Rote Kar­te für RWE

Rote Kar­te für RWE

Petra Sta­ni­us

Aktion zur Hauptversammlung von RWE, 26. April, Essen. Foto: © Herbert Sauerwein.

Akti­on zur Haupt­ver­samm­lung von RWE, 26. April, Essen. Foto: © Her­bert Sauer­wein.

Auch nach dem „Atom­aus­stieg“ ist die Kern­ener­gie in Deutsch­land kei­nes­wegs tot. Deut­sche Unter­neh­men sind hier wei­ter­hin aktiv.
Pro­fit­in­ter­es­sen ste­hen für die Kon­zern­len­ker im Vor­der­grund – und nicht die Scho­nung von Kli­ma und Res­sour­cen, die Ver­sor­gung der Bevöl­ke­rung mit bezahl­ba­rer Ener­gie oder die Arbeits­be­din­gun­gen der Beschäf­tig­ten.
Dies trifft auch, aber nicht allein, auf die RWE AG zu. Jedoch rich­ten sich Auf­merk­sam­keit und Pro­test der­zeit ins­be­son­de­re auf die­sen Kon­zern:
Über die RWE Power AG betreibt RWE im Rhein­land drei Braun­koh­len­ta­ge­baue, um die es seit Jahr­zehn­ten hef­ti­ge Aus­ein­an­der­set­zun­gen gibt. Kein Wun­der, bedeu­tet der Tage­bau für die direkt Betrof­fe­nen doch Ver­trei­bung aus ihren Häu­sern und die Zer­stö­rung ihrer Dör­fer und Fel­der. Zurück blei­ben rie­si­ge Mond­land­schaf­ten.

Pro­test bei der Jah­res­haupt­ver­samm­lung
So war auch der Braun­koh­le­ab­bau das Haupt­the­ma des Pro­tests anläss­lich der dies­jäh­ri­gen Haupt­ver­samm­lung von RWE am 26. April. Kri­ti­sche Aktio­nä­rIn­nen und Akti­vis­tIn­nen ver­schie­de­ner Grup­pen aus der Kli­ma­be­we­gung emp­fin­gen die Teil­neh­me­rIn­nen auf ihrem Weg in die Esse­ner Gru­ga­hal­le mit Paro­len, Trans­pa­ren­ten, Dra­chen und einer mobi­len Fein­staub-Ambu­lanz.
Aktu­ell kämp­fen Akti­vis­tIn­nen der Kli­ma­be­we­gung für den Erhalt der letz­ten zehn Pro­zent vom Ham­ba­cher Forst, der noch von den Bag­gern ver­schont geblie­ben ist. Dass es die­sen Rest­wald noch gibt, ist ein Erfolg der Bewe­gung, die mit Wald­be­set­zun­gen und juris­ti­schen Aus­ein­an­der­set­zung die wei­te­re Zer­stö­rung des Ham­ba­cher Fors­tes immer wie­der auf­ge­hal­ten hat. Geht es nach RWE, wird der einst 5.500 Hekt­ar gro­ße uralte Wald in drei Jah­ren kom­plett ver­schwun­den sein. Im Okto­ber sol­len die Rodun­gen wei­ter­ge­hen.

Wei­te­re Aktio­nen im Okto­ber
Der Wider­stand geht eben­falls wei­ter: „Ende Gelän­de“ hat für die nächs­te Rodungs­sai­son am Braun­koh­le­ta­ge­bau Ham­bach mas­sen­haf­te Pro­tes­te ange­kün­digt. In der Zeit vom 26. bis 28. Okto­ber soll die Koh­le-Infra­struk­tur um den Tage­bau blo­ckiert wer­den.

Mehr Infos dazu gibt es bei:
www.ende-gelaende.org

aus der Ober­hau­se­ner Bei­la­ge zur Avan­ti, April/Mai 2018
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