Zen­sur eines kri­ti­schen Bei­trags zu XXXL Rück: Offe­ner Brief an Lokal­kom­pass (u. a. Wochen­an­zei­ger Ober­hau­sen)

Doku­men­ta­ti­on eines Bei­trags von der Web­sei­te von Akuwill.de

 

Zen­sur eines kri­ti­schen Bei­trags zu XXXL Rück:
Offe­ner Brief an Lokal­kom­pass (u. a. Wochen­an­zei­ger Ober­hau­sen)

 

Sehr geehr­tes Team von lokalkompass.de,

in mei­nem Arti­kel „Des­in­for­ma­ti­ons­kam­pa­gne im Wochen­an­zei­ger Ober­hau­sen“ vom 07.08.2016 haben Sie eini­ge Pas­sa­gen gelöscht und an den jewei­li­gen Stel­len die Bemer­kung „Von der Mode­ra­ti­on wegen fal­scher Tat­sa­chen­be­haup­tung edi­tier­ter Bereich.“ hin­ter­las­sen.

Dies bedeu­tet fak­tisch, dass Sie mei­nen Arti­kel zen­siert haben und mich zusätz­lich öffent­lich der Lüge bezich­ti­gen.

In Ihrer Email vom 09.08.2016 schrie­ben Sie mir:

Guten Tag,
lei­der muss­ten wir Ihren oben genann­ten Bei­trag (http://www.lokalkompass.de/oberhausen/politik/xxxl-rueck-desinformationskampagne-im-wochenanzeiger-oberhausen-d684068.html) nach­träg­lich edi­tie­ren, da er nicht nach­voll­zieh­ba­re Tat­sa­chen­be­haup­tun­gen ent­hält, die sich zur Schä­di­gung des im Text kri­ti­sier­ten Unter­neh­mens eig­nen. Bit­te ach­ten Sie in Zukunft bei Ihrer Bericht­erstat­tung dar­auf, auf Unter­stel­lun­gen zu ver­zich­ten, und sich statt­des­sen an Fak­ten zu hal­ten. Dan­ke für Ihr Ver­ständ­nis und
Mit freund­li­chen Grü­ßen
Ihr Team von lokalkompass.de“

Nein, ich habe kein Ver­ständ­nis für Ihre Maß­nah­me. Denn die von Ihnen ent­fern­ten Aus­sa­gen las­sen sich sehr wohl durch Fak­ten bele­gen:

Gelösch­ter Teil Nr. 1:

Zum Kon­zept von XXXL gehört es, gesetz­li­che und tarif­li­che Rege­lun­gen zu unter­lau­fen und die Expan­si­on des Unter­neh­mens auf Kos­ten der Beschäf­tig­ten vor­an­zu­trei­ben. XXXL Rück will nun mit einer Des­in­for­ma­ti­ons­kam­pa­gne im Wochen­an­zei­ger sein ram­po­nier­tes Image auf­po­lie­ren.

Mein Bei­trag schä­digt XXXL Rück bzw. die XXXLutz-Grup­pe nicht, son­dern er benennt ledig­lich die Ruf­schä­di­gung, die das Unter­neh­men sich selbst durch sei­ne Unter­neh­mens­po­li­tik zufügt.

Dafür gibt es zahl­rei­che Bele­ge:

  • In der loka­len Pres­se, die über das rück­sichts­lo­se Vor­ge­hen von XXXL in Ober­hau­sen und anders­wo berich­tet, z. B. http://shortlinks.de/556y,
  • auf Web­sites von ver­di, z. B. der Auf­ruf von ver­di Mül­heim-Ober­hau­sen zum Boy­kott von XXXL Rück http://shortlinks.de/855s
  • und auf den Web­sites von Orga­ni­sa­tio­nen, die über frag­wür­di­ge Prak­ti­ken von Unter­neh­men wie der XXXLutz-Grup­pe infor­mie­ren. Aus die­sem Bei­trag von Work Watch z. B. geht her­vor, dass es zum Expan­si­ons­kon­zept von XXXL gehört, auf Kos­ten der Beschäf­tig­ten gesetz­li­che und tarif­li­che Rege­lun­gen zu unter­lau­fen: http://shortlinks.de/56iz.
  • Die­ser Arti­kel, der zuerst im Neu­en Deutsch­land erschie­nen ist, macht eben­falls deut­lich, dass man die XXXL-Grup­pe mit Recht als „Möbel­gangs­ter“ bezeich­nen kann: http://shortlinks.de/mu4i.
  • Immer eine gute Adres­se für Infor­ma­tio­nen aus der Arbeits­welt ist das Labour­Net. Das Dos­sier zu XXXL: http://www.labournet.de/?p=101247.

Dies ist nur eine klei­ne Aus­wahl der vie­len Bei­spie­le, die sich pro­blem­los im Inter­net fin­den las­sen.

Dass XXXL Rück ange­sichts der vie­len Nega­tiv­schlag­zei­len mit­tels einer Kam­pa­gne sein schlech­tes Image auf­bes­sern will, ist nahe­lie­gend. Schließ­lich will XXXL Möbel ver­kau­fen und lei­det dar­un­ter, wenn die Kund­schaft mit den Füßen abstimmt. Es fällt auf, dass XXXL Rück mit jeder die­ser in mei­nem Bei­trag behan­del­ten Anzei­gen ver­sucht, der begrün­de­ten öffent­li­chen Kri­tik (sie­he die genann­ten Arti­kel oben) eine extrem geschön­te Dar­stel­lung des Unter­neh­mens ent­ge­gen zu set­zen. Dies ist eine Form von Des­in­for­ma­ti­on.

Gelösch­ter Teil Nr. 2:

Fast zeit­gleich hat XXXL Rück im Wochen­an­zei­ger Ober­hau­sen eine Wer­be­kam­pa­gne gestar­tet, mit dem offen­kun­dig das ange­schla­ge­ne Image des Unter­neh­mens wie­der auf­po­liert wer­den soll. Mitt­ler­wei­le sind vier Fol­gen einer Serie von Anzei­gen erschie­nen, die geeig­net sind, die Lese­rIn­nen hin­ters Licht zu füh­ren.
Seit dem 13. Juli 2016 erscheint in der Mitt­woch-Aus­ga­be unten auf der letz­ten Sei­te des Blat­tes eine halb­sei­ti­ge Anzei­ge, die auf­grund ihrer Gestal­tung den Ein­druck erweckt, als ob es sich hier um einen redak­tio­nel­len Bei­trag des Wochen­an­zei­gers han­deln wür­de. Das Wort „Anzei­ge“, das klein links oben über dem „Arti­kel“ steht, ist leicht zu über­se­hen
.

Zum Image des Unter­neh­mens: sie­he oben.

Dass der zwei­te Absatz der Wahr­heit ent­spricht, wis­sen alle, die den Wochen­an­zei­ger Ober­hau­sen im frag­li­chen Zeit­raum gele­sen haben. Ich besit­ze alle Fol­gen die­ser Kam­pa­gne und kann sie bei Bedarf ger­ne vor­le­gen, um mei­ne Aus­sa­gen zu bele­gen.

Dass die Anzei­gen auf­grund von Auf­ma­chung und Inhalt geeig­net sind, die Lese­rIn­nen hin­ters Licht zu füh­ren, ist eben­falls ein Fakt. Ich bin bei­lei­be nicht die ein­zi­ge, die dar­auf her­ein­ge­fal­len ist und zunächst geglaubt hat, dass der Wochen­an­zei­ger tat­säch­lich Herrn Götz inter­viewt hat. Und was den Wahr­heits­ge­halt der schein­bar redak­tio­nel­len Bei­trä­ge zur „Mit­ar­bei­ter­zu­frie­den­heit“, zu den Arbeits­be­din­gun­gen bei XXXL und zu den Ent­las­sun­gen in Ober­hau­sen angeht: sie­he oben.

Gelösch­ter Teil Nr. 3:

In die­sem „Inter­view“ will er [der Spre­cher der Geschäfts­lei­tung Hel­muth Götz] den Lese­rIn­nen weis­ma­chen, dass die vie­len Kol­le­gIn­nen von Möbel Rück lei­der ent­las­sen wer­den muss­ten: auf­grund ihrer man­gel­haf­ten Arbeits­mo­ral, und weil sie sich den Neue­run­gen ver­wei­gert hät­ten, die das Möbel­haus auf Erfolgs­kurs brin­gen sol­len.

Der Text bezieht sich auf die ers­te Fol­ge der Kam­pa­gne von XXXL Rück, in der Herr Götz schein­bar inter­viewt wird. Dass vie­le Kol­le­gIn­nen von Möbel Rück ent­las­sen wer­den muss­ten, weil sie sich not­wen­di­gen Neue­run­gen ver­wei­gert hät­ten und damit dem Erfolgs­kurs des Unter­neh­mens im Wege gestan­den haben sol­len, steht aus­drück­lich in die­ser Anzei­ge. Dass die neu ein­ge­stell­ten Mit­ar­bei­te­rIn­nen im Gegen­satz zu den ent­las­se­nen Kol­le­gIn­nen die Ser­vice- und Kun­den­ori­en­tie­rung voll mit­tra­gen wür­den und sehr moti­viert wären, steht eben­falls dar­in.

Wo bit­te soll hier eine „fal­sche Tat­sa­chen­be­haup­tung“ sein, wenn nur der Inhalt einer der Anzei­gen wie­der­ge­ge­ben wird?

Dass Herr Götz den Lese­rIn­nen weis­macht, war­um die Kol­le­gIn­nen ent­las­sen wur­den, ent­spricht den Tat­sa­chen. Und nicht, dass er es ihnen ver­mit­telt, wie Sie es mich nach dem Ein­griff in mei­nen Arti­kel behaup­ten las­sen. Fra­gen Sie doch ein­mal bei ver­di nach. Dort wer­den Sie u. a. erfah­ren, dass das Arbeits­ge­richt Ober­hau­sen den Groß­teil der Kün­di­gun­gen für unwirk­sam erklärt hat.

Gelösch­ter Teil Nr. 4:

Mit bezahl­ten Schein­ar­ti­keln und Schein­in­ter­views, deren Inhalt aus­schließ­lich von den Auf­trag­ge­bern bestimmt wird und deren Wahr­heits­ge­halt nicht über­prüft wird, sol­len die Lese­rIn­nen des Wochen­an­zei­gers offen­bar mani­pu­liert und ver­dummt wer­den.

Vie­le Ober­hau­se­ne­rIn­nen kau­fen schon län­ger nicht mehr bei Rück ein bzw. fol­gen dem Boy­kott­auf­ruf der Gewerk­schaft ver­di. Da das Unter­neh­men offen­bar nicht mit Fak­ten – z. B. mit der Wie­der­ein­stel­lung der Alt­be­schäf­tig­ten – sein Image ver­bes­sern möch­te, schal­tet die Geschäfts­lei­tung statt­des­sen Wer­be­an­zei­gen mit für sie nütz­li­chem Inhalt. Was ist dar­an nicht nach­voll­zieh­bar oder unzu­tref­fend?

Und wol­len Sie behaup­ten, dass der Inhalt der Anzei­gen vor dem Abdruck auf ihren Wahr­heits­ge­halt über­prüft wur­de?

Was kann das Ziel der Anzei­gen­se­rie sein, außer, Kun­dIn­nen mit die­ser Mani­pu­la­ti­on (wie­der zurück) zu gewin­nen? Und was ist es ande­res als Ver­dum­mung, wenn Lese­rIn­nen, die es eigent­lich bes­ser wis­sen (kön­nen), von XXXL mit schö­nen Wor­ten ein­ge­lullt wer­den?

 

Auf wel­che Wei­se haben Sie denn den Wahr­heits­ge­halt mei­nes Tex­tes über­prüft, bevor Sie Tei­le dar­aus gelöscht haben? Alles, was ich oben aus­ge­führt habe, sind öffent­lich zugäng­li­che Infor­ma­tio­nen, die auch Sie sich hät­ten beschaf­fen kön­nen.

Oder anders gefragt:

Auf der Grund­la­ge von wel­cher Defi­ni­ti­on von „Wahr­heit“ und von „Tat­sa­chen“ haben Sie mei­nen Bei­trag „edi­tiert“? XXXL hat inzwi­schen fünf halb­sei­ti­ge Anzei­gen hin­ter­ein­an­der im Wochen­an­zei­ger Ober­hau­sen geschal­tet und ist damit für Sie ein wich­ti­ger Anzei­gen­kun­de. War dies der Grund bzw. der Aus­lö­ser für Ihre Ein­fluss­nah­me? Und ist „Wahr­heit“ für Sie das, was der geschrie­ben sehen will, der zahlt?

Ihre Begrün­dung für die Ver­än­de­rung mei­nes Tex­tes samt der Unter­stel­lung, ich wür­de die Unwahr­heit sagen, ist jeden­falls mit den obi­gen Aus­füh­run­gen hin­fäl­lig. Ich gehe daher davon aus, dass Sie mei­nen ursprüng­li­chen Bei­trag wie­der her­stel­len, wie Sie Ihn am Ende die­ses Schrei­bens noch ein­mal fin­den.

Ger­ne kann ich die Bele­ge für die von Ihnen monier­ten Aus­sa­gen als Fuß­no­ten ein­fü­gen.

Auch fin­de ich eine Ent­schul­di­gung Ihrer­seits ange­bracht.
Mit freund­li­chen Grü­ßen

Petra Sta­ni­us, 11.08.2016

 

Der ursprüng­li­che Arti­kel auf www.lokalkompass.de (zen­sier­te Pas­sa­gen in rot)

XXXL Rück: Des­in­for­ma­ti­ons­kam­pa­gne im Wochen­an­zei­ger Ober­hau­sen

Nicht nur in der Ober­hau­se­ner Pres­se sind immer wie­der Bei­trä­ge zu lesen, in denen die frag­wür­di­ge Unter­neh­mens­pra­xis der XXXLutz-Grup­pe the­ma­ti­siert wird. Zum Kon­zept von XXXL gehört es, gesetz­li­che und tarif­li­che Rege­lun­gen zu unter­lau­fen und die Expan­si­on des Unter­neh­mens auf Kos­ten der Beschäf­tig­ten vor­an­zu­trei­ben. XXXL Rück will nun mit einer Des­in­for­ma­ti­ons­kam­pa­gne im Wochen­an­zei­ger sein ram­po­nier­tes Image auf­po­lie­ren.

Am 15. Juli 2016 hat die Gewerk­schaft ver­di die Bür­ge­rIn­nen zum Boy­kott des Möbel­hau­ses Rück auf­ge­ru­fen: „Wir for­dern Sie auf, Ihren Ein­kauf bei XXXL Rück so lan­ge ein­zu­stel­len, bis XXXL Rück die Ver­fah­ren vor dem Lan­des­ar­beits­ge­richt zurück­zieht, bezie­hungs­wei­se die­se im Inter­es­se der Arbeit­neh­mer been­det sind“, heißt es dar­in. Ver­di for­dert dabei Stadt­spit­ze und Poli­tik auf, bei der Ent­schei­dung über die Ansied­lung von XXXL Rück am Cen­tro „auch das Ver­hal­ten von XXXL Rück gegen­über den ehe­ma­li­gen Beschäf­tig­ten zu berück­sich­ti­gen“.

Fast zeit­gleich hat XXXL Rück im Wochen­an­zei­ger Ober­hau­sen eine Wer­be­kam­pa­gne gestar­tet, mit dem offen­kun­dig das ange­schla­ge­ne Image des Unter­neh­mens wie­der auf­po­liert wer­den soll. Mitt­ler­wei­le sind vier Fol­gen einer Serie von Anzei­gen erschie­nen, die geeig­net sind, die Lese­rIn­nen hin­ters Licht zu füh­ren.

Seit dem 13. Juli 2016 erscheint in der Mitt­woch-Aus­ga­be unten auf der letz­ten Sei­te des Blat­tes eine halb­sei­ti­ge Anzei­ge, die auf­grund ihrer Gestal­tung den Ein­druck erweckt, als ob es sich hier um einen redak­tio­nel­len Bei­trag des Wochen­an­zei­gers han­deln wür­de. Das Wort „Anzei­ge“, das klein links oben über dem „Arti­kel“ steht, ist leicht zu über­se­hen.

In der ers­ten Fol­ge wird schein­bar der Spre­cher der Geschäfts­lei­tung, Hel­muth Götz, zum geplan­ten Umzug des Unter­neh­mens in die Nähe des Cen­tros inter­viewt. In die­sem „Inter­view“ will er den Lese­rIn­nen weis­ma­chen, dass die vie­len Kol­le­gIn­nen von Möbel Rück lei­der ent­las­sen wer­den muss­ten: auf­grund ihrer man­gel­haf­ten Arbeits­mo­ral, und weil sie sich den Neue­run­gen ver­wei­gert hät­ten, die das Möbel­haus auf Erfolgs­kurs brin­gen sol­len. Die Lese­rIn­nen „erfah­ren“, dass XXXL Rück her­vor­ra­gen­den Ser­vice bie­tet, die Beschäf­tig­ten vor­bild­lich ent­lohnt und oben­drein Steu­ern zahlt – sogar in Ober­hau­sen …

Die Fol­ge 2 eine Woche dar­auf beschäf­tigt sich aus­führ­lich mit dem „ein­zig­ar­ti­gen Ange­bot“ von XXXL und weist dabei erneut auf die gute Bezah­lung der Beschäf­tig­ten hin. Die geneig­te Lese­rin muss sich fra­gen, war­um eine Gewerk­schaft die­ses mus­ter­gül­ti­ge Unter­neh­men angreift. Wer dem Boy­kott­auf­ruf von ver­di folgt, scheint sich außer­dem ins eige­ne Fleisch zu schnei­den, weil er oder sie schein­bar grund­los auf das groß­ar­ti­ge Ange­bot des Möbel­händ­lers ver­zich­tet.

In Fol­ge 3 müs­sen die Kol­le­gIn­nen von Rück selbst mit Bild und Namen für die Zwe­cke von XXXL her­hal­ten. In dem „Arti­kel“ wird die der­zei­ti­ge Beleg­schaft in den höchs­ten Tönen gelobt. Ver­kaufs­lei­ter Cars­ten König schil­dert aus­führ­lich sei­nen beruf­li­chen Wer­de­gang bei Rück und bewirbt die her­vor­ra­gen­den Mög­lich­kei­ten, die XXXL sei­nen Aus­zu­bil­den­den bie­tet. Zumin­dest wird der Ein­druck erweckt, dass er es tut.

In Fol­ge 4 schließ­lich fällt die Betriebs­rats­vor­sit­zen­de des eben­falls Anfang 2014 über­nom­me­nen Möbel­hau­ses XXXL Krö­ger, Kers­tin Hütt­ner, ihren Kol­le­gIn­nen aus Ober­hau­sen, die um ihren Arbeits­platz und um die Ein­hal­tung gesetz­lich oder tarif­lich garan­tier­ter Stan­dards kämp­fen, kräf­tig in den Rücken. In einem „Inter­view“ schil­dert sie, wie sie die Über­nah­me des Möbel­hau­ses Krö­ger durch XXXL erlebt haben will: Alles sei bes­ser gewor­den, sowohl für die Kun­dIn­nen als auch für die Beschäf­tig­ten. Wer mit der Geschäfts­lei­tung Pro­ble­me habe, sei ein­fach nur unfä­hig, zu ver­han­deln. Von dem Ver­hand­lungs­ge­schick des Esse­ner Betriebs­ra­tes sol­len auch die Kol­le­gIn­nen in Ober­hau­sen pro­fi­tie­ren. Die mit einem untaug­li­chen Betriebs­rat geschla­gen sind, wie mensch zwi­schen den Zei­len lesen kann.

Mit bezahl­ten Schein­ar­ti­keln und Schein­in­ter­views, deren Inhalt aus­schließ­lich von den Auf­trag­ge­bern bestimmt wird und deren Wahr­heits­ge­halt nicht über­prüft wird, sol­len die Lese­rIn­nen des Wochen­an­zei­gers offen­bar mani­pu­liert und ver­dummt wer­den.

Wer Infor­ma­tio­nen über die Metho­den von XXXL Rück bzw. der XXXLutz-Grup­pe haben möch­te, kann sie z. B. bei AKUWILL oder bei bei Work Watch fin­den.

Petra Sta­ni­us, 7. August 2016

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