Tarifabschluss Öffentlicher Dienst Der Sprung des Tigers

Tarifabschluss Öffentlicher Dienst
Der Sprung des Tigers

Am Dienstag, dem 17. April 2018, wurde nach dreitägigen Verhandlungen in der Tarifrunde für Bund und Kommunen eine Einigung erzielt. Auf den ersten Blick ist sie unbefriedigend.

Helmut Born, ver.di-Linke NRW

Demonstration Öffentlicher Dienst am 10. April 2018 in Dortmund. Foto: AvantiO.

Demon­stra­tion Öffentlich­er Dienst am 10. April 2018 in Dort­mund. Foto: Avan­tiO.

Die Forderung nach 6 % mehr Einkom­men wie nach einem Min­dest­be­trag von 200 € für 12 Monate find­et sich in dem Abschluss nicht wieder. Ins­beson­dere die Forderung  nach dem Min­dest­be­trag war sehr pop­ulär. Sie hat sicher­lich zu den guten Mobil­isierun­gen auch im Ruhrge­bi­et beige­tra­gen.
Der Min­dest­be­trag sollte vor allem den unteren Einkom­mensgrup­pen zugute kom­men. Zudem soll­ten dadurch die Abstände zu den höheren Grup­pen ver­ringert wer­den.
Demge­genüber woll­ten vor allem die VertreterIn­nen der Kom­munen, dass eher die höheren Einkom­mensgrup­pen gestärkt wer­den. Für den öffentlichen Dienst sei es schwierig, Fachkräfte zu bekom­men. Genau diese Logik spiegelt sich im Abschluss wieder, auch wenn die unteren Einkom­mensgrup­pen nicht völ­lig außen vor bleiben.
Der Abschluss über die lange Laufzeit von 30 Monat­en trägt nicht dazu bei, ver.di zu stärken. Es wird eher schwierig wer­den, neue Mit­glieder zu gewin­nen.

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