Gewerk­schafts­be­kämp­fung XXXL Rück ist kein Ein­zel­fall

Ver­an­stal­tung

Gewerk­schafts­be­kämp­fung und
Betriebs­rats-Mob­bing:

XXXL Rück ist kein Ein­zel­fall

Der Fall XXXL hat (nicht nur) in Ober­hau­sen für nega­ti­ve Schlag­zei­len gesorgt. Ein Ein­zel­fall ist er nicht. Seit etwa fünf­zehn Jah­ren brei­tet sich die sys­te­ma­ti­sche Bekämp­fung von Betriebs­rä­ten und enga­gier­ten Gewerkschafter/innen in Deutsch­land zuneh­mend aus.

P.S./R.J.

Unter­stüt­zung garan­tiert inter­es­sier­ten Unter­neh­men ein Netz­werk aus Denk­fa­bri­ken, Anwalts­kanz­lei­en, Unter­neh­mens­be­ra­tun­gen und Detek­tei­en.
Die Gewerk­schaf­ten reagie­ren auf die­se exis­ten­zi­el­le Bedro­hung nur zöger­lich. Bis heu­te haben sie kei­ne ange­mes­se­ne Ant­wort dar­auf gefun­den.

Gegen­wehr aus der Gewerk­schafts­ba­sis
Um orga­ni­sier­te Angrif­fe abweh­ren zu kön­nen, muss sich auch der Wider­stand orga­ni­sie­ren und eine gemein­sa­me Stra­te­gie ent­wi­ckeln. Dies ist in ers­ter Linie eine Auf­ga­be der Gewerk­schaf­ten. Da die­se sich damit schwer tun, die Situa­ti­on aber sofor­ti­ges Han­deln erfor­dert, haben sich im Lau­fe der letz­ten Jah­re ver­schie­de­ne Initia­ti­ven gegrün­det, die die­ses Pro­blem ange­hen, und die zum Teil mit­ein­an­der ver­netzt sind.
Sie unter­stüt­zen betrof­fe­ne Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen und orga­ni­sie­ren Aktio­nen gegen Unter­neh­men, Anwalts­kanz­lei­en und ande­re Akteu­re, die Uni­on Bus­ting – Gewerk­schafts­be­kämp­fung – prak­ti­zie­ren. Und nicht zuletzt schaf­fen sie Öffent­lich­keit. Die Mit­glie­der die­ser Initia­ti­ven sind oft auch in Gewerk­schaf­ten aktiv und bemü­hen sich dar­um, dort das Pro­blem­be­wusst­sein zu schär­fen und die Gewerk­schaf­ten zum gemein­sa­men Han­deln zu moti­vie­ren.
Zu die­sen Ver­ei­ni­gun­gen zählt der Akti­ons­kreis gegen Unter­neh­mer­will­kür (AKUWILL) aus dem west­li­chen Ruhr­ge­biet. Auf des­sen Web­site www.akuwill.de fin­den sich Links zu wei­te­ren Initia­ti­ven.

Ver­an­stal­tung: Wie kön­nen sich Betrof­fe­ne weh­ren?
Am 20. April führt der Rosa-Luxem­burg-Club Ober­hau­sen in Koope­ra­ti­on mit AKUWILL, Arbeit und Leben (DGB/VHS), der IG BAU-MEO und der NGG Regi­on Ruhr­ge­biet eine Ver­an­stal­tung durch zum The­ma Mob­bing von Betriebs­rä­ten, Gewerk­schaf­te­rIn­nen und enga­gier­ten Beschäf­tig­ten:
Ger­hard Klas von Work-Watch aus Köln (www.work-watch.de) erläu­tert, was hin­ter dem Begriff „Uni­on Bus­ting“ steckt und beschreibt gän­gi­ge Bos­sing-Metho­den. Aus sei­ner Arbeit für die Initia­ti­ve kennt er vie­le ein­schlä­gi­ge Fäl­le aus der Pra­xis.

Work-Watch hat Ende 2016 die Bro­schü­re „Was tun, wenn der Chef mobbt? her­aus­ge­ge­ben, eine Anlei­tung für Beschäf­tig­te, die sich weh­ren wol­len. Ger­hard Klas wird sie zur Ver­an­stal­tung mit­brin­gen und vor­stel­len. Er wird Mög­lich­kei­ten auf­zei­gen, wie sich Betrof­fe­ne gegen frag­wür­di­ge Abmah­nun­gen, halt­lo­se Kün­di­gun­gen und Mob­bing durch den Chef zur Wehr set­zen kön­nen.

Wei­te­re Refe­ren­tIn­nen sind Cor­du­la Becker, Ex-Betriebs­rä­tin von Ikea, und Hel­mut Schmitt, Betriebs­rat von Nora Sys­tems. Bei­de sind Mit­glie­der des Mann­hei­mer Komi­tees gegen BR-Mob­bing (www.gegen-br-mobbing.de). Sie waren selbst von BR-Mob­bing betrof­fen und schil­dern, auf wel­che Wei­se sie ange­grif­fen wur­den, wel­che Fol­gen dies für sie hat­te und was ihnen gehol­fen hat, sich zu weh­ren.

Das Mann­hei­mer Komi­tee unter­stützt seit ca. fünf Jah­ren betrof­fe­ne Kol­le­gIn­nen aus der Rhein-Neckar-Regi­on und führt jähr­lich die bun­des­wei­te Kon­fe­renz „Betriebs­rä­te im Visier“ durch. Im Fall von Hel­mut Schmitt hat das Komi­tee mit einer erfolg­rei­chen Kam­pa­gne erreicht, dass der enga­gier­te Gewerk­schaf­ter sowohl sei­nen Arbeits­platz als auch sei­nen Platz im Betriebs­rat zurück bekam.

 Mob­bing von Betriebs­rä­ten, Gewerk­schaf­tern und enga­gier­ten Beschäf­tig­ten:
Wie kann man sich dage­gen weh­ren?

   Don­ners­tag, 20. April 2017, 18:00 Uhr
Fabrik K14
Loth­rin­ger Str. 64, 46045 Ober­hau­sen
aus der Ober­hau­se­ner Bei­la­ge zur Avan­ti, April 2017
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