Ausstellung der Arm der Bewegung die AfD

Ausstellung:
Der Arm der Bewegung

Die »Alternative für Deutschland«

Die AfD als Partei der rechten Bewegung 

Flyer zur Ausstellung

Fly­er zur Ausstel­lung

Die AfD ist keine Alternative - auch nicht für Oberhausen

Auch in Ober­hausen mehren sich die Zeichen öffentlich geäußerten recht­en Gedankengutes durch Schmier­ereien und Aufk­le­ber auf Fas­saden und Fen­ster von Grup­pen und Per­so­n­en, von denen bekan­nt ist, dass sie sich aktiv gegen Ras­sis­mus, Frem­den­feindlichkeit, Recht­spop­ulis­mus, Neo-Faschis­mus und Men­schen­ver­ach­tung ein­set­zen. Die AfD ist auf dem Weg der par­la­men­tarische „Arm der Bewe­gung“ zu wer­den, in den Kom­munen, den Land­ta­gen und nun auch im Bun­destag. Nie­mand soll sagen kön­nen, man habe es nicht gewusst, was sich da zur Wahl stellt.

Die Ausstel­lung will die AfD dahin stellen, wo sie herkommt und auch hinge­hört: an den äußer­sten recht­en Rand des poli­tis­chen Spek­trums. Die AfD ist die Partei des organ­isierten Ras­sis­mus. Mit ange­blichen Fak­ten aus dem völkisch-nation­al­is­tis­chen Milieu, ver­packt in „volksnahe“/populistische Sprache, sollen Wäh­lerin­nen und Wäh­ler gewon­nen wer­den.

Den vielfälti­gen außer­par­la­men­tarischen und par­la­men­tarischen Angrif­f­en vom äußer­sten recht­en Rand muss entsch­ieden ent­ge­gen getreten wer­den. Mit der Präsen­ta­tion der Ausstel­lung „Der Arm der Bewe­gung“ wollen wir einen Beitrag dazu leis­ten.

Foto aus der AusstellungSollte noch bei der Grün­dung der AfD ver­hin­dert wer­den, dass sie eine „NPD-light“ wird, zeigt sie im Laufe ihrer kurzen Geschichte immer unver­hüll­ter ihr wahres Gesicht. Men­schen sollen entsorgt, an den deutschen Staats­gren­zen erschossen wer­den. Die deutsche Ver­gan­gen­heit soll wieder aufer­ste­hen, ohne ein Mah­n­mal der Schande. Die deut­lichen Worte fall­en auf frucht­baren Boden. 

Die sich ver­fes­ti­gen­den AfD-Wahler­fol­gen der let­zten Jahre zeigen deut­lich, dass das extrem rechte Wäh­ler­po­ten­tial von 15% bis 20 % in der Bun­desre­pub­lik, seit Anfang der 1980er Jahre in immer neuen Unter­suchun­gen belegt, die Argu­mente erfreut auf­greift.
2017 sorgten die von Petry gerufe­nen Geis­ter um Höcke und Gauland dafür, dass Deutsch­land das bekommt, was in vie­len europäis­chen Län­dern bere­its All­t­ag ist. Doch Deutsch­land ist nicht nur das Land der his­torischen Haupt­täter, son­dern heute ökonomisch, poli­tisch und in Zukun­ft vielle­icht auch mil­itärisch die führende Macht Europas. Die Vorstel­lung, dass dieses Deutsch­land von ein­er AfD mitregiert wer­den kön­nte, ist unerträglich. […]

Die Ausstel­lung „Der Arm der Bewe­gung“ beschreibt und kri­tisiert die sich aus den Wider­sprüchen der AfD ergebende Dynamik und ins­beson­dere die Beziehun­gen der Partei, ihrer Funk­tionäre und Mit­glieder in eine bre­ite völkische Bewe­gung in Deutsch­land, die nicht nur zufäl­lig ist.

Die Ausstellung ist vom Dienstag 19. September 2017 bis zum Freitag 29. September 2017 zu sehen im Cafe Klatsch auf der Elsässer Strasse 17-19, 46045 Oberhausen.

Die Ausstel­lung wurde von der VVN-BDA konzip­iert und wird in Ober­hausen gezeigt von der Ini­tia­tive gegen Rechts (IgR) in Koop­er­a­tion mit dem antifaschis­tis­chen Bünd­nis Ober­hausen für Tol­er­anz und Demokratie.

 

USA-Es ist an der Zeit dem rechten Terror vereint entgegenzutreten!

USA:
«Es ist an der Zeit dem rechten Terror vereint entgegenzutreten!»

