MAN Diesel & Turbo: Protest gegen den Abbau hunderter Arbeitsplätze in Oberhausen

MAN Diesel & Turbo:

Protest gegen den Abbau hunderter Arbeitsplätze in Oberhausen

 

Protestkundgebung am 28.11.2016 bei MAN Diesel & Turbo in Oberhausen am Tor 6. Foto: AvantiO.

R.J.

Mehr als 700 Kol­legIn­nen ver­sam­melten sich am 28.11.2016 vor dem Tor 6 von MAN Diesel & Tur­bo in Ober­hausen-Sterkrade. Sie protestierten gegen den erneuten Abbau von eini­gen hun­dert Arbeit­splätzen.
Vertreter der IG Met­all, der Stadt Ober­hausen, Konz­ern­be­trieb­sräte und Betrieb­sräte ander­er Groß­be­triebe (Siemens Mülheim/Ruhr) sprachen neben den Betrieb­sräten von MAN Diesel & Tur­bo zu den ver­sam­melten Kol­legIn­nen. Über­wiegen­der­weise wurde bedauert, Anteil­nahme geäußert und wur­den sozial­part­ner­schaftliche Durch­hal­teparolen verkün­det. Dieses hil­ft den betrof­fe­nen Kol­legIn­nen aber nicht, ihre Arbeit­splätze zu hal­ten. Nur bei eini­gen weni­gen Rede­beiträ­gen blitzte etwas mehr als Betrof­fen­heit und Bedauern auf. Sie gin­gen – teil­weise sehr deut­lich – auf die konkreten Hin­ter­gründe und Ursachen des Stel­len­ab­baus ein.

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Flashmob bei XXXL Rück in Oberhausen

Dokumentation der Pressemitteilung von AKUWILL und work-watch zu dem Flashmob am 3. Dezember 2016:

Flashmob bei XXXL Rück in Oberhausen

 

Einige der AktivistInnen, Foto: Privat

Einige der AktivistIn­nen, Foto: Pri­vat

Mehr als ein Dutzend gew­erkschaftliche AktivistIn­nen und sol­i­darische Betrieb­sräte, unter anderem von Bauhaus, demon­stri­erten am Sam­stag im Möbel­haus XXXL Rück in Ober­hausen. Mit Parolen wie „Betrieb­srats­fress­er XXXL“ und „XXXLNICHT mein Möbel­haus“ began­nen sie ihren Protest in der Cafe­te­ria und zogen anschließend durch ver­schiedene Abteilun­gen des Möbel­haus­es, verteil­ten Flug­blät­ter und hiel­ten Plakate in die Luft.

Damit haben sie die Kund­schaft erneut auf die Machen­schaften von XXXL aufmerk­sam gemacht:
XXXL packt ein­fach alle Beschäftigten ein­er über­nomme­nen Fil­iale in ver­schiedene neu gegrün­dete Gesellschaften. Ser­vicege­sellschaften heißen sie. Diese Gesellschaften erledi­gen alle anfal­l­en­den Arbeit­en wie Verkauf, Betrieb des Restau­rants, Lager oder Kun­den­di­en­ste. Die Ser­vicege­sellschaften haben kein eigenes Ver­mö­gen, aus dem sie z.B. die Löhne und Gehäl­ter zahlen kön­nten. Sie haben nur Arbeit­skräfte.

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XXXL Rück: Einzelhandel ohne Personal?

XXXL Rück:

Einzelhandel ohne Personal?

Seit Anfang August wer­den die Kündi­gungss­chutzk­la­gen der Altbeschäftigten von Rück vor dem Lan­desar­beits­gericht in Düs­sel­dorf ver­han­delt. Das Unternehmen­skon­strukt von XXXLutz spielt hier eine zen­trale Rolle.

