Karl Marx wird 200 Teil 3 Ein radikaler Demokrat

Karl Marx wird 200 (Teil III)
Ein radikaler Demokrat

Manuel Kellner

Sockel des Marx-Denkmals in Chemnitz. Foto: Avanti².

Sock­el des Marx-Denkmals in Chem­nitz. Foto: Avan­ti².

Von Okto­ber 1842 bis Jan­u­ar 1843 war Marx lei­t­en­der Redak­teur der Rheinis­chen Zeitung. Die Geldge­ber waren bürg­er­liche Lib­erale, doch nun wurde die Rheinis­che  Zeitung radikal demokratisch. Das hieß damals, für eine demokratis­che Repub­lik einzutreten, während rechtere bürg­er­liche Demokrat­en für eine kon­sti­tu­tionelle Monar­chie waren.
In seinen Bemerkun­gen über die neueste preußis­che Zen­surin­struk­tion (MEW 1, S. 3 ff.) kommt Marx zu dem Schluss: „Die eigentliche Radikalkur der Zen­sur wäre ihre Abschaf­fung.“ Das hält ihn nicht davon ab, die königliche Instruk­tion in Preußen kri­tisch zu sezieren und sich über sie lustig zu machen: „Gewiss! Ist die Zen­sur ein­mal eine Notwendigkeit, so ist die freimütige, die lib­erale Zen­sur noch notwendi­ger.“ Ein Zen­suredikt von 1819, das nur pro­vi­sorisch fünf Jahre lang gel­ten sollte, war immer noch in Kraft. Die Instruk­tion ver­hieß aber keine Verbesserung.

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Festveranstaltung aus Anlass des 200. Geburtstags von Karl Marx -6-5-18 in Duisburg

Wir laden ein zu einer Festveranstaltung aus
Anlass des 200. Geburtstags von Karl Marx.

Sonntag, 6. Mai, 11-14 Uhr, im Haus Kontakt, Duisburg, Scharnhorststr. 32.*

Der Veranstaltungsflyer zum Download. Karl Marx wird 200 - Veranstaltung 6.5.18 in Duisburg.

Der Ver­anstal­tungs­fly­er zum Down­load.

Dafür kon­nten wir das renom­mierte Weber-Her­zog-The­ater Berlin gewin­nen.

Nach ein­er kurzen Fes­trede von Thomas Keuer, Gew­erkschaftssekretär ver.di-Bezirk Duis­burg-Nieder­rhein, bringt es das Musik­the­ater­stück „Frau Kap­i­tal und Dr. Marx“ auf die Bühne. In anschaulich­er und unter­halt­samer Form wer­den wesentliche Inhalte des Marx’schen Hauptwerks „Das Kap­i­tal“, Band 1 präsen­tiert.

Von dessen Urauf­führung schrieb die West­deutsche Zeitung begeistert:„Amüsant wurde es im Anschluss mit der Büh­nen-Aufar­beitung der Marxschen The­sen durch ‚Frau Kap­i­tal und Dr. Marx‘. Christof Her­zogs Musik im Stil von Kurt Weill begleit­ete Chan­sons und freche Dialoge, bei denen Christa Weber aufge­donnert als Kap­i­tal­istin von ‚Dr. Marx‘ gnaden­los ent­larvt wurde. ‚Seit 200 Jahren kommst Du mir in die Quere‘, giftete die mit Gold behängte Kap­i­tal­istin den Mann an, der die Welt verän­derte. Schar­fzüngiges poli­tis­ches Kabarett, das einen eben­so anspruchsvollen wie unter­halt­samen Nach­mit­tag abschloss.“ (WZ vom 29.1.18)

Ein­trittskarten (5 € - ermäßigt 2 €) sind ab sofort bei den Ver­anstal­tern und in den Geschäftsstellen der LINKEN in Duis­burg und Ober­hausen erhältlich.

An der Tageskasse kostet der Ein­tritt 8 €. Bei Bedarf wird Kinder­be­treu­ung ange­boten.

eMail:
Marx-in-Marxloh ät online.de. Mobil: 0151-14 27 49 34

Es laden ein:
Marx in Marxloh - Deutsch­er Frei­denkerver­band NRW • Marx-Engels- Stiftung • DIE LINKE Ober­hausen • DIE LINKE Duis­burg • DKP Mül­heim-Ober­hausen DKP Duis­burg • Friedens­fo­rum Duis­burg • VVN-BdA Duis­burg • ISO Ober­hausen • Net­zw­erk gegen Rechts • Rosa-Lux­em­burg-Club Duis­burg

* Wegbeschrei­bung zum Haus Kon­takt, mit ÖPNV:

Ab Duis­burg Hbf. mit der Tram Lin­ie 901 Rich­tung Ober­marxloh – nach 3 Hal­testellen Lan­desarchiv NRW aussteigen; von dort sind es noch 350m = 4 Gehmin. Fußweg Rich­tung Ruhrort – am Mah­n­mal der erschla­ge­nen Gew­erkschafter auf der Ruhrorter Straße vor­bei – links in die Scharn­horststraße, dieser auch beim Abknick­en fol­gen.

V.i.S.d.P.: Edith Fröse, Jugend- und Kulturzentrum, Duisburg, Kaiser-Wilhelm-Str. 284

Gesellschaftlicher Klimawandel Repression statt Integration

Gesellschaftlicher Klimawandel:
Repression statt Integration

Der Abbau demokratis­ch­er und sozialer Rechte hat in Deutsch­land auf ver­schiede­nen Ebe­nen stattge­fun­den. Er bet­rifft das Demon­stra­tionsrecht, aber auch das Streikrecht und das Sozial­recht und zeigt sich im Aus­bau des Überwachungsstaats (1). Und es wer­den immer neue repres­sive Maß­nah­men für erforder­lich erk­lärt und einge­führt. Warum?

Petra Stanius

Heute, wo die Schere zwis­chen arm und reich weit auseinan­der geht, die Herrschen­den den über­großen Teil des von ihnen nicht geschaf­fe­nen Reich­tums für sich beanspruchen und manch­er den eige­nen Wohl­stand bedro­ht sieht durch Men­schen, die um ihre nack­te Exis­tenz kämpfen.
In ein­er Zeit, in der an Jugendzen­tren, Freizeit- und Bil­dungsange­boten für junge Men­schen ges­part wird.
In der die Kinder­erziehung, die Pflege von Kranken und Alten und all­ge­mein das Sich-Küm­mern um men­schliche Bedürfnisse als öffentliche Auf­gaben gestrichen und in zunehmend über­forderte Fam­i­lien ver­lagert wer­den.

In ein­er Zeit, in der es nicht selb­stver­ständlich ist, dass zur Würde des Men­schen unter anderem auch ein entsprechen­des Auskom­men, eine men­schen­würdi­ge Woh­nung – und Wertschätzung gehören.
In der es im Gegen­teil nicht ein­mal den gesellschaftlichen Anspruch gibt, dass Arbeit­seinkom­men zum Leben reichen muss.
Wo es darauf hin­aus läuft, dass ein Drit­tel der Bevölkerung dauer­haft aus­ge­gren­zt, vom gesellschaftlichen Leben aus­geschlossen und let­ztlich als über­flüs­sig abgeschrieben wird.

Wo Angst, Wut und die Wahrnehmung von Ungerechtigkeit wach­sen.
Wo es zunehmend Gründe für immer mehr Men­schen gäbe zu protestieren, sich zu wehren, zu streiken.
Wo von der herrschen­den Poli­tik gle­ichzeit­ig immer weniger Wert gelegt wird auf Inte­gra­tion.
Und Mit­tel zusam­mengestrichen wer­den für Präven­tion.

Heute, wo also auch in Deutsch­land nicht mehr – wie in der ange­blich so erstrebenswerten und der Ver­gan­gen­heit ange­hören­den „Sozialen Mark­twirtschaft“ – von den Kap­i­taleign­ern mit Hil­fe von Geld Zus­tim­mung für die kap­i­tal­is­tis­chen Ver­hält­nisse hergestellt wird.
Da find­et ein gesellschaftlich­er Wan­del statt, hin zur Repres­sion: zur Sicherung der herrschen­den Ord­nung mit Hil­fe von staatlich­er Überwachung, Dro­hung und Gewalt.
Er zeigt sich in Rufen nach Bewaffnung für Kom­mu­nale Ord­nungs­di­en­ste, nach Aufrüs­tung der Polizei und noch mehr noch schär­fen Geset­zen, die die Mei­n­ungsäußerung regle­men­tieren.
Er äußert sich in ausufer­n­der Gewalt von „Sicher­heit­skräften“ wie bei G20 bei gle­ichzeit­iger Krim­i­nal­isierung von Protesten und wider­ständi­ger, namentlich link­er, Gesin­nung. Die jüng­sten Durch­suchun­gen bei G20-Geg­ner­In­nen, eben weil gegen sie gar nichts strafrechtlich Rel­e­vantes vor­liegt, sind ein Beispiel dafür.

(1) Siehe auch die Aus­gaben Sep­tem­ber sowie Oktober/November der Avan­ti O.

aus der Oberhausener Beilage zur Avanti, Dezember 2017

Big Data oder Wir brauchen eine Willkommenskultur für Datensammler

Scherz, Satire, Wahnsinn und Big Data

oder

Wir brauchen eine Willkommenskultur für Datensammler

Ernst Kochanowski BDSG 3A - Datensammler

Mut­ti Merkel auf dem IT-Gipfel am Don­ner­stag, den 17.11.2016 in Saar­brück­en: „Denn das Prinzip der Datensparsamkeit, wie wir es vor vie­len Jahren hat­ten, kann heute nicht die generelle Leitschnur sein für die Entwick­lung neuer Pro­duk­te.“
Am Son­ntag, den 27.11. 2016 fie­len ca. 900.000 Router der Telekom einem Hack­eran­griff zum Opfer und wur­den lah­mgelegt.
Was haben diese bei­den Ereignisse gemein­sam?

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Bundesweiter Aktionstag gegen TTIP und CETA

Bundesweiter Aktionstag gegen TTIP und CETA

 

E.K.    Demo gegen TTIP und CETA am 17.9.2016 in Koeln. Foto: AvantiO.

Am 17. Sep­tem­ber demon­stri­erten 350.000 Men­schen in sieben deutschen Städten für einen „gerecht­en“ Welthandel.
In Köln trafen sich ca. 50.000 besorgte Bürg­er, Glob­al­isierungs­geg­ner­In­nen und Linke.
Auch Gew­erkschafts­fah­nen und -west­en wur­den gese­hen. Lei­der für diesen Anlass bestürzend wenige, obwohl der DGB und die Einzel­gew­erkschaften zur Demo aufriefen und auch Busse organ­isierten.

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Solidarität statt Konkurrenz! 1. Mai 2016

Solidarität statt Konkurrenz!

R.O.

Demonstration zum internationalen Tag der Arbeit in Oberhausen, 1. Mai 2016, Solidarität, Foto: Avanti O,

Demon­stra­tion zum inter­na­tionalen Tag der Arbeit in Ober­hausen, 1. Mai 2016, Foto: Avan­tiO.

Am ersten inter­na­tionalen Kampf­tag der Arbei­t­erIn­nen­be­we­gung, dem 1. Mai 1890, fan­den weltweit in zahlre­ichen Städten Massendemon­stra­tio­nen und Massen­streiks statt, mit denen die Beschäftigten ihrer Forderung nach Arbeit­szeitverkürzung Nach­druck ver­liehen.
Nach jahrzehn­te­langem entschlossen­em Kampf wurde im Jahr 1918 der Acht-Stun­den-Tag für gewerbliche Arbei­t­erIn­nen auch in Deutsch­land geset­zlich vorgeschrieben.

Die Verkürzung der täglichen Arbeit­szeit ist eine der Errun­gen­schaften, die im 19. und 20. Jahrhun­dert durch eine starke, inter­na­tionale Arbei­t­erIn­nen­be­we­gung erstrit­ten wur­den.

Im 21. Jahrhun­dert wer­den die erkämpften poli­tis­chen und sozialen Rechte der Beschäftigten nun unter dem Vor­wand der Krisen­lö­sung scheibchen­weise wieder abge­baut.
Der 1. Mai 2016 stand unter dem Mot­to „Zeit für mehr Sol­i­dar­ität“. Tat­säch­lich ist Sol­i­dar­ität die wichtig­ste Waffe, die wir haben, um uns gegen diese Entrech­tung zu wehren:

Eine bre­ite außer­par­la­men­tarische inter­na­tionale Bewe­gung kön­nte der derzeit fast ungestört betriebe­nen Umverteilung von unten nach oben etwas ent­ge­gen set­zen.

Auf Seite 2 dieser Aus­gabe der Avan­ti O. doku­men­tieren wir das Flug­blatt, das der RSB in Ober­hausen bei der diesjähri­gen Mai-Kundge­bung verteilt hat.

aus der Oberhausener Beilage zur Avanti 244, Mai 2016

Seminar „Strategie und Taktik – was soll das?“ Wochenendseminar des RSB Rhein-Neckar

Seminar „Strategie und Taktik – was soll das?“

Wochenendseminar des RSB Rhein-Neckar

(23.04.-24.04.2016 in Mannheim)

Der glob­ale Kap­i­tal­is­mus set­zt „erfol­gre­ich“ und rück­sicht­s­los sein zen­trales Ziel der Prof­it­max­imierung um. Koste es, was es wolle.

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Unsere Gesundheit ist mehr wert als ihre Profite! Offene RSB-Tagung am 29. November 2014 in Mannheim

Unsere Gesundheit ist mehr wert als ihre Profite!

Offene RSB-Tagung am 29. November 2014 in Mannheim

Im Rah­men dieser Tagung wollen wir uns nicht nur mit Ursachen und Fol­gen von arbeits­be­d­ingten Erkrankun­gen auseinan­der­set­zen, son­dern auch über Ansätze zur betrieblichen und gew­erkschaftlichen Gegen­wehr informieren und disku­tieren. Alle Inter­essierten sind her­zlich ein­ge­laden!

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Der Wahnsinn hat Methode - Entenhausen oder der gemeine Kapitalismus

Der Wahnsinn hat Methode

Entenhausen oder der gemeine Kapitalismus

Wer ken­nt Dagob­ert Duck nicht? Die stinkre­iche Fig­ur aus dem Com­ic, die sprich­wörtlich im Geld badet? Mit­tler­weile hat die Real­ität die Karikatur von Enten­hausen weit über­holt.

Es ist kein Geheim­nis. Die soziale Kluft ist weltweit und ger­ade auch in Deutsch­land riesig. Den­noch ist der Prozess der Umverteilung von unten nach oben keineswegs gestoppt. Im Gegen­teil – die Herrschen­den und ihre Poli­tik­erIn­nen beschle­u­ni­gen ihn skru­pel­los weit­er. Wer sind die Herrschen­den? Nach den zur Ver­fü­gung ste­hen­den Infor­ma­tio­nen kon­trol­lieren 147 transna­tionale Konz­erne die Weltwirtschaft. Rund 1.400 Mil­liardärsclans sind die eigentlichen Beherrsch­er dieser Wirtschaft­macht.

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