ALSTOM / GE Ruhe vor dem Sturm?

ALSTOM / GE

Ruhe vor dem Sturm?

H.N.

Anfang 2015 will Gen­er­al Elec­tric (GE) die kon­ven­tionelle Kraftwerkss­parte von ALSTOM übernehmen. Hin­ter den Kulis­sen laufen die Vor­bere­itun­gen zum Eigen­tümer­wech­sel auf Hoch­touren.

Für die Kol­legIn­nen bei ALSTOM und ihre Inter­essen­vertre­tun­gen heißt das nichts weniger, als sich auf weit­ere und noch härtere Auseinan­der­set­zun­gen als bish­er einzustellen. GE gilt seit den Zeit­en des berühmt-berüchtigten Ober­boss­es Jack Welch nicht zu Unrecht als kap­i­tal­is­tis­ch­er Musterkonz­ern. Betrieb­sräte, Gew­erkschaften und Tar­ifverträge gel­ten in der GE-Welt als Prof­it­brem­sen. Es ist damit zu rech­nen, dass GE die von ALSTOM erwor­be­nen Unternehmen­steile ein­er Gewin­n­max­imierung nach „Art des Haus­es“ unter­w­er­fen wird. Ein per­ma­nen­ter konz­ern­in­tern­er Struk­tur­wan­del dient der Per­fek­tion­ierung der „Dik­tatur der Zahlen“. Ihr liegt eine ein­fache Strate­gie für die einzel­nen Geschäfts­bere­iche zugrunde: Repari­eren, Verkaufen oder Schließen („Fix it, sell it or close it“). Nach zwei Jahren wer­den Sek­toren geschlossen oder verkauft, wenn sie nicht die vorgegeben Prof­ite erre­ichen. Vor weni­gen Wochen hat GE deshalb seine tra­di­tionelle Haushalts­gerätes­parte abgeben.

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