Karl Marx wird 200 (Teil II) Ein bestimmtes Menschenbild

Karl Marx wird 200 (Teil II)
Ein bestimmtes Menschenbild

Manuel Kellner

Karl Marx – verfremdet von Bernd Köhler.

Karl Marx – ver­fremdet von Bernd Köh­ler.

Jed­wede Auflehnung gegen Unter­drück­ung wäre sinn­los, wenn das Bedürf­nis, andere Men­schen auszubeuten dem Men­sch­sein wesentlich zuge­hörte. Ein anderes  Men­schen­bild ist voraus­ge­set­zt, um sich über Ver­hält­nisse zu empören, in denen Men­schen einan­der bekämpfen, bekriegen, ver­sklaven und aus­nutzen.
Für den Philosophen Lud­wig Feuer­bach war der Men­sch grundle­gend gut. Auch wenn er böse ist, han­delt er doch gegen das, was er selb­st für gut hält: Heuchelei ist darum die Ver­beu­gung des Lasters vor der Tugend. Für Karl Marx hinge­gen sind die Men­schen zu allem fähig, im Guten wie im Schlecht­en: Sie brauchen men­schliche Ver­hält­nisse um sich men­schlich zu ver­hal­ten.
Mit dem Aufkom­men der gesellschaftlichen Arbeit­steilung, die den einzel­nen Men­schen Berufe zuweist und sie damit lebenslänglich an die Ausübung ein­er ganz bes­timmten Art von Tätigkeit ket­tet, begin­nt für Karl Marx die Ent­frem­dung:

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