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Zensur eines kritischen Beitrags zu XXXL Rück: Offener Brief an Lokalkompass (u. a. Wochenanzeiger Oberhausen)

Dokumentation eines Beitrags von der Webseite von Akuwill.de

 

Zensur eines kritischen Beitrags zu XXXL Rück:
Offener Brief an Lokalkompass (u. a. Wochenanzeiger Oberhausen)

 

Sehr geehrtes Team von lokalkompass.de,

in meinem Artikel „Desin­for­ma­tion­skam­pagne im Wochenanzeiger Ober­hausen“ vom 07.08.2016 haben Sie einige Pas­sagen gelöscht und an den jew­eili­gen Stellen die Bemerkung „Von der Mod­er­a­tion wegen falsch­er Tat­sachen­be­haup­tung edi­tiert­er Bere­ich.“ hin­ter­lassen.

Dies bedeutet fak­tisch, dass Sie meinen Artikel zen­siert haben und mich zusät­zlich öffentlich der Lüge bezichti­gen.

In Ihrer Email vom 09.08.2016 schrieben Sie mir:

Guten Tag,
lei­der mussten wir Ihren oben genan­nten Beitrag (http://www.lokalkompass.de/oberhausen/politik/xxxl-rueck-desinformationskampagne-im-wochenanzeiger-oberhausen-d684068.html) nachträglich edi­tieren, da er nicht nachvol­lziehbare Tat­sachen­be­haup­tun­gen enthält, die sich zur Schädi­gung des im Text kri­tisierten Unternehmens eignen. Bitte acht­en Sie in Zukun­ft bei Ihrer Berichter­stat­tung darauf, auf Unter­stel­lun­gen zu verzicht­en, und sich stattdessen an Fak­ten zu hal­ten. Danke für Ihr Ver­ständ­nis und
Mit fre­undlichen Grüßen
Ihr Team von lokalkompass.de“

Nein, ich habe kein Ver­ständ­nis für Ihre Maß­nahme. Denn die von Ihnen ent­fer­n­ten Aus­sagen lassen sich sehr wohl durch Fak­ten bele­gen:

Gelöschter Teil Nr. 1:

Zum Konzept von XXXL gehört es, geset­zliche und tar­i­fliche Regelun­gen zu unter­laufen und die Expan­sion des Unternehmens auf Kosten der Beschäftigten voranzutreiben. XXXL Rück will nun mit ein­er Desin­for­ma­tion­skam­pagne im Wochenanzeiger sein ram­poniertes Image auf­polieren.

Mein Beitrag schädigt XXXL Rück bzw. die XXXLutz-Gruppe nicht, son­dern er benen­nt lediglich die Ruf­schädi­gung, die das Unternehmen sich selb­st durch seine Unternehmen­spoli­tik zufügt.

Dafür gibt es zahlre­iche Belege:

  • In der lokalen Presse, die über das rück­sicht­slose Vorge­hen von XXXL in Ober­hausen und ander­swo berichtet, z. B. http://shortlinks.de/556y,
  • auf Web­sites von ver­di, z. B. der Aufruf von ver­di Mül­heim-Ober­hausen zum Boykott von XXXL Rück http://shortlinks.de/855s
  • und auf den Web­sites von Organ­i­sa­tio­nen, die über frag­würdi­ge Prak­tiken von Unternehmen wie der XXXLutz-Gruppe informieren. Aus diesem Beitrag von Work Watch z. B. geht her­vor, dass es zum Expan­sion­skonzept von XXXL gehört, auf Kosten der Beschäftigten geset­zliche und tar­i­fliche Regelun­gen zu unter­laufen: http://shortlinks.de/56iz.
  • Dieser Artikel, der zuerst im Neuen Deutsch­land erschienen ist, macht eben­falls deut­lich, dass man die XXXL-Gruppe mit Recht als „Möbel­gang­ster“ beze­ich­nen kann: http://shortlinks.de/mu4i.
  • Immer eine gute Adresse für Infor­ma­tio­nen aus der Arbeitswelt ist das Labour­Net. Das Dossier zu XXXL: http://www.labournet.de/?p=101247.

