­glieder und Gäste aus dem In- und Aus­land waren am ersten Tag anwe­send und haben sich an den Debat­ten beteiligt. Deut­lich gewor­den sind die gemein­samen Grundüberzeu­gun­gen der Mit­glieder bei­der Organ­i­sa­tio­nen, aber auch der Wille, einen neuen Anfang zu machen und sich neuen Fra­gen zu stellen. Einige der ein­ge­lade­nen Gäste haben auf der Kon­ferenz erk­lärt, dass sie in die neue Organ­i­sa­tion ein­treten möcht­en.
Vor allem in Hin­blick auf die Organ­i­sa­tion­skul­tur und das Herange­hen an andere linke Kräfte hat­ten sich in den lan­gen Jahren der Tren­nung Unter­schiede her­aus­ge­bildet. Wenn sie auch nicht völ­lig ver­schwun­den sind, so hat es hier doch im Ver­lauf des Vere­ini­gung­sprozess­es eine klare Annäherung und eine Ver­ständi­gung auf tragfähige Grund­la­gen gegeben. In der ISO beste­ht der Wille, auch kün­ftig unter­schiedliche Sichtweisen und Herange­hensweisen zu respek­tieren und frucht­bar zu machen.

Mit­glieder der neuen Organ­i­sa­tion wer­den auch weit­er­hin in der Partei Die Linke mitar­beit­en. Zu den Ergeb­nis­sen des Vere­ini­gung­sprozess­es gehört auch, dass die ISO sowohl das Erscheinen der Sozial­is­tis­chen Zeitung (SoZ) als autonomes Organ unter­stützt, als auch eine eigene Web­site und ein neues Organ­i­sa­tion­s­magazin her­aus­brin­gen wird. Neben der Pub­lizis­tik wird auch eine kri­tis­che sozial­is­tis­che Bil­dungsar­beit ange­gan­gen wer­den. Der Schw­er­punkt der Aktiv­itäten wird aber weit­er­hin – und sicher­lich ver­stärkt – auf der prak­tis­chen Arbeit in Betrieben, Gew­erkschaften und Bewe­gun­gen liegen.

In ein­er Zeit, in der Gew­erkschaften und Kräfte der poli­tis­chen und sozialen Linken in der Defen­sive und die poli­tis­che Rechte und extreme Rechte in vie­len Län­dern im Aufwind sind, ist die Vere­ini­gung bewe­gung­sori­en­tiert­er sozial­is­tis­ch­er Kräfte, wie beschei­den ihre Stärke auch sei, ein pos­i­tives Zeichen – das hof­fentlich auch anderen Kräften der Linken Auftrieb geben wird.

Pro­vi­sorisches Sekre­tari­at der ISO

aus der Oberhausener Beilage zur Avanti, Januar / Februar 2017
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