Bun­des­wei­ter Akti­ons­tag gegen TTIP und CETA

Bun­des­wei­ter Akti­ons­tag gegen TTIP und CETA

 

E.K.    Demo gegen TTIP und CETA am 17.9.2016 in Koeln. Foto: AvantiO.

Am 17. Sep­tem­ber demons­trier­ten 350.000 Men­schen in sie­ben deut­schen Städ­ten für einen „gerech­ten“ Welt­han­del.
In Köln tra­fen sich ca. 50.000 besorg­te Bür­ger, Glo­ba­li­sie­rungs­geg­ne­rIn­nen und Lin­ke.
Auch Gewerk­schafts­fah­nen und -wes­ten wur­den gese­hen. Lei­der für die­sen Anlass bestür­zend weni­ge, obwohl der DGB und die Ein­zel­ge­werk­schaf­ten zur Demo auf­rie­fen und auch Bus­se orga­ni­sier­ten.

Auch wenn in den ver­schie­de­nen Städ­ten Gewerk­schafts­ver­tre­te­rIn­nen Anspra­chen hiel­ten, die Bri­sanz, die Gefahr, wel­che gera­de die­sen unse­ren Orga­ni­sa­tio­nen droht, ist anschei­nend dort noch nicht so ange­kom­men. Es ist doch abseh­bar, dass die soge­nann­ten Frei­han­dels­ver­trä­ge CETA und TTIP vor allem den Men­schen, wel­che nichts ande­res als ihre Arbeits­kraft haben, beson­ders zuset­zen wer­den. Wer­den doch Gesund­heits­schutz, Arbeits­kämp­fe und über­haupt „zu vie­le“ Rech­te von Beschäf­tig­ten als Han­dels­hin­der­nis­se ange­se­hen.

Aber auch der Attac’sche Ruf nach „gerech­tem Welt­han­del“ ist wohl­feil. Er sug­ge­riert ein Ziel; näm­lich einen gerech­ten Han­del, wel­ches so gar nicht erreicht wer­den will.
Bes­ten­falls wird durch ein Schei­tern von CETA/TTIP das neo­li­be­ra­le Wirt­schafts­sys­tem etwas auf­ge­hübscht.
Aber es kann ja auch sein, dass die­se wun­der­ba­ren Abkom­men Indus­trie und Han­del nicht nur nichts brin­gen, son­dern auch noch eini­ge Ver­hee­run­gen dort anrich­ten. Und dann sind wir wie­der bei uns, den Arbei­te­rin­nen und Arbei­tern, wel­che ja dadurch zuerst – und meist auch als ein­zi­ge – die Fol­gen tra­gen müs­sen.
Also steigt nicht nur Euren Inter­es­sen­ver­tre­te­rIn­nen in Gewerk­schaf­ten und Par­tei­en mal kräf­tig auf die Zehen, son­dern bekommt auch sel­ber mal den Hin­tern hoch. Es ist noch nicht zu spät, denn alle Räder ste­hen still, wenn unser star­ker Arm es will!

aus der Ober­hau­se­ner Bei­la­ge zur Avan­ti 248/249, Oktober/November 2016
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