Betroffenenbericht von Mitgliedern der ver.di Jugend NRW-Süd

Dokumentation

Betroffenenbericht von Mitgliedern der ver.di Jugend NRW-Süd zu den Grundrechtsverletzungen durch
Polizei und Justiz beim G20-Gipfel

Fast der gesamte Jugend­vor­stand der ver.di Jugend NRW-Süd, mehrere weit­ere ver.di-KollegInnen und andere Bon­ner Mit­stre­i­t­erIn­nen wur­den beim G20-Gipfel Opfer von poli­tis­ch­er Ver­fol­gung, von tage­langer Frei­heits­ber­aubung und mas­siv­er Aushe­belung der demokratis­chen Grun­drechte durch Polizei und Staat­san­waltschaft.

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Tarifrunde Einzelhandel – Ein Abschluss der Unzufriedenheit

Tarifrunde Einzelhandel

Ein Abschluss der Unzufriedenheit

Die diesjährige Tar­ifrunde im Einzel­han­del hätte für ein wenig Störung des sozialen Friedens im Land sor­gen kön­nen. Es ging nicht nur um eine Erhöhung der Löhne und Gehäl­ter, son­dern ver.di wollte die Zus­tim­mung des Han­delsver­ban­des für die All­ge­mein­verbindlichkeit der Tar­ifverträge erstre­it­en. Dass dies für die Beschäftigten dringlich ist, kann men­sch an der immer weit­er nach­lassenden Tar­if­bindung erken­nen: im Osten wer­den nur noch ein Drit­tel der Beschäftigten nach Tar­ifver­trag bezahlt und auch im West­en sind es nur noch 45 %.

Helmut Born

Dabei hat­te ver.di offen­sichtlich gehofft, die Unternehmer mit Argu­menten von der Schmutzkonkur­renz überzeu­gen zu kön­nen. Dabei wen­den diese Unternehmer seit Jahren jeden möglichen Trick an, um der Tar­if­bindung zu ent­fliehen. Der schäbig­ste dabei ist, dass der Han­delsver­band seinen Mit­gliedern eine OT (ohne Tarifbindung)-Mitgliedschaft ermöglicht. Ein Unternehmen kann also Mit­glied sein, obwohl es erk­lärt, dass es sich nicht an eine wesentliche Grund­lage des Ver­ban­des hält. Dieses Beispiel zeigt deut­lich, dass ein Großteil der Unternehmer über­haupt keinen Tar­ifver­trag mehr will, das heißt keinen Ein­fluss der Gew­erkschaften im Unternehmen akzep­tiert. Dies ist aber nicht die alleinige Posi­tion der Einzel­han­del­sun­ternehmer, son­dern diese wird auch von den Spitzen­ver­bän­den (BDA und BDI) geteilt.

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Marseille-Kliniken: Engagierte Betriebsräte unerwünscht

Marseille-Kliniken:

Engagierte Betriebsräte unerwünscht

L. M.

Die MK-Kliniken AG betreibt nach eige­nen Angaben 55 Pflegeein­rich­tun­gen und vier Wohnan­la­gen für Betreutes Wohnen und hat rund 4.850 Beschäftigte. Gegrün­det wurde sie von dem Unternehmer Ulrich Mar­seille.
Dass die Kol­legIn­nen der Mar­seille-Kliniken für ein Großun­ternehmen tätig sind, merken sie bei ihrer täglichen Arbeit nicht: Unter den Kliniken find­en sich nur wenige große Ein­rich­tun­gen. Die meis­ten Häuser haben bis zu 200 Beschäftigte. Es sind auch Ein­rich­tun­gen dabei, in denen weniger als 50 Kol­legIn­nen arbeit­en.

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Wer putzt den Pott? Reinigungsbranche

Wer putzt den Pott?

Ausstellung und Veranstaltungsreihe zur Situation von Beschäftigen in der Reinigungsbranche

Wer putzt den Pott“ im Bürg­er­funk
Der Ober­hausen­er Bürg­er­funk strahlt im Vor­feld der Ausstel­lung „Wer putzt den Pott“ mehrere Sendun­gen zum The­ma aus. Alle Sendun­gen begin­nen um 21:04 Uhr.
Radio Ober­hausen (106,2 MHz, Kabel 99,6) oder über das Inter­net, wo weit­ere Infor­ma­tio­nen zu find­en sind (www.werners-magazin.de).

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Wer streikt, kann gewinnen! Streikrecht

Wer streikt, kann gewinnen!

Für die Aufwertung der sozialen Berufe kämpfen – und für das Streikrecht!

K.O.

Die Anforderun­gen an die Beschäftigten in Kitas, in sozialen Bren­npunk­ten, Anlauf- und Beratungsstellen sowie in Behin­dertenein­rich­tun­gen sind stetig gestiegen. Die Anerken­nung ihrer Arbeit und, damit ver­bun­den, ihre Bezahlung, sind es nicht. Anknüpfend an den kraftvollen zehn­wöchi­gen Streik im Jahr 2009 gin­gen die Kol­legIn­nen in der diesjähri­gen Tar­ifrunde selb­st­be­wusst in den Arbeit­skampf. Ziel ist die längst fäl­lige Aufw­er­tung ihrer Arbeit.

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8. März: Internationaler-Frauentag, Arbeit von Frauen aufwerten!

8. März: Internationaler-Frauentag

Arbeit von Frauen aufwerten!

Bei der Beruf­swahl beste­hen die tra­di­tionellen geschlecht­styp­is­chen Unter­schiede weit­er – trotz divers­er Bemühun­gen, sie aufzubrechen. Warum?

Petra Stanius

Noch immer wählt ein Großteil der Mäd­chen einen „Frauen­beruf“ im sozialen Bere­ich bzw. im Dien­stleis­tungssek­tor. Die Jun­gen dage­gen zieht es weit­er­hin in die natur­wis­senschaftlich-math­e­ma­tisch-tech­nis­chen Berufe bzw. in die Indus­trie. Eine Frage geschlechtsspez­i­fisch unter­schiedlich­er Begabun­gen? Hier­für gibt es keinen Beleg. Jedoch existiert eine entsprechende gesellschaftliche Erwartung­shal­tung, die das Selb­st­bild von Män­nern und Frauen erhe­blich bee­in­flusst und sich unter anderem in der Beruf­swahl nieder­schlägt. Durch die eigene Erziehung verin­ner­lichte Rol­len­bilder wer­den von den Eltern auf ihre Kinder über­tra­gen. Ver­gle­ich­bares geschieht in der Kita und in der Schule. Auch in den Medi­en wer­den vorge­blich über­holte geschlecht­spez­i­fis­che Zuschrei­bun­gen weit­er­hin repro­duziert.

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Frauenquote? Ja, bitte!

Frauenquote? Ja, bitte!

Die Frauen­quote ist im Kampf für die völ­lige Gle­ich­stel­lung der Geschlechter uner­lässlich. Diese Mei­n­ung ver­trat die Gew­erkschaf­terin Mar­gret Mönig-Raane1 in ihrem Refer­at auf der ver­di-Frauenkon­ferenz2 in Hagen Anfang Novem­ber entsch­ieden. Der fol­gende Artikel bezieht sich auf ihre dort vertrete­nen The­sen.

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Werne Ein neoliberales Lehrstück

Werne: Haushaltssanierung durch Tarifflucht?

Ein neoliberales Lehrstück

Petra Stanius

Seit März 2014 streiken Beschäftigte des Natur-Sole­bads Werne, um die Betreiberge­sellschaft des Bades zur Anerken­nung des Tar­ifver­trages für den Öffentlichen Dienst (TVöD) zu bewe­gen. Ihr mit langem Atem und viel Engage­ment geführter Arbeit­skampf ist von grund­sät­zlich­er Bedeu­tung für die Beschäftigten von – ins­beson­dere finanzschwachen – Kom­munen.

Die zum Kreis Unna gehörende Stadt Werne hat ca. 30.000 Ein­wohner­In­nen und liegt am Rande des Ruhrge­bi­ets, ca. 25 Kilo­me­ter von Dort­mund ent­fer­nt. Beim städtis­chen Natur-Sole­bad arbeit­en gut 70 Men­schen. Einem Teil von ihnen wird die Bezahlung nach dem TVöD voren­thal­ten. Sie erhal­ten zwis­chen 200 und 700 Euro weniger im Monat für ihre Tätigkeit als ihre Kol­legIn­nen. In allen anderen kom­mu­nalen Bädern wer­den die Beschäftigten nach Tarif bezahlt.

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