John-Lennon-Platz Demokratie geht anders

John-Lennon-Platz :
Demokratie geht anders

Die Oberhausener Stadtverwaltung tut sich nach wie vor schwer mit demokratischen Prozessen. Und betreibt weiterhin den Ausverkauf städtischen Vermögens.

O. G.

AnwohnerInnen diskutieren auf dem John-Lennon-Platz, 28.April 2018. Foto: Andrea-Cora Walther.

Anwohner­In­nen disku­tieren auf dem John-Lennon-Platz, 28.April 2018. Foto: Andrea-Cora Walther.

Über Jahrzehnte wurde Ober­hausen allein von der SPD regiert. Bei ihren Wäh­lerIn­nen bedank­te sich die SPD hier­für mit ein­er bemerkenswerten Arro­ganz der Macht. Spät,  näm­lich 2009, erhiel­ten die Sozialdemokrat­en die Quit­tung dafür. Seit 2014 braucht die SPD neben den „Grü­nen“ auch noch die FDP für die Mehrheit im Rat. Und 2015 wurde erst­mals nach sechzig Jahren mit Daniel Schranz ein CDU-Ober­bürg­er­meis­ter gewählt.
Der ver­sprach einen neuen Poli­tik­stil, bei dem Bürg­er­beteili­gung groß geschrieben würde. Entsprechende Leitlin­ien wur­den entwick­elt, Bürg­erIn­nen sollen in Mei­n­ungs­bil­dungs- und Entschei­dung­sprozesse ein­be­zo­gen wer­den.
Wie das neue Konzept in der Prax­is funk­tion­iert, hat die Anwohner­In­nen des John-Lennon-Platzes nun schw­er verärg­ert. Derzeit wird die Frei­fläche für Sport und Spiel und zur Entspan­nung genutzt. Doch die Stadt will, dass der Platz bebaut wird. Jet­zt geht es um das „Wie“.
Das Beispiel zeigt, dass wir Ober­hausener­In­nen sehr hart­näck­ig sein müssen, wenn es ernst wer­den soll mit der Beteili­gung an kom­mu­nalen Entschei­dun­gen.
Was in der Debat­te oft zu kurz kommt, sind zwei Punk­te, mit denen Heike Hansen unter anderem die Ablehnung aller vorgelegten Entwürfe durch die Linke Liste begrün­det hat:
Ein­mal der Verkauf des Platzes an sich.
Die Stadt Ober­hausen betreibt weit­er­hin den Ausverkauf öffentlichen Ver­mö­gens.
Und es wer­den bezahlbare Woh­nun­gen gebraucht, keine Eigen­tumswoh­nun­gen, wie sie zum größten Teil auf dem John-Lennon-Platz entste­hen sollen.

aus der Oberhausener Beilage zur Avanti, April/Mai 2018

Eklat bei der Bürgerversammlung zur Bebauung des John-Lennon-Platzes

Eklat bei der Bürgerversammlung zur Bebauung des John-Lennon-Platzes

Die Bezirks­bürg­er­meis­terin Alt-Ober­hausen hat ein­ge­laden, und nicht nur Ver­wal­tung und Inve­storen, son­dern auch Bürg­erIn­nen sind tat­säch­lich ein weit­eres Mal gekom­men.[…]
Zwei Pla­nungswerk­stät­ten in 2014 hat­ten Eck­punk­te ergeben. Ein wesentlich­er Eck­punkt für die anwohnen­den Teil­nehmerIn­nen war: Konzen­tra­tion der Bebau­ung auf den nördlichen Teil, da wo früher das Haus der Jugend stand, auf keinen Fall par­al­lel zur Sedanstraße, freier Zugang und Blick auf den John Lennon Platz […].
Mit diesen Eck­punk­ten find­et dann 3 Jahre später im Mai 2017 eine Jurysitzung zu einem Inve­storen-Wet­tbe­werb statt. Und: erster Preis an den Entwurf von Strörmann/Goldstein & Trat­nik, der Entwurf, der sich am wenig­sten an die Eck­punk­te der Bürg­erIn­nen hält, der eine Bebau­ung ent­lang der Sedanstraße vor­sieht, der mit der max­i­mal möglichen Bebau­ung den wenig­sten Wohn­raum schafft.

