Grün ist die Hoff­nung – für das Groß­ka­pi­tal

Grü­nen-Che­fin Baer­bock als beklatsch­te Schluss­red­ne­rin beim Bun­des­ver­band der Deut­schen Indus­trie. BASF-Boss Bru­der­mül­ler mit Sitz im Wirt­schafts­bei­rat der Grü­nen.

Fridays for Future-Demo in Aachen, 21. Juni 2019. Foto: Avanti².

M. G.

Ist das, wie die Frank­fur­ter All­ge­mei­ne titel­te, „Die neue Lie­be [des Groß­ka­pi­tals] zu den Grü­nen“? Oder ist das die neue Lie­be der Grü­nen zum Groß­ka­pi­tal? Oder ist das bei­des?
Der Wirt­schafts­re­dak­ti­on der FAZ ist das alles jeden­falls nicht geheu­er. Sie warnt die Kon­zern­len­ker zwar vor dem Tech­tel­mech­tel, aber sie stellt nüch­tern fest: „Am Ende geht es bei­den Sei­ten um küh­le Macht- und Inter­es­sen­po­li­tik. […] Von ihnen [den Grü­nen] hängt ab, ob das Land nach der Selbst­zer­stö­rung der SPD über­haupt noch regier­bar bleibt.“
In der Tat sind die Grü­nen mit ihrer unum­kehr­ba­ren Wand­lung zu einer „Art grü­ner FDP“ (so Grü­nen-Iko­ne Petra Kel­ly 1990 im Fern­se­hen) längst zu einer wil­li­gen poli­ti­schen Ver­wal­te­rin des Kapi­ta­lis­mus gewor­den.

Das betrifft auch die Kli­ma­fra­ge. Die Poli­tik der grün-schwar­zen bezie­hungs­wei­se schwarz-grü­nen Lan­des­re­gie­run­gen in Baden-Würt­tem­berg (Stutt­gart 21, „Elek­tro­mo­bi­li­tät“) und Hes­sen (Aus­bau Fra­port) spricht Bän­de.
Ein Glück, könn­te mensch da mei­nen, dass es die Bewe­gung Fri­days for Future gibt. Das stimmt, aber auch dort ver­su­chen Grü­ne – etwa bei der Groß­de­mons­tra­ti­on am 21. Juni in Aachen – zuneh­mend die Bewe­gung zu kana­li­sie­ren und Anti­ka­pi­ta­lis­mus zu unter­bin­den.
Umso wich­ti­ger ist es, die geplan­ten Kli­ma­st­reiks am 20. Sep­tem­ber 2019 zu einem außer­par­la­men­ta­ri­schen Erfolg zu machen

aus der Avan­ti O., Juli/August 2019
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