Werne Ein neoliberales Lehrstück

Werne: Haushaltssanierung durch Tarifflucht?

Ein neoliberales Lehrstück

Petra Stanius

Seit März 2014 streiken Beschäftigte des Natur-Sole­bads Werne, um die Betreiberge­sellschaft des Bades zur Anerken­nung des Tar­ifver­trages für den Öffentlichen Dienst (TVöD) zu bewe­gen. Ihr mit langem Atem und viel Engage­ment geführter Arbeit­skampf ist von grund­sät­zlich­er Bedeu­tung für die Beschäftigten von – ins­beson­dere finanzschwachen – Kom­munen.

Die zum Kreis Unna gehörende Stadt Werne hat ca. 30.000 Ein­wohner­In­nen und liegt am Rande des Ruhrge­bi­ets, ca. 25 Kilo­me­ter von Dort­mund ent­fer­nt. Beim städtis­chen Natur-Sole­bad arbeit­en gut 70 Men­schen. Einem Teil von ihnen wird die Bezahlung nach dem TVöD voren­thal­ten. Sie erhal­ten zwis­chen 200 und 700 Euro weniger im Monat für ihre Tätigkeit als ihre Kol­legIn­nen. In allen anderen kom­mu­nalen Bädern wer­den die Beschäftigten nach Tarif bezahlt.

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