[…] Wozu dann über­haupt diese Eck­punk­te benen­nen und als Auf­trag mit­geben, wenn nie­mand die Wün­sche der Bürg­erIn­nen dann berück­sichti­gen muss? […]
Und dann jet­zt diese Bürg­erver­samm­lung am 26. April 2018, um ein let­ztes Mal die drei Entwürfe zu erläutern. Schnell wird klar, dass sich an der grund­sät­zlichen Ablehnung der Bürg­erIn­nen den Entwurf von Strörmann/Goldstein & Trat­nik betr­e­f­fend auch nach Über­ar­beitung abso­lut nichts geän­dert hat. […]
Die bei­den anderen Entwürfe scheinen wenig­stens eine aus­re­ichend große zusam­men­hän­gende Fläche auf dem John-Lennon-Platz zu lassen, dass ein Bolz­platz denkbar ist. Aber man kommt gar nicht dazu, sich inten­siv­er über die Vor- und Nachteile dieser bei­den Entwürfe auszu­tauschen.
Völ­lig unbeir­rt beste­ht Ver­wal­tung darauf, alle drei Entwürfe weit­er den Gang durch die Beratung des Rates nehmen zu lassen. Man ver­ste­ht es nicht. Als Bürg­erIn fühlt man sich nicht ernst genom­men. Empörung macht sich bre­it. Die Bürg­erIn­nen ver­lassen unter Protest den Saal. […]
Bürg­er­beteili­gung wird in Ober­hausen GROß geschrieben, nur lei­der nicht groß beachtet. […]

Andrea-Cora Walther, für die Bürg­erliste im Rat und Vor­sitzende des Vere­ins Wir sind Ober­hausen e. V., 26.04.18 (Auszug)

aus der Oberhausener Beilage zur Avanti, April/Mai 2018

Bildungsmisere

Bildungsmisere

Die let­zte Hauptschule in Ober­hausen wird im Som­mer geschlossen. Eine Entschei­dung des Rates. Hauptschü­lerIn­nen haben es schw­er, später mit ihrem Abschluss einen Aus­bil­dungsplatz zu find­en. Wird jet­zt alles bess­er?

C. P.

Der Rat hat dazu einen Beschluss gefasst, der nicht befriedi­gend beant­wortet, wie es nun weit­erge­hen soll ohne Hauptschulen. Dafür aber legt er das Elend der Bil­dung in Zeit­en des Neolib­er­al­is­mus scho­nungs­los offen.
Nach dem Para­grafen 132c des NRW-Schulge­set­zes kön­nen zur „Sicherung von Schul­lauf­bah­nen“ an Realschulen Hauptschul­bil­dungs­gänge ein­gerichtet wer­den. Dies sollen die Ober­hausen­er Realschulen nun tun. Freilich, ohne entsprechend dafür aus­ges­tat­tet zu wer­den. Es fehlen Räume, es fehlt Per­son­al, es gibt keine Küche, in der das Fach Hauswirtschaft unter­richtet wer­den kann. Haupt- und Realschulen ver­fol­gen unter­schiedliche Bil­dungskonzepte.
Aber die Schulen sollen sehen, wie sie den Beschluss trotz­dem umset­zen. Das sagt viel aus über den Stel­len­wert, der Bil­dung heute zuge­s­tanden wird.
Ver­ständlich, dass es hier zu Protesten kommt. So nutzten LehrerIn­nen und Schü­lerIn­nen der drei Ober­hausen­er Realschulen eine Sitzung des Schu­lauss­chuss­es im April, um den Auss­chuss-Mit­gliedern ihren Unmut kundzu­tun.

Beim Betra­cht­en der Fotos von dem Besuch des Schu­lauss­chuss­es – und noch mehr bei der Lek­türe der Ober­hausen­er WAZ vom 27. April – entste­ht jedoch der Ein­druck, dass zumin­d­est ein Teil der Protestieren­den das Prob­lem anders ver­ste­ht als oben beschrieben.
Mal abge­se­hen von der Frage, ob Kinder hier nicht instru­men­tal­isiert wer­den: Anscheinend haben manche Eltern und Schü­lerIn­nen die neolib­erale Ide­olo­gie so stark verin­ner­licht, dass ihre größte Sorge ist, sie kön­nten Konkur­renz-Nachteile erlei­den. Wenn begriff­sstutzige Hauptschü­lerIn­nen die Leis­tungsstarken im Kampf aller gegen alle um ein paar Plätze zurück­w­er­fen, ist das natür­lich drama­tisch. Wenn man das so sieht.

