Veranstaltungsreihe Revolution, Revolution! in Oberhausen 12-6-2018

Veranstaltungsreihe „Revolution, Revolution!“
in Oberhausen

Zwischen Romantik, Revolution und Reaktion
Ein Liederabend

Veranstaltungsflyer zum Download. 12.6.2018 in Oberhausen.

Ver­anstal­tungs­fly­er zum Down­load.

Dien­stag, 12.06.2018 
um 19:00 Uhr
in der
Fab­rik K 14
Lothringer Str. 64,
46045 Ober­hausen

Im Rah­men der Ver­anstal­tungsrei­he „Rev­o­lu­tion, Rev­o­lu­tion“ bieten der His­torische Vere­in Ober­hausen Ost e.V. gemein­sam mit Paroli e.V. einen Lieder­abend anlässlich der Deutschen Rev­o­lu­tion 1848 und dem 200. Geburt­stag von Karl Marx an.

Rain­er und Stephan spie­len Lieder von Fer­di­nand Freiligrath, Friedrich Heck­er und vie­len anderen.

Beglei­t­end mod­eriert Klaus Ober­schewen und liefert Ein­blick in den his­torischen Kon­text.

Ein­tritt frei.

Deutsche Revolution 1848/49 – Was hat das mit heute zu tun?

Deutsche Revolution 1848/49
Was hat das mit heute zu tun?

Am 17. April fand im K14 mit Manuel Kellner die Auftaktveranstaltung zur Reihe „Revolution, Revolution!“ statt.

P. S. / M. K.

Die Ver­anstal­tungsrei­he wird vom Ober­hausen­er Bünd­nis „Rot­er Oktober“(1) getra­gen. Die erste Ver­anstal­tung hat­te die Deutsche Rev­o­lu­tion zum The­ma.
Manuel Kell­ner beschrieb die poli­tis­che Sit­u­a­tion in der Zeit des Vor­märz und berichtete, wie es zur rev­o­lu­tionären Entwick­lung in Deutsch­land kam. Die zunehmende Indus­tri­al­isierung und die bedrück­ende soziale Lage der Arbei­t­erIn­nen spiel­ten hier­bei eine wichtige Rolle. Aus­lös­er für die Erhe­bung im März 1848 in Deutsch­land war dann die Feb­ru­ar­rev­o­lu­tion in Frankre­ich. Manuel Kell­ner schilderte die Ereignisse in den Jahren 1848/49 und erläuterte, welche Kräfte mit welchen Inter­essen beteiligt waren.
Ein Schw­er­punkt seines Vor­trags lag darauf, wie sich Karl Marx in der Deutschen Rev­o­lu­tion posi­tion­ierte. Im Feb­ru­ar 1848 hat­te er gemein­sam mit Friedrich Engels das Kom­mu­nis­tis­che Man­i­fest her­aus­gegeben. Den­noch schloss sich Marx den demokratis­chen Kräften an, um das Bürg­er­tum an die Macht zu brin­gen. Erst im Rück­blick zog er den Schluss, dass das Pro­le­tari­at damit zur Geisel der­jeni­gen wurde, die die Rev­o­lu­tion been­den woll­ten, sobald sie darin eine Gefährdung des Pri­vateigen­tums und damit ihrer Priv­i­legien sahen.

