Besuch vom Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter beim EKO

 

Nicht die Sor­ge um den Pfle­ge­not­stand oder das Inter­es­se an den Arbeits­be­din­gun­gen der Beschäf­tig­ten ver­an­lass­te Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn zu sei­nem Besuch des Evan­ge­li­schen Kran­ken­hau­ses (EKO) am 25. März die­ses Jah­res.

P. S.

Jens Spahn am 25. März in der Einfahrt des EKO in Oberhausen. Foto: R. Hoffmann.

Jens Spahn am 25. März in der Ein­fahrt des EKO in Ober­hau­sen. Foto: R. Hoff­mann.

Viel­mehr war er ein­ge­la­den als Teil­neh­mer einer Podi­ums­dis­kus­si­on beim Früh­jahrs­ge­spräch der Ober­hau­se­ner CDU, die am EKO einen Raum gemie­tet hat­te.
Der zustän­di­ge Fach­be­reich von ver.di orga­ni­sier­te kurz­fris­tig eine Mahn­wa­che vor dem Kran­ken­haus.

Ca. 40 Men­schen – Beschäf­tig­te von Kran­ken­häu­sern und Unterstützer*innen – erwar­te­ten den Gesund­heits­mi­nis­ter. Der nahm sich tat­säch­lich gut zehn Minu­ten Zeit, mit den Pro­tes­tie­ren­den zu spre­chen. Sei­ne Ant­wor­ten auf deren oft mit Empö­rung vor­ge­tra­ge­nen Fra­gen: Es kön­ne nicht alles von heu­te auf mor­gen gehen, sie soll­ten erst ein­mal abwar­ten, bis die neu­en Rege­lun­gen grei­fen. Oder den Job kün­di­gen und in einem Kran­ken­haus anfan­gen, in dem die Arbeits­be­din­gun­gen bes­ser sind. „Ach – es ist über­all gleich? Ja, wenn es angeb­lich über­all schlecht ist, was soll man denn da noch machen?“

Das Gespräch mit den Men­schen sei ihm sehr wich­tig, sag­te Spahn. Und ging zu sei­nem Ter­min bei der CDU.
Für sei­ne Gesprächspartner*innen ist das Ergeb­nis sicher weni­ger befrie­di­gend. So macht die von Spahn vor­ge­se­he­ne Pfle­ge­per­so­nal­un­ter­gren­ze den Man­gel zum Stan­dard und gefähr­det so eher die Pati­en­ten­si­cher­heit, als dass sie zu bes­se­ren Arbeits­be­din­gun­gen führt.
Es gibt aber die Mög­lich­keit für ein bal­di­ges Wie­der­se­hen: die Demons­tra­ti­on am 5. Juni in Leip­zig – sie­he.

aus der Avan­ti O. April/Mai  2019
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