Wenn es in Ober­hausen genü­gend Plätze an Gesamtschulen gäbe, kön­nte die Frage für alle Beteiligten auf befriedi­gende Weise gelöst wer­den. An Gesamtschulen kön­nen die Schü­lerIn­nen während ihrer Schul­lauf­bahn entschei­den, welch­er Bil­dungsweg für sie passt. Und: Wer welchen Abschluss macht, hängt immer noch viel zu stark von der sozialen Herkun­ft ab. Gut aus­ges­tat­tete (!) Gesamtschulen kön­nen hier gegen­s­teuern. Realschü­lerIn­nen kön­nten gegebe­nen­falls nach der Erprobungsstufe an eine Gesamtschule wech­seln.

aus der Oberhausener Beilage zur Avanti, April/Mai 2018

Veranstaltungsreihe „Revolution, Revolution!“ in Oberhausen Auftaktveranstaltung mit Dr. Manuel Kellner 17-04-2018

Veranstaltungsreihe „Revolution, Revolution!“
in Oberhausen

Auftaktveranstaltung mit Dr. Manuel Kellner:
Deutsche Revolution 1848/49 – Was hat das mit heute zu tun?

Dienstag, 17. April 2018, 19:00 Uhr
Fabrik K14, Lothringer Str. 64, 46045 Oberhausen.

Veranstaltungsreihe „Revolution, Revolution!“ in Oberhausen Auftaktveranstaltung mit Dr. Manuel Kellner am 17.04.2018 in Oberhausen.

Ver­anstal­tungs­fly­er zum Down­load.

In diesem Jahr wird das Bünd­nis „Rot­er Okto­ber“, das 2017 die Ver­anstal­tungsrei­he zur Rus­sis­chen Rev­o­lu­tion organ­isiert hat, in Ober­hausen erneut eine  Ver­anstal­tungsrei­he durch­führen: 2018 würde Karl Marx seinen 200. Geburt­stag feiern. Bert Brecht würde 120 Jahre alt. Die Märzrev­o­lu­tion 1848 jährt sich zum 170. Mal. Die Novem­ber­rev­o­lu­tion 1918 wird 100. Und der geschicht­strächtige Mai 1968 hat 50-jähriges Jubiläum.

Die neue Rei­he „Rev­o­lu­tion, Rev­o­lu­tion!“ begin­nt mit der Infor­ma­tions- und Diskus­sionsver­anstal­tung zur Deutschen Rev­o­lu­tion mit Manuel Kell­ner am 17.04.2018:

Die Ziele der deutschen Rev­o­lu­tion 1848/49 waren Demokratie, nationale Ein­heit und Unab­hängigkeit von den in der „Heili­gen Allianz“ zusam­mengeschlosse­nen Fürsten­häusern. Die Rev­o­lu­tion erzwang zunächst die „Märzk­abi­nette“, die dem lib­eralen Bürg­er­tum Zugeständ­nisse macht­en sowie die Wahl ein­er ver­fas­sunggeben­den Ver­samm­lung, die am 18. Mai 1848 in der Frank­furter Paulskirche zusam­men­trat. Die führende Rolle hat­ten dort die bürg­er­lich-lib­eralen Kräfte, die für eine kon­sti­tu­tionelle Monar­chie ein­trat­en. Die linke Min­der­heit war radikal demokratisch, näm­lich für eine par­la­men­tarisch-demokratis­che Republik.Als die Rev­o­lu­tion auf dem absteigen­den Ast war, schlug der preußis­che König die ihm von der „Paulskirche“ ange­tra­gene Kaiserkro­ne aus. Preußis­che und öster­re­ichis­che Trup­pen schlu­gen die Rev­o­lu­tion nieder.

