Kobanê braucht unse­re Soli­da­ri­tät!

Kobanê braucht unse­re Soli­da­ri­tät!

In Ober­hau­sen hat sich im Novem­ber 2014 das Komi­tee „Soli­da­ri­tät mit Kobanê / Roja­va!“ gegrün­det.

Soli-Komi­tee / P.S.

In den drei syri­schen Kan­to­nen Efrin, Kobanê und Ciz­i­re – zusam­men als Roja­va / West­kur­di­stan bezeich­net – hat die Bevöl­ke- rung ein basis­de­mo­kra­ti­sches Sys­tem der Selbst­ver­wal­tung ent­wi­ckelt. Roja­va ver­steht sich als auto­no­mer Teil Syri­ens. Hier leben Kur­dIn­nen, Ara­be­rIn­nen, Arme­nie­rIn­nen und Assy­re­rIn­nen fried­lich zusam­men. In Ciz­i­re sind Kur­disch, Ara­bisch und Ara­mä­isch die Amts­spra­chen. Die unter­schied­li­chen Reli­gio­nen (Sun­nitln­nen, Ale­witln­nen. Chris­tIn­nen und Yezidln­nen) kön­nen frei aus­ge­übt wer­den. Frau­en und Män­ner sind gleich­be­rech­tigt. Bei Ämtern gilt für Frau­en eine Quo­tie­rung von 40 Pro­zent.

Im Sep­tem­ber star­te­ten die Ter­ror­mi­li­zen vom so genann­ten Isla­mi­schen Staat (IS) eine mili­tä­ri­sche Groß­of­fen­si­ve auf die Stadt Kobanê. Dabei wur­den mehr als 300 Dör­fer und Ort­schaf­ten zer­stört und teil­wei­se dem Erd­bo­den gleich gemacht.
Die räte­ähn­lich orga­ni­sier­te Gesell­schaft der Kur­dIn­nen in Roja­va ist für den IS ein star­kes Feind­bild, das er mit allen Mit­teln zu zer­stö­ren ver­sucht. Der Wes­ten unter­stützt den Kampf der Bevöl­ke­rung von Kobanê ver­bal, lässt tat­säch­lich aber die Ver­nich­tung der demo­kra­ti­schen Kräf­te zu. Ein Erstar­ken der PKK (Arbei­ter­par­tei Kur­di­stans) in der Tür­kei und der kur­di­schen Oppo­si­ti­on in Syri­en PYD (Par­tei der Demo­kra­ti­schen Uni­on), die hin­ter dem Gesell­schafts­mo­dell von Roja­va ste­hen, wol­len die west­li­chen Regie­run­gen auf kei­nem Fall zulas­sen. Sei­tens der Tür­kei erhält der IS gar Unter­stüt­zung für sein mör­de­ri­sches Han­deln.

Medi­en­be­rich­ten zufol­ge sind auf­grund des Angriffs des IS mehr als 160.000 Men­schen aus dem Kan­ton Kobanê auf der Flucht.
Das Über­le­ben der Men­schen in Kobanê hängt von schnel­ler Hil­fe ab. Um hier­zu auch einen Bei­trag zu leis­ten, hat sich in Ober­hau­sen ein Soli­da­ri­täts­ko­mi­tee gegrün­det.
Das Soli­da­ri­täts­ko­mi­tee ruft alle Bür­ger und Bür­ge­rin­nen in Ober­hau­sen auf, Medi­ka­men­te (ins­be­son­de­re Schmerz­mit­tel und schmerz­hem­men­de Sal­ben) sowie Ver­band­mit­tel, Des­in­fek­ti­ons­mit­tel, Blut­druck­mess­ge­rä­te, Blut­zu­cker­mess­ge­rä­te, nicht-elek­tri­sche Roll­stüh­le und Geh­stö­cke zu spen­den.

Die Sach­spen­den schickt das Soli­da­ri­täts-Komi­tee mit Hil­fe von Hey­va Sor a Kur­di­stanê e.V. (Kur­di­scher Roter Halb­mond, Wil­helm­str. 7, 53840 Trois­dorf) nach Kobanê. Abge­ge­ben wer­den kön­nen sie beim Ver­ein Roja­va Kul­tur Zen­trum e.V., Roland­str. 23, in 46045 Ober­hau­sen. Und zwar jeden Frei­tag zwi­schen 16:00 und 19:00 Uhr.
Für Fra­gen zu die­ser Akti­on ist das Komi­tee jeder­zeit erreich­bar unter der Han­dy­num­mer *0173/594 38 47.

aus der Ober­hau­se­ner Bei­la­ge zur Avan­ti 228, Dezem­ber 2014
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