Zum Nach­le­sen
Manuel Kell­ner nan­nte während seines Vor­trags ver­schiedene Texte, auf die er sich bezog:
So auf Artikel von Marx und Engels in der Neuen Rheinis­chen Zeitung, “Organ der Demokratie”, die sich in den Bän­den 5 und 6 der Marx-Engels-Werke (MEW) find­en.
Die „Forderun­gen der Kom­mu­nis­tis­chen Partei“ vom März 1848 sind im MEW-Band 5 auf den Seit­en 3 bis 5 abge­druckt, geze­ich­net von Karl Marx, Karl Schap­per, H. Bauer, F. Engels, J. Moll und W. Wolff. Dieser Text zeigt, dass Marx und Engels diese Rev­o­lu­tion als bürg­er­liche Rev­o­lu­tion ver­standen, wobei Kom­mu­nis­ten und Arbeit­erk­lasse den linken Flügel des radikal-demokratis­chen Klein­bürg­er­tums unter­stützten. (Was sie nicht hin­derte, die Verge­sellschaf­tung des Trans­port- und Banken­we­sens zu fordern.)
In MEW 7 find­et sich auf den Seit­en 244 bis 254 die „Ansprache der Zen­tral­be­hörde an den Bund“ vom März 1850 von Marx und Engels, wo sie rück­blick­end auf die Rev­o­lu­tion von 1848/49 zwei Schlussfol­gerun­gen ziehen:
a) Unab­hängige Organ­isierung und selb­ständi­ges poli­tis­ches Auftreten der Arbeit­erk­lasse und b) „Rev­o­lu­tion in Per­ma­nenz“, bis alle mehr oder weniger besitzen­den Klassen von der Macht ver­drängt sind.
Fer­di­nand Las­salle und Ste­fan Born hat­ten übri­gens, was den Punkt a) bet­rifft, bere­its 1848 bzw. 1849 diese Schlussfol­gerun­gen gezo­gen. Was den Punkt b) bet­rifft, allerd­ings nicht.
Die Frage, mit wem und ent­lang welch­er Forderun­gen wir als Linke und Ange­hörige der arbei­t­en­den Klasse Bünd­nisse schließen, ist heute nicht min­der aktuell. Das gle­iche gilt für die strate­gis­che Frage, wie es gelin­gen kann „alle Ver­hält­nisse umzuw­er­fen, in denen der Men­sch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein ver­lassenes, ein verächtlich­es Wesen ist“ (2).

Fußnoten
(1) Am Bünd­nis „Rot­er Okto­ber“ sind beteiligt: DIE LINKE.OB, DKP OB/MH, His­torisch­er Vere­in OB-Ost e.V., ISO OB & Fre­undIn­nen, Paroli e.V., Rosa-Lux­em­burg-Club OB und weit­ere nicht genan­nte Einzelper­so­n­en.
(2) Karl Marx, Kri­tik der Hegelschen Recht­sphiloso­phie, MEW 1, 385.

Lit­er­a­turempfehlun­gen
Hans-Ulrich Wehler: Deutsche Gesellschafts­geschichte. Zweit­er Band: Von der Refor­mära bis zur indus­triellen und poli­tis­chen „Deutschen Dop­pel­rev­o­lu­tion“ 1815–1845/1849. C. H. Beck, München 1987
Deutsche Geschichte, Band 4: Die bürg­er­liche Umwälzung von 1789 bis 1871, Köln 1984 (Pahl Rugen­stein), S. 282 ff

aus der Oberhausener Beilage zur Avanti, April/Mai 2018

Festveranstaltung aus Anlass des 200. Geburtstags von Karl Marx -6-5-18 in Duisburg

Wir laden ein zu einer Festveranstaltung aus
Anlass des 200. Geburtstags von Karl Marx.

Sonntag, 6. Mai, 11-14 Uhr, im Haus Kontakt, Duisburg, Scharnhorststr. 32.*

Der Veranstaltungsflyer zum Download. Karl Marx wird 200 - Veranstaltung 6.5.18 in Duisburg.

Der Ver­anstal­tungs­fly­er zum Down­load.

Dafür kon­nten wir das renom­mierte Weber-Her­zog-The­ater Berlin gewin­nen.

Nach ein­er kurzen Fes­trede von Thomas Keuer, Gew­erkschaftssekretär ver.di-Bezirk Duis­burg-Nieder­rhein, bringt es das Musik­the­ater­stück „Frau Kap­i­tal und Dr. Marx“ auf die Bühne. In anschaulich