Karl Marx zog die Bilanz, dass die Arbei­t­erIn­nen­klasse beim näch­sten Anlauf unab­hängig vom demokratis­chen Klein­bürg­er­tum auftreten müsse – zugun­sten ein­er „Rev­o­lu­tion in Per­ma­nenz“, bis alle mehr oder weniger besitzen­den Klassen von der Macht ver­drängt sind. Dr. Manuel Kell­ner, Jahrgang 1955, ist Mit­glied der ISO (Vierte Inter­na­tionale) und der Partei Die Linke sowie der IG Met­all. Er ist Redak­teur der Sozial­is­tis­chen Zeitung (SoZ).

Schließung von GHH Rand und Trump

Schließung von GHH-Rand
Ist Trump schuld?

P.S.

Im Jan­u­ar 2018 beka­men die mehr als 300 Beschäftigten des Schraubenkom­pres­soren-Werks GHH-Rand den Beschluss der US-amerikanis­chen Konz­ern­leitung zur Ken­nt­nis:

Der Fer­ti­gungs­stan­dort Ober­hausen wird zum Ende des Jahres geschlossen, die Pro­duk­tion über­wiegend schon bis Ende Sep­tem­ber eingestellt. Das Man­age­ment von Inger­soll Rand ver­spricht sich durch die Ver­lagerung der Pro­duk­tion auf Stan­dorte in den USA und Chi­na mehr Prof­it.

Die Kol­legIn­nen wer­den nicht alleine ste­hen: Die Entschei­dung über die Werkschließung hat in Ober­hausen für bre­ite Empörung gesorgt. Die IG Met­all, in der viele der Betrof­fe­nen organ­isiert sind, will den Kampf für den Erhalt der Arbeit­splätze aufnehmen.

Ein Satz in der Stel­lung­nahme des 1. Bevollmächtigten der IG Met­all MEO, Jörg Schlüter, wirft dabei Fra­gen auf: „Ver­mutet wird, dass die Entschei­dung des amerikanis­chen Konz­erns auf­grund der Poli­tik: ‚Amer­i­ca first’ getrof­fen wurde.“

  • Wie erk­lären sich ver­gle­ich­bare Pro­duk­tionsver­lagerun­gen, die zeitlich vor Trumps Amt­santritt im Jan­u­ar 2017 liegen?
  • Trifft es nur auf US-amerikanis­che Konz­erne zu, dass sie zur Prof­it­max­imierung auch mit Gewinn arbei­t­ende Stand orte schließen?
  • Wie will es die IG Met­all schaf­fen, inter­na­tion­al agierende Konz­erne in die Schranken zu weisen, wenn sie selb­st der Stan­dort­logik ver­haftet ist?

Es gibt Erk­lärun­gen für die Entschei­dung von Inger­soll Rand, die schlüs­siger sind, als lediglich Trump zu beschuldigen. Und die weit­ere Hand­lungsmöglichkeit­en eröff­nen, als nur hil­f­los an die Lan­desregierung zu appel­lieren.

Wir empfehlen hierzu den Besuch der Ver­anstal­tungsrei­he, die in diesem Jahr in Ober­hausen vom Bünd­nis „Rot­er Okto­ber“ durchge­führt wird.

aus der Oberhausener Beilage zur Avanti, Januar/Februar 2018

 

Kämpfen wie die Löwen

Kämpfen wie die Löwen“

P.S.

Kundgebung der IG Metall beim Warnstreik am 23.01.18 in Mülheim/Ruhr. Foto: Avanti O.

Kundge­bung der IG Met­all beim Warn­streik am 23.01.18 in Mülheim/Ruhr. Foto: Avan­ti O.

Dem Aufruf der IG-Met­all Mül­heim, Essen, Ober­hausen sowie Gelsenkirchen zum Warn­streik waren 2.500 Kol­legIn­nen gefol­gt,  nach­dem die „Arbeit­ge­ber“ auch in der drit­ten Ver­hand­lungsrunde kein akzept­a­bles Ange­bot vorgelegt hat­ten. „Wir wer­den kämpfen wie die Löwen“, war auf eini­gen Streik­west­en zu lesen.
Die wesentlichen Forderun­gen, mit denen die IG-Met­all in die Tar­ifver­hand­lun­gen für die Met­all- und Elek­troin­dus­trie gegan­gen ist: 6 Prozent mehr Geld und eine Wahlop­tion auf Reduzierung der Arbeit­szeit auf bis zu 28 Stun­den für Beschäftigte, die z.B. Kinder erziehen oder Ange­hörige pfle­gen.

