Bun­des­wei­tes Care Revo­lu­ti­on Netz­werk­tref­fen

Bun­des­wei­tes Care Revo­lu­ti­on
Netz­werk­tref­fen am 13. und 14. Mai

Rosa-Luxem­burg-Stif­tung Ber­lin, Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Ber­lin

O.G.

Mit Care-Arbeit ist Sor­ge-Arbeit im wei­tes­ten Sin­ne gemeint. Alle Tätig­kei­ten mit, am und für Men­schen fal­len dar­un­ter: Erzie­hen, Pfle­gen, Leh­ren und Betreu­en, aber auch Rei­ni­gen, Ein­kau­fen, Kochen und die Selbst­sor­ge. Und zwar unab­hän­gig davon, ob die Arbeit ent­lohnt wird oder nicht.
Die­se Sor­ge-Arbeit gerät heu­te von allen Sei­ten unter Druck. Der Staat zieht sich aus der Daseins­vor­sor­ge zurück und funk­tio­niert als Umver­tei­lungs­ma­schi­ne von unten nach oben. So ist stets zu wenig Geld da, wenn es um die Bezah­lung von Leh­re­rIn­nen, Pfle­ge­rIn­nen, Rei­ni­gungs­kräf­ten geht. Dar­un­ter lei­den die­je­ni­gen, die die Care-Arbeit aus­füh­ren müs­sen und die, die auf sie ange­wie­sen sind. Ins­be­son­de­re dann, wenn sie nur über begrenz­te finan­zi­el­le Mit­tel ver­fü­gen.
Dies bedeu­tet, dass fast alle von der Kri­se der Sor­ge-Arbeit in irgend­ei­ner Wei­se betrof­fen sind oder es abseh­bar sein wer­den.

Das Care Revo­lu­ti­on Netz­werk, das mitt­ler­wei­le aus mehr als 80 Grup­pen und zahl­rei­chen Ein­zel­per­so­nen besteht, kämpft gegen die Lücken in der öffent­li­chen Daseins­vor­sor­ge, die zu Über­for­de­rung und Zeit­man­gel füh­ren. Die Betei­lig­ten stre­ben nach ihrem Selbst­ver­ständ­nis neue Model­le von Sor­ge-Bezie­hun­gen und eine Care-Öko­no­mie an, die nicht Pro­fit­ma­xi­mie­rung, son­dern die Bedürf­nis­se der Men­schen ins Zen­trum stellt, und die Sor­ge­ar­bei­ten und Care-Res­sour­cen nicht nach ras­sis­ti­schen, geschlecht­li­chen oder klas­sen­be­zo­ge­nen Struk­tu­rie­run­gen ver­teilt.
Ein inhalt­li­cher Schwer­punkt des anste­hen­den bun­des­wei­ten Tref­fen des Netz­werks in Ber­lin ist der Pfle­ge­not­stand, unter dem Kran­ke und Pfle­ge­be­dürf­ti­ge eben­so lei­den wie pro­fes­sio­nel­le Pfle­ge­kräf­te und pfle­gen­de Ange­hö­ri­ge.

Die Orga­ni­sie­rung der Arbeit des Netz­werks ist eine ande­re wesent­li­che Auf­ga­be des Tref­fens.
Zur Teil­nah­me ein­ge­la­den sind nicht nur die bereits Betei­lig­ten. Wei­te­re Inter­es­sier­te sind sehr will­kom­men. Für sie ist zu Beginn eine Ein­füh­rung in die Arbeit des Netz­werks vor­ge­se­hen.
Die Tages­ord­nung für das Tref­fen und nähe­re Infor­ma­tio­nen zur Ent­ste­hung des Netz­werks, zu den Betei­lig­ten und zu anste­hen­den Akti­vi­tä­ten sind auf der Web­site zu fin­den: www.care-revolution.org.

Die ISO Ober­hau­sen ist Koope­ra­ti­ons­part­ne­rin des Netz­werks. Ihr könnt Euch bei Fra­gen also auch ger­ne an uns wen­den.

aus der Ober­hau­se­ner Bei­la­ge zur Avan­ti, April 2017
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