Flashmob bei XXXL Rück in Oberhausen

Dokumentation der Pressemitteilung von AKUWILL und work-watch zu dem Flashmob am 3. Dezember 2016:

Flashmob bei XXXL Rück in Oberhausen

 

Einige der AktivistInnen, Foto: Privat

Einige der AktivistIn­nen, Foto: Pri­vat

Mehr als ein Dutzend gew­erkschaftliche AktivistIn­nen und sol­i­darische Betrieb­sräte, unter anderem von Bauhaus, demon­stri­erten am Sam­stag im Möbel­haus XXXL Rück in Ober­hausen. Mit Parolen wie „Betrieb­srats­fress­er XXXL“ und „XXXLNICHT mein Möbel­haus“ began­nen sie ihren Protest in der Cafe­te­ria und zogen anschließend durch ver­schiedene Abteilun­gen des Möbel­haus­es, verteil­ten Flug­blät­ter und hiel­ten Plakate in die Luft.

Damit haben sie die Kund­schaft erneut auf die Machen­schaften von XXXL aufmerk­sam gemacht:
XXXL packt ein­fach alle Beschäftigten ein­er über­nomme­nen Fil­iale in ver­schiedene neu gegrün­dete Gesellschaften. Ser­vicege­sellschaften heißen sie. Diese Gesellschaften erledi­gen alle anfal­l­en­den Arbeit­en wie Verkauf, Betrieb des Restau­rants, Lager oder Kun­den­di­en­ste. Die Ser­vicege­sellschaften haben kein eigenes Ver­mö­gen, aus dem sie z.B. die Löhne und Gehäl­ter zahlen kön­nten. Sie haben nur Arbeit­skräfte.

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Möbelhaus XXXL-Rück in Oberhausen: Widerstand gegen das Ausbeutungsmodell von XXXLutz

Dokumentation eines Artikels
zu XXXL-Rück von Akuwill


Möbelhaus XXXL-Rück in Oberhausen:

Widerstand gegen das Ausbeutungsmodell von XXXLutz

 

Zu Beginn des Jahres 2014 wurde die Möbel­stadt Rück durch die XXXLutz-Gruppe über­nom­men. Im Zuge der Über­nahme wurde allen Beschäftigten des Möbel­haus­es in Ober­hausen gekündigt. Den meis­ten von ihnen wur­den Arbeitsverträge in XXXLutz-Gesellschaften ange­boten – im Ver­gle­ich mit ihren alten Verträ­gen zu deut­lich schlechteren Bedin­gun­gen. Poten­tiell unbe­queme, „teure“ oder nicht so leicht künd­bare Beschäftigte, zum Beispiel Betrieb­sräte oder Schwer­be­hin­derte, erhiel­ten nicht ein­mal dieses Ange­bot. Die Geschäft­sleitung behauptet auch heute noch, dies sei recht­mäßig gewe­sen, weil das Möbel­haus geschlossen und durch XXXL wieder neu eröffnet wor­den wäre.

Kündi­gungss­chutzk­la­gen

Das Arbeits­gericht Ober­hausen sah dies jedoch anders und entsch­ied im Jahr 2016 in den meis­ten Fällen, dass die Kündi­gun­gen der Altbeschäftigten unzuläs­sig seien, weil ein Betrieb­süber­gang nach BetrVG § 613 stattge­fun­den habe. Tat­säch­lich ist der Geschäfts­be­trieb bei Rück nach der Über­nahme ohne Unter­brechung weit­er gelaufen.

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