aus der Oberhausener Beilage zur Avanti, Januar/Februar 2018

Bürgerbeteiligung in Oberhausen

Bürgerbeteiligung in Oberhausen…

… wird groß geschrieben, und das ist gut so. Wie son­st sollte Demokratie ihren Platz find­en in unser­er Stadt? Bürg­er­beteili­gung bet­rifft ja uns alle. Schade nur, dass kaum jemand dieses Recht wahrn­immt.

Andrea-Cora Walther

Alle Bürg­erin­nen und Bürg­er sind gefragt, sich an der Gestal­tung ihrer Stadt zu beteili­gen. Und sich dafür einzuset­zen, dass ihre Wün­sche und Bedürfnisse bei der Pla­nung auch berück­sichtigt wer­den. Die meis­ten verzicht­en jedoch auf dieses Recht.
Das mag nun daran liegen, dass Bürg­er­beteili­gung von ein­er „Koor­dinierungsstelle Bürg­er­beteili­gung“ ver­wal­tet wird, und Ver­wal­tung genau­so Bürg­er­beteili­gung erler­nen muss wie die Bürg­erin­nen und Bürg­er selb­st. Da reicht es vielle­icht nicht, wenn ein Ober­bürg­er­meis­ter „Bürg­er­beteili­gung“ nur groß schreibt. Ein Ober­bürg­er­meis­ter muss sie auch in der Real­ität umset­zen wollen.

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Nationalisten als Träger der freien Jugendhilfe

Aus dem Rathaus
Nationalisten als Träger der freien Jugendhilfe?

Andrea-Cora Walther

Auf der Sitzung des Jugend­hil­feauss­chuss­es (JHA) am 31.01.2018 hat der Vere­in Türkische Gemeinde Ober­hausen e. V. die öffentliche Anerken­nung als Träger der freien Jugend­hil­fe beantragt. Wie über den Antrag entschei­den?

Bere­its im Vor­feld gab es Zweifeln an der Recht­mäßigkeit der Satzung des Vere­ins, die einen pos­i­tiv­en Bezug auf die staatliche Ord­nung in der Türkei enthält. Diese Bedenken wur­den in ein­er Stel­lung­nahme des Rechts­bere­ich­es der Stadt weit­ge­hend entkräftet.

Auch Zweifel an den päd­a­gogis­chen Fähigkeit­en des Vere­ins, Hil­feleis­tun­gen in der Jugend­hil­fe zu geben, kon­nten nicht nur von dem Vere­in selb­st, son­dern auch von anwe­senden Mit­gliedern der AG-Jugend­hil­fe im Großen und Ganzen aus­geräumt wer­den. Der Vere­in blickt auf eine langjährige Tätigkeit im Bere­ich der Jugend­hil­fe zurück und wird von den Koop­er­a­tionspart­ner­In­nen aus dem Bere­ich als hil­fre­ich für die Jugendlichen erlebt. Dem ist nichts hinzuzufü­gen.

Den­noch bleiben Zweifel, ob dem Vere­in ein uneingeschränk­tes Ver­trauen ent­ge­genge­bracht wer­den kann:

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Internationaler Frauentag 2018 in Oberhausen

Internationaler Frauentag 2018
Veranstaltungen in Oberhausen rund um den 8. März

»Altersarmut ist weiblich«
Ausstellung des Frauen-Plenums Oberhausen
6. März bis 12. April 2018

 

Alter­sar­mut ist weib­lich“ ist eine vom Frauen-Plenum Ober­hausen gestal­tete und vom Gle­ich­stel­lungsauss­chuss der Stadt Ober­hausen geförderte Ausstel­lung zum Inter­na­tionalen Frauen­tag.

Schwerpunkte der Ausstellung sind:

  • Die Arbeitssi­t­u­a­tion von Frauen und deren Auswirkun­gen auf ihre Renten
  • Armut im Alter
  • Wie lebt es sich mit Grund­sicherung, ger­ade im Alter?
  • Die Geschichte der Renten­ver­sicherung in Deutsch­land.

