Soli­da­ri­tät mit den Streiks im Ein­zel­han­del!

Soli­da­ri­tät mit den Streiks im Ein­zel­han­del!

NRW-Streikkundgebung Einzelhandel, Essen, 24.5.2017. Foto: AvantiO.

C. P.

Die Gewerk­schaft ver­di hat­te den Tarif­ver­trag über Gehäl­ter, Löh­ne und Aus­bil­dungs­ver­gü­tun­gen zum 31. März 2017 gekün­digt. Sie for­dert für die rund 490.000 Ein­zel­han­dels­be­schäf­tig­ten in Deutsch­land mehr Geld.

Im Ein­zel­nen lau­ten die Gewerk­schafts-For­de­run­gen:
• Erhö­hung der Löh­ne und Gehäl­ter um 6 %
• Anhe­bung der Aus­bil­dungs­ver­gü­tun­gen um monat­lich 100 €
• Tarif­li­ches Min­dest­ein­kom­men von 1.900 €
• Lauf­zeit: 12 Mona­te
Nicht zuletzt ver­langt ver­di von den Unter­neh­men, gemein­sam die Tarif­ver­trä­ge des Ein­zel­han­dels für all­ge­mein­ver­bind­lich erklä­ren zu las­sen. Dies war bis zum Jahr 2000 üblich, um Lohn­dum­ping im Ein­zel­han­del zu ver­hin­dern.

In der vier­ten Ver­hand­lungs­run­de am 4. Juli boten die Arbeit­ge­ber nach zwei Null­mo­na­ten zwei Pro­zent im ers­ten Jahr und ab dem 1. Mai 2018 wei­te­re 1,8 Pro­zent. Die Aus­bil­dungs­ver­gü­tun­gen sol­len um die glei­chen pro­zen­tua­len Erhö­hun­gen jeweils zum 1. Sep­tem­ber 2017 und 2018 stei­gen.
Auch die­ses Ange­bot ent­spricht in kei­ner Wei­se den Erwar­tun­gen der Kol­le­gIn­nen. Die Streiks wer­den also fort­ge­setzt.
Auch im Ein­zel­han­del gilt: Nur wer kämpft, kann gewin­nen!

aus der Ober­hau­se­ner Bei­la­ge zur Avan­ti, Juni/Juli 2017.
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