Die tödlichen Angriffe von Recht­sex­tremen auf linke Gegendemonstrant*innen am Sam­stag, 12. August 2017 in Char­lottesville haben weltweit Empörung und Proteste her­vorgerufen. Wir veröf­fentlichen hier das State­ment der Inter­na­tion­al Social­ist Orga­ni­za­tion (ISO), die an den Gegen­protesten beteiligt war und sich bemüht, die kom­menden Auf­gaben der Linken im Kampf gegen die extreme Rechte zu skizzieren.

Über­set­zung und Unter­ti­tel durch BFS Jugend Zürich.

Von Inter­na­tion­al Social­ist Orga­ni­za­tion; aus socialistworker.org

 

Die Maske der schein­bar neuen „Alt-Right“-Bewegung wurde abgeris­sen und es zeigte sich die bekan­nte furcht­bare Fratze des Faschis­mus, von dem die meis­ten Leute dacht­en, er sei bloss ein Relikt der Geschichte. Bei den Demon­stra­tio­nen des let­zten Woch­enen­des unter dem Namen „Unite the Right“ in Char­lottesville [1], Vir­gina, ging es nie um die vorgeschobene Vertei­di­gung der freien Mei­n­ungsäusserung, son­dern darum, für eine Stat­ue der Kon­föderierten einzutreten. Die Ver­anstal­ter hiessen offene Nazis willkom­men, welche die Strassen von Char­lottesville durch­strichen und nach poten­tiellen Angriff­szie­len sucht­en und schliesslich in ein­er Ter­ro­rat­tacke mit einem Auto in friedliche Demonstrant*innen fuhren, wobei die 32-jährige lokale Aktivistin Heather Hey­er getötet und dutzende weit­ere zum Teil schw­er ver­let­zt wur­den. Die wütende Antwort auf den Naziter­ror in Char­lottesville kam sofort und äusserte sich in kämpferischen Protesten und Mah­nwachen in hun­derten Städten und ein­er von über­all her kom­menden Verurteilung der ras­sis­tis­chen Gewalt. Von über­all, auss­er von Don­ald Trumps Weis­sem Haus.

Eine starke Antwort der Linken ist gefragt

Dies ist ein entschei­den­der Moment. „Wird diese offene Zurschaustel­lung des Ras­sis­mus die extreme Rechte wieder an den Rand der Poli­tik drän­gen, oder zur weit­eren Nor­mal­isierung der Bewe­gung beitra­gen und sie so zum fes­ten Bestandteil der nationalen Debat­te wer­den lassen?“, fragte die New York Times. [2] Die Antwort darauf hängt von den Mil­lio­nen ab, die in klar­er Oppo­si­tion zu Trump und der Recht­en ste­hen. Ihre Reak­tion in den näch­sten Wochen und Monat­en wird entschei­dend sein.

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Nazi-Aufmärsche in Oberhausen: Hunderte protestierten

Nazi-Aufmärsche in Oberhausen:

Hunderte protestierten gegen die
Hetze der „Bürger gegen Politikwahnsinn“

 

Gegenkundgebung 28.9.2016 auf dem Altmarkt in Oberhausen gegen den Aufmarsch der "Bürger gegen Politikwahnsinn". Nazi-Aufmärsche Foto: ACW

R.J.

Einge hun­dert AntifaschistIn­nen protestierten am 28. Sep­tem­ber auf dem Alt­markt gegen die erste Kundge­bung der „Bürg­er gegen Poli­tik­wahnsinn“ in Ober­hausen; ein­er Grup­pierung, die ein Sam­mel­beck­en für Hogesa, NPD und weit­ere ras­sis­tis­che und faschis­tis­che Grup­pen ist. Sie beken­nen sich auch offen dazu, Nazis zu sein. Nach ein­er Kundge­bung mit ras­sis­tis­ch­er Het­ze und Sozialdem­a­gogie kon­nten die Teil­nehmerIn­nen dann unter dem Schutz der massen­haft anwe­senden Ord­nungs­macht auch noch durch Teile der Ober­hausen­er Innen­stadt marschieren und ein­deutig volksver­het­zende Parolen gröhlen.

An diesem Tag haben wir AntifaschIn­nen durch unser zahlen­mäßig starkes Auftreten und unsere Laut­stärke dafür gesorgt, dass von der Kundge­bung der Nazis nicht viel wahrzunehmen war. Kurz danach hat­ten diese erk­lärt, dass sie nun ein­mal im Monat eine solche Ver­anstal­tung in Ober­hausen abhal­ten wollen. Set­zen wir ihrer Het­ze auch in Zukun­ft deut­liche Zeichen von inter­na­tionaler Sol­i­dar­ität ent­ge­gen!

Keinen Fußbre­it den Faschis­ten!

aus der Oberhausener Beilage zur Avanti 248/249, Oktober/November 2016