Altersarmut: Kein Thema für morgen

Das The­ma Rente geht alle an: Alte und Junge, Män­ner und Frauen. Selb­st wer heute Vol­lzeit arbeit­et und ein Einkom­men über dem Min­dest­lohn erzielt, ist von Armut im Alter bedro­ht.
Aus­fal­lzeit­en durch Kinder­erziehung oder Pflege von Fam­i­lien­ange­höri­gen, Teilzeitar­beit, Niedriglöhne: von diesen Fak­toren sind Frauen beson­ders betrof­fen. Das führt dazu, dass die Renten von Frauen heute im Durch­schnitt nicht ein­mal halb so hoch wie die von Män­nern sind. Für ein würde­volles Leben im Alter braucht es jedoch eine entsprechend hohe geset­zlich garantierte Rente. Und die Weichen für das Mor­gen wer­den schon heute gestellt.

Ausstel­lungseröff­nung

Die Ausstel­lung wird am Dien­stag, 6. März um 11:30 Uhr mit ein­er Gespräch­srunde zum The­ma „Alter­sar­mut ist weib­lich“ eröffnet.
Im Anschluss beste­ht die Möglichkeit, in form­los­er Runde mit den Teil­nehmerIn­nen der Gespräch­srunde und den Organ­isatorin­nen der Ausstel­lung zu disku­tieren und Fra­gen zu stellen.
Für das leib­liche Wohl ist dabei mit kosten­losem Ein­topf und Getränken gesorgt.

Die Ver­anstal­tung wird von den Gew­erkschaften IG BAU, ver.di, NGG und GEW sowie von Arbeit und Leben (DGB/VHS) Ober­hausen unter­stützt.

Armut von Frauen ist kein Naturge­setz!
Demon­stra­tion zum Inter­na­tionalen Frauen­tag

Sam­stag, 10. März 2018,11.00 Uhr
Wil­helm-Rademach­er-Platz (Ober­hausen-Sterkrade)
Nach der Auf­tak­tkundge­bung laufen wir über die Bahn­hof­s­traße, wo es eine kurze Zwis­chenkundge­bung gibt.
Die Abschlusskundge­bung find­et am Tech­nis­chen Rathaus statt.
Frauen und Män­ner, die die Forderun­gen unter­stützen, für die der 8. März als Inter­na­tionaler Frauen­tag ste­ht, sind her­zlich zur Teil­nahme ein­ge­laden.
Bringt gerne Trans­par­ente, Schilder oder Ähn­lich­es mit, um das Anliegen der Demon­stra­tion gut sicht­bar auf die Straße zu tra­gen!
Weit­ere Infor­ma­tio­nen wie den Aufruf auf:

www.frauen-plenum-ob.de

Kul­tur- und Tanzver­anstal­tung zum Frauen­tag im Alevi­tis­chen Gemein­dezen­trum

Redner*innen: Özlem Alev Demirel (Lan­dessprecherin DIE LINKE.NRW), Zeynep Bici­ci (Bun­desvor­stand IG Bau).

Neben den poli­tis­chen Beiträ­gen hören wir Saz­musik und es treten eine Trom­mel- und eine Folk­lore­gruppe auf. Anschließend ist die Tanzfläche freigegeben.

Ein­tritt: 3 Euro (inklu­sive Essen)
11. März, 14 Uhr, Rom­bach­er Str.17, 46049 Ober­hausen

Veranstalter*innen: Alevi­tis­che Gemeinde Ober­hausen, DIE LINKE. Ober­hausen

LINKE.Frauen Ober­hausen
Ver­anstal­tung im Linken Zen­trum

10. März, 16:00 Uhr, Linkes Zen­trum, Elsäss­er Straße 19, 46045 Ober­hausen

Bei der diesjähri­gen Ver­anstal­tung zum Inter­na­tionalen Frauen*kampftag ste­ht der Aus­tausch von Aktivist*innen aus ver­schiede­nen Län­dern im Vorder­grund. Sie bericht­en über die Geschichte des 8. März sowie über aktuelle Kämpfe, poli­tis­che Forderun­gen und die soziale Sit­u­a­tion der Frauen in ihren Län­dern. Ziel des Zusam­men­tr­e­f­fens ist gegen­seit­iger Infor­ma­tion­saus­tausch und Ver­net­zung.

Referent*innen: Tamilis­ch­er Frauen­vere­in, Fre­und­schafts­ge­sell schaft BRD-Kuba (ange­fragt), Ceni – Kur­dis­ches Frauen­büro für Frieden (ange­fragt)

Das Frauen-Plenum Ober­hausen

Die Mit­glieder des Frauen-Plenums Ober­hausen engagieren sich zu frauen­spez­i­fis­chen The­men, mit dem Schw­er­punkt „Arbeitswelt von Frauen“.
Das Frauen-Plenum ist nicht partei- oder organ­i­sa­tion­s­ge­bun­den, son­dern will im Gegen­teil Frauen ungeachtet ihrer son­sti­gen Aktiv­itäten oder Mit­glied­schaften organ­isieren.
Das Inter­esse und das Engage­ment der Gruppe gilt in erster Lin­ie arbei­t­en­den bzw. von Lohnar­beit abhängi­gen Frauen.
In diesem Sinne ist das Frauen-Plenum Ober­hausen partei­isch.

Kon­takt:
Frauen-Plenum Ober­hausen
c/o Polit-Bureau
Lothringer Str. 64
46045 Ober­hausen
E-Mail: info@frauen-plenum-ob.de
Netz: www.frauen-plenum-ob.de

aus der Oberhausener Beilage zur Avanti, Januar/Februar 2018

DIE LINKE. Oberhausen trauert um Thomas Haller

DIE LINKE. Oberhausen trauert um Thomas Haller

Thomas Haller - Oberhausen

Thomas Haller

Am ver­gan­genen Don­ner­stag ist Thomas Haller (55) im Kreis sein­er Fam­i­lie und eng­sten Fre­unde in Folge ein­er schw­eren Erkrankung ver­stor­ben. Die Ober­hausen­er Partei DIE LINKE. ver­liert damit einen wichti­gen Fre­und, Genossen und Kämpfer.

Das poli­tis­che Engage­ment hat sein Leben von Anfang an geprägt. Seine Fam­i­lie wurde Opfer poli­tis­ch­er Ver­fol­gung von Kom­mu­nistIn­nen durch das NS-Regime und die BRD. Selb­st hat er die poli­tis­che Land­schaft in Ober­hausen entschei­dend mit bee­in­flusst. Er gehörte zu den Grün­dungsmit­gliedern des Ober­hausen­er Jugend­club Courage und hat sich als Sozial­ist lei­den­schaftlich in Ober­hausen für Frieden und Antifaschis­mus stark gemacht. Er war 1997 sowohl Grün­dungsmit­glied des PDS- als auch 2007 des Kreisver­bands DIE LINKE. Ober­hausen.

Thomas war ein großer RWO-Fan. Auch nach sein­er Nier­en­trans­plan­ta­tion blieb der Sport­begeis­terte aktiv und engagierte sich im Behin­derten­sport des BSG Sterkrade.

Treu dem Mot­to „Sol­dat­en sind Mörder“ war er ein überzeugter Kriegs­geg­n­er, ver­weigerte seinen Wehr­di­enst und half in der deutschen Friedens­ge­sellschaft DFG-VK anderen Kriegs­di­en­stver­weiger­ern.

Seine Wegge­fährten haben ihn immer für seine klaren Posi­tio­nen zu Krieg und Frieden und für sein kom­pro­miss­los­es Engage­ment gegen Rechts geschätzt. Der Kreisver­band DIE LINKE. Ober­hausen und die LINKE.LISTE Rats­frak­tio­nen ver­lieren einen wichti­gen Weg­be­gleit­er. Zulet­zt ver­trat er DIE LINKE. in der Bezirksvertre­tung Sterkrade sowie im Sportauss­chuss und Behin­derten­beirat.
16.01.2018

Wir haben den Genossen Thomas als aufrecht­en Kom­mu­nis­ten und lebenslan­gen Kämpfer gegen Unrecht sehr geschätzt und sind gerne ein Stück des Weges mit ihm zusam­men gegan­gen.

ISO Ober­hausen & Fre­undIn­nen

aus der Oberhausener Beilage zur Avanti, Januar/Februar 2018