Der DGB steht wei­ter zu den Kli­ma­zie­len

Die Gewerk­schafts­ba­sis hat ver­hin­dert, dass sich der Deut­sche Gewerk­schafts­bund vom Kli­ma­schutz ver­ab­schie­det.

C. P.

Oder: „Nach uns die Sintflut“. Am Tagebau Garzweiler, Juni 2018. Foto: AvantiO.

Oder: „Nach uns die Sint­flut“. Am Tage­bau Garz­wei­ler, Juni 2018. Foto: Avan­tiO.

Auf Drän­gen der Indus­trie­ge­werk­schaft Berg­bau, Che­mie und Ener­gie (IG BCE) hat­te der DGB-Vor­stand die deut­schen Kli­ma­zie­le aus dem Antrags­ent­wurf für den DGB-Kon­gress im Mai 2018 gestri­chen.
Und dies, obwohl wir auch hier Aus­wir­kun­gen des Kli­ma­wan­dels wie zuneh­men­de Hit­ze, Stark­re­gen und Über­schwem­mun­gen schon spü­ren. Aus ande­ren Tei­len der Welt flie­hen bereits Men­schen, weil ihr Land über­schwemmt wur­de, oder weil es sich in eine öde Wüs­te ver­wan­delt hat. Ohne einen zügi­gen Rich­tungs­wech­sel wird die Erde abseh­bar zu einem lebens­feind­li­chen Ort wer­den. Die Ver­bren­nung von Koh­le ist für die­se ver­hee­ren­de Ent­wick­lung ein wich­ti­ger Fak­tor.

Doch die IG BCE-Füh­rung blieb bei ihrem kurz­sich­ti­gen Kurs und mach­te einen absur­den Gegen­satz auf zwi­schen dem Erhalt der natür­li­chen Lebens­grund­la­gen und dem Erhalt von Arbeits­plät­zen.
Dabei wür­den durch die Ener­gie­wen­de zahl­rei­che neue, nutz­brin­gen­de Arbeits­plät­ze ent­ste­hen. Die Auf­ga­be von Gewerk­schaf­ten wäre dabei, dafür zu sor­gen, dass der Struk­tur­wan­del nicht zu Las­ten der Lohn­ab­hän­gi­gen geht.

Dies sahen offen­kun­dig auch zahl­rei­che Gewerk­schafts­mit­glie­der so und stärk­ten mit einer Inter­net­kam­pa­gne den Gewerk­schaf­te­rIn­nen, die für Kli­ma­schutz ein­tre­ten, den Rücken. Inner­halb weni­ger Tage unter­schrie­ben 46.422 Men­schen eine Peti­ti­on bei WeAct, die vom DGB ein Bekennt­nis zum Kli­ma­schutz for­der­te – eine beein­dru­cken­de Zahl. Die Kam­pa­gne hat­te Erfolg: Bei der DBG-Kon­fe­renz im Mai wur­den die Kli­ma­zie­le wie­der in den Antrag auf­ge­nom­men und der Antrag so ver­ab­schie­det.

aus der Bei­la­ge zur Avan­ti Juni/Juli 2018.

 

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