Dies ist nur eine kleine Auswahl der vie­len Beispiele, die sich prob­lem­los im Inter­net find­en lassen.

Dass XXXL Rück angesichts der vie­len Neg­a­tivschlagzeilen mit­tels ein­er Kam­pagne sein schlecht­es Image auf­bessern will, ist nahe­liegend. Schließlich will XXXL Möbel verkaufen und lei­det darunter, wenn die Kund­schaft mit den Füßen abstimmt. Es fällt auf, dass XXXL Rück mit jed­er dieser in meinem Beitrag behan­del­ten Anzeigen ver­sucht, der begrün­de­ten öffentlichen Kri­tik (siehe die genan­nten Artikel oben) eine extrem geschönte Darstel­lung des Unternehmens ent­ge­gen zu set­zen. Dies ist eine Form von Desin­for­ma­tion.

Gelöschter Teil Nr. 2:

Fast zeit­gle­ich hat XXXL Rück im Wochenanzeiger Ober­hausen eine Wer­bekam­pagne ges­tartet, mit dem offenkundig das angeschla­gene Image des Unternehmens wieder auf­poliert wer­den soll. Mit­tler­weile sind vier Fol­gen ein­er Serie von Anzeigen erschienen, die geeignet sind, die LeserIn­nen hin­ters Licht zu führen.
Seit dem 13. Juli 2016 erscheint in der Mittwoch-Aus­gabe unten auf der let­zten Seite des Blattes eine halb­seit­ige Anzeige, die auf­grund ihrer Gestal­tung den Ein­druck erweckt, als ob es sich hier um einen redak­tionellen Beitrag des Wochenanzeigers han­deln würde. Das Wort „Anzeige“, das klein links oben über dem „Artikel“ ste­ht, ist leicht zu überse­hen
.

Zum Image des Unternehmens: siehe oben.

Dass der zweite Absatz der Wahrheit entspricht, wis­sen alle, die den Wochenanzeiger Ober­hausen im fraglichen Zeitraum gele­sen haben. Ich besitze alle Fol­gen dieser Kam­pagne und kann sie bei Bedarf gerne vor­legen, um meine Aus­sagen zu bele­gen.

Dass die Anzeigen auf­grund von Auf­machung und Inhalt geeignet sind, die LeserIn­nen hin­ters Licht zu führen, ist eben­falls ein Fakt. Ich bin beileibe nicht die einzige, die darauf hereinge­fall­en ist und zunächst geglaubt hat, dass der Wochenanzeiger tat­säch­lich Her­rn Götz inter­viewt hat. Und was den Wahrheits­ge­halt der schein­bar redak­tionellen Beiträge zur „Mitar­beit­erzufrieden­heit“, zu den Arbeits­be­din­gun­gen bei XXXL und zu den Ent­las­sun­gen in Ober­hausen ange­ht: siehe oben.

Gelöschter Teil Nr. 3:

In diesem „Inter­view“ will er [der Sprech­er der Geschäft­sleitung Hel­muth Götz] den LeserIn­nen weis­machen, dass die vie­len Kol­legIn­nen von Möbel Rück lei­der ent­lassen wer­den mussten: auf­grund ihrer man­gel­haften Arbeitsmoral, und weil sie sich den Neuerun­gen ver­weigert hät­ten, die das Möbel­haus auf Erfol­gskurs brin­gen sollen.

Der Text bezieht sich auf die erste Folge der Kam­pagne von XXXL Rück, in der Herr Götz schein­bar inter­viewt wird. Dass viele Kol­legIn­nen von Möbel Rück ent­lassen wer­den mussten, weil sie sich notwendi­gen Neuerun­gen ver­weigert hät­ten und damit dem Erfol­gskurs des Unternehmens im Wege ges­tanden haben sollen, ste­ht aus­drück­lich in dieser Anzeige. Dass die neu eingestell­ten Mitar­bei­t­erIn­nen im Gegen­satz zu den ent­lasse­nen Kol­legIn­nen die Ser­vice- und Kun­de­nori­en­tierung voll mit­tra­gen wür­den und sehr motiviert wären, ste­ht eben­falls darin.

Wo bitte soll hier eine „falsche Tat­sachen­be­haup­tung“ sein, wenn nur der Inhalt ein­er der Anzeigen wiedergegeben wird?

Dass Herr Götz den LeserIn­nen weis­macht, warum die Kol­legIn­nen ent­lassen wur­den, entspricht den Tat­sachen. Und nicht, dass er es ihnen ver­mit­telt, wie Sie es mich nach dem Ein­griff in meinen Artikel behaupten lassen. Fra­gen Sie doch ein­mal bei ver­di nach. Dort wer­den Sie u. a. erfahren, dass das Arbeits­gericht Ober­hausen den Großteil der Kündi­gun­gen für unwirk­sam erk­lärt hat.

Gelöschter Teil Nr. 4:

Mit bezahlten Scheinar­tikeln und Schein­in­ter­views, deren Inhalt auss­chließlich von den Auf­tragge­bern bes­timmt wird und deren Wahrheits­ge­halt nicht über­prüft wird, sollen die LeserIn­nen des Wochenanzeigers offen­bar manip­uliert und ver­dummt wer­den.

Viele Ober­hausener­In­nen kaufen schon länger nicht mehr bei Rück ein bzw. fol­gen dem Boykot­taufruf der Gew­erkschaft ver­di. Da das Unternehmen offen­bar nicht mit Fak­ten – z. B. mit der Wiedere­in­stel­lung der Altbeschäftigten – sein Image verbessern möchte, schal­tet die Geschäft­sleitung stattdessen Wer­beanzeigen mit für sie nüt­zlichem Inhalt. Was ist daran nicht nachvol­lziehbar oder unzutr­e­f­fend?

Und wollen Sie behaupten, dass der Inhalt der Anzeigen vor dem Abdruck auf ihren Wahrheits­ge­halt über­prüft wurde?

Was kann das Ziel der Anzeigenserie sein, außer, KundIn­nen mit dieser Manip­u­la­tion (wieder zurück) zu gewin­nen? Und was ist es anderes als Ver­dum­mung, wenn LeserIn­nen, die es eigentlich bess­er wis­sen (kön­nen), von XXXL mit schö­nen Worten ein­gelullt wer­den?

 

Auf welche Weise haben Sie denn den Wahrheits­ge­halt meines Textes über­prüft, bevor Sie Teile daraus gelöscht haben? Alles, was ich oben aus­ge­führt habe, sind öffentlich zugängliche Infor­ma­tio­nen, die auch Sie sich hät­ten beschaf­fen kön­nen.

Oder anders gefragt:

Auf der Grund­lage von welch­er Def­i­n­i­tion von „Wahrheit“ und von „Tat­sachen“ haben Sie meinen Beitrag „edi­tiert“? XXXL hat inzwis­chen fünf halb­seit­ige Anzeigen hin­tere­inan­der im Wochenanzeiger Ober­hausen geschal­tet und ist damit für Sie ein wichtiger Anzeigenkunde. War dies der Grund bzw. der Aus­lös­er für Ihre Ein­flussnahme? Und ist „Wahrheit“ für Sie das, was der geschrieben sehen will, der zahlt?

Ihre Begrün­dung für die Verän­derung meines Textes samt der Unter­stel­lung, ich würde die Unwahrheit sagen, ist jeden­falls mit den obi­gen Aus­führun­gen hin­fäl­lig. Ich gehe daher davon aus, dass Sie meinen ursprünglichen Beitrag wieder her­stellen, wie Sie Ihn am Ende dieses Schreibens noch ein­mal find­en.

Gerne kann ich die Belege für die von Ihnen monierten Aus­sagen als Fußnoten ein­fü­gen.

Auch finde ich eine Entschuldigung Ihrer­seits ange­bracht.
Mit fre­undlichen Grüßen

Petra Sta­nius, 11.08.2016

 

Der ursprüngliche Artikel auf www.lokalkompass.de (zen­sierte Pas­sagen in rot)

XXXL Rück: Desin­for­ma­tion­skam­pagne im Wochenanzeiger Ober­hausen

Nicht nur in der Ober­hausen­er Presse sind immer wieder Beiträge zu lesen, in denen die frag­würdi­ge Unternehmen­sprax­is der XXXLutz-Gruppe the­ma­tisiert wird. Zum Konzept von XXXL gehört es, geset­zliche und tar­i­fliche Regelun­gen zu unter­laufen und die Expan­sion des Unternehmens auf Kosten der Beschäftigten voranzutreiben. XXXL Rück will nun mit ein­er Desin­for­ma­tion­skam­pagne im Wochenanzeiger sein ram­poniertes Image auf­polieren.

Am 15. Juli 2016 hat die Gew­erkschaft ver­di die Bürg­erIn­nen zum Boykott des Möbel­haus­es Rück aufgerufen: „Wir fordern Sie auf, Ihren Einkauf bei XXXL Rück so lange einzustellen, bis XXXL Rück die Ver­fahren vor dem Lan­desar­beits­gericht zurückzieht, beziehungsweise diese im Inter­esse der Arbeit­nehmer been­det sind“, heißt es darin. Ver­di fordert dabei Stadt­spitze und Poli­tik auf, bei der Entschei­dung über die Ansied­lung von XXXL Rück am Cen­tro „auch das Ver­hal­ten von XXXL Rück gegenüber den ehe­ma­li­gen Beschäftigten zu berück­sichti­gen“.

Fast zeit­gle­ich hat XXXL Rück im Wochenanzeiger Ober­hausen eine Wer­bekam­pagne ges­tartet, mit dem offenkundig das angeschla­gene Image des Unternehmens wieder auf­poliert wer­den soll. Mit­tler­weile sind vier Fol­gen ein­er Serie von Anzeigen erschienen, die geeignet sind, die LeserIn­nen hin­ters Licht zu führen.

Seit dem 13. Juli 2016 erscheint in der Mittwoch-Aus­gabe unten auf der let­zten Seite des Blattes eine halb­seit­ige Anzeige, die auf­grund ihrer Gestal­tung den Ein­druck erweckt, als ob es sich hier um einen redak­tionellen Beitrag des Wochenanzeigers han­deln würde. Das Wort „Anzeige“, das klein links oben über dem „Artikel“ ste­ht, ist leicht zu überse­hen.

In der ersten Folge wird schein­bar der Sprech­er der Geschäft­sleitung, Hel­muth Götz, zum geplanten Umzug des Unternehmens in die Nähe des Cen­tros inter­viewt. In diesem „Inter­view“ will er den LeserIn­nen weis­machen, dass die vie­len Kol­legIn­nen von Möbel Rück lei­der ent­lassen wer­den mussten: auf­grund ihrer man­gel­haften Arbeitsmoral, und weil sie sich den Neuerun­gen ver­weigert hät­ten, die das Möbel­haus auf Erfol­gskurs brin­gen sollen. Die LeserIn­nen „erfahren“, dass XXXL Rück her­vor­ra­gen­den Ser­vice bietet, die Beschäftigten vor­bildlich ent­lohnt und oben­drein Steuern zahlt – sog­ar in Ober­hausen …

Die Folge 2 eine Woche darauf beschäftigt sich aus­führlich mit dem „einzi­gar­ti­gen Ange­bot“ von XXXL und weist dabei erneut auf die gute Bezahlung der Beschäftigten hin. Die geneigte Leserin muss sich fra­gen, warum eine Gew­erkschaft dieses mustergültige Unternehmen angreift. Wer dem Boykot­taufruf von ver­di fol­gt, scheint sich außer­dem ins eigene Fleisch zu schnei­den, weil er oder sie schein­bar grund­los auf das großar­tige Ange­bot des Möbel­händlers verzichtet.

In Folge 3 müssen die Kol­legIn­nen von Rück selb­st mit Bild und Namen für die Zwecke von XXXL her­hal­ten. In dem „Artikel“ wird die derzeit­ige Belegschaft in den höch­sten Tönen gelobt. Verkauf­sleit­er Carsten König schildert aus­führlich seinen beru­flichen Werde­gang bei Rück und bewirbt die her­vor­ra­gen­den Möglichkeit­en, die XXXL seinen Auszu­bilden­den bietet. Zumin­d­est wird der Ein­druck erweckt, dass er es tut.

In Folge 4 schließlich fällt die Betrieb­sratsvor­sitzende des eben­falls Anfang 2014 über­nomme­nen Möbel­haus­es XXXL Kröger, Ker­stin Hüt­tner, ihren Kol­legIn­nen aus Ober­hausen, die um ihren Arbeit­splatz und um die Ein­hal­tung geset­zlich oder tar­i­flich garantiert­er Stan­dards kämpfen, kräftig in den Rück­en. In einem „Inter­view“ schildert sie, wie sie die Über­nahme des Möbel­haus­es Kröger durch XXXL erlebt haben will: Alles sei bess­er gewor­den, sowohl für die KundIn­nen als auch für die Beschäftigten. Wer mit der Geschäft­sleitung Prob­leme habe, sei ein­fach nur unfähig, zu ver­han­deln. Von dem Ver­hand­lungs­geschick des Essen­er Betrieb­srates sollen auch die Kol­legIn­nen in Ober­hausen prof­i­tieren. Die mit einem untauglichen Betrieb­srat geschla­gen sind, wie men­sch zwis­chen den Zeilen lesen kann.

Mit bezahlten Scheinar­tikeln und Schein­in­ter­views, deren Inhalt auss­chließlich von den Auf­tragge­bern bes­timmt wird und deren Wahrheits­ge­halt nicht über­prüft wird, sollen die LeserIn­nen des Wochenanzeigers offen­bar manip­uliert und ver­dummt wer­den.

Wer Infor­ma­tio­nen über die Meth­o­d­en von XXXL Rück bzw. der XXXLutz-Gruppe haben möchte, kann sie z. B. bei AKUWILL oder bei bei Work Watch find­en.

Petra Sta­nius, 7. August 2016

Möbelhaus XXXL-Rück in Oberhausen: Widerstand gegen das Ausbeutungsmodell von XXXLutz

Dokumentation eines Artikels
zu XXXL-Rück von Akuwill


Möbelhaus XXXL-Rück in Oberhausen:

Widerstand gegen das Ausbeutungsmodell von XXXLutz

 

Zu Beginn des Jahres 2014 wurde die Möbel­stadt Rück durch die XXXLutz-Gruppe über­nom­men. Im Zuge der Über­nahme wurde allen Beschäftigten des Möbel­haus­es in Ober­hausen gekündigt. Den meis­ten von ihnen wur­den Arbeitsverträge in XXXLutz-Gesellschaften ange­boten – im Ver­gle­ich mit ihren alten Verträ­gen zu deut­lich schlechteren Bedin­gun­gen. Poten­tiell unbe­queme, „teure“ oder nicht so leicht künd­bare Beschäftigte, zum Beispiel Betrieb­sräte oder Schwer­be­hin­derte, erhiel­ten nicht ein­mal dieses Ange­bot. Die Geschäft­sleitung behauptet auch heute noch, dies sei recht­mäßig gewe­sen, weil das Möbel­haus geschlossen und durch XXXL wieder neu eröffnet wor­den wäre.

Kündi­gungss­chutzk­la­gen

Das Arbeits­gericht Ober­hausen sah dies jedoch anders und entsch­ied im Jahr 2016 in den meis­ten Fällen, dass die Kündi­gun­gen der Altbeschäftigten unzuläs­sig seien, weil ein Betrieb­süber­gang nach BetrVG § 613 stattge­fun­den habe. Tat­säch­lich ist der Geschäfts­be­trieb bei Rück nach der Über­nahme ohne Unter­brechung weit­er gelaufen.

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19.07.16: Unterstützt die KollegInnen von XXXL Rück! Oberhausen

19.07.16

Unterstützt die KollegInnen von XXXL Rück!

Dienstag, 19. Juli 2016
11:00 Uhr (Beginn der Verhandlung: 11:30)
Arbeitsgericht Oberhausen
Friedrich-List-Straße 18
46045 Oberhausen

 

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Die Doppelstrategie von XXXLutz – höchste Zeit für Gegenwehr

Die Doppelstrategie von XXXLutz – höchste Zeit für Gegenwehr

Work Watch, 27. April 2016

Die XXXLutz-Unternehmensgruppe ist nach eigen­er Darstel­lung ein­er der größten Möbel­händler der Welt. Sein Jahre­sum­satz liegt bei 4 Mil­liar­den Euro, 20.000 Beschäftigte erar­beit­en ihn in 200 Fil­ialen mit ein­heitlich­er Aus­rich­tung und unter ein­heitlichem Kom­man­do.
In Deutsch­land rollt der Konz­ern durch Aufkäufe existieren­der Möbel­häuser die Branche auf. Begleit­et von Skan­dalen um Masse­nent­las­sun­gen und Teil­stil­l­le­gun­gen in München, Mannheim, Ober­hausen und jet­zt auch – ange­dro­ht – in Aachen.

Der Konz­ern han­delt dabei nach ein­er ein­heitlichen Strate­gie, ver­mei­det allerd­ings die Rechts­form eines Konz­erns. Die bei­den Inhab­er, Andreas und Richard Seifert, der Deutsch­land­chef Alois Kobler und eine Hand­voll weit­er­er führen­der Man­ag­er leit­en die Geschäfte mith­il­fe Hun­dert­er Einzelge­sellschaften.

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Möbelhaus Rück: Widerstand XXXL gegen Lutz!

Möbelhaus Rück: Widerstand XXXL gegen Lutz!

P.S.

Solidaritätspostkarte von ver.di Rhein-Neckar. Ihr könnt sie hier herunterladen und Euren Protest an die Deutschland-Dependance von XXXLutz schicken. Handschriftliche Ergänzungen wie Solidarität zum Beispiel mit den KollegInnen von XXXL Rück sind möglich...:

Solidaritätspostkarte von ver.di Rhein-Neckar. Ihr könnt sie hier herunterladen und Euren Protest an die Deutschland-Dependance von XXXLutz schicken. Handschriftliche Ergänzungen wie Solidarität zum Beispiel mit den KollegInnen von XXXL Rück sind möglich…:

Im Zuge der Über­nahme von Rück hat die XXXL-Lutz-Gruppe über 60 Beschäftigte ent­lassen. Die verbliebe­nen Kol­legIn­nen arbeit­en zu deut­lich schlechteren Bedin­gun­gen als vorher (siehe Avan­ti O. Nr. 237, Okto­ber 2015). Viele Kol­legIn­nen haben mit Unter­stützung der zuständi­gen Gew­erkschaft ver.di gegen die Meth­o­d­en der Unternehmensgruppe protestiert und gegen ihre Kündi­gung geklagt. Am 21. Jan­u­ar 2016 hat das Arbeits­gericht Ober­hausen die Kündi­gun­gen für unwirk­sam erk­lärt. Jet­zt will XXXLutz in Beru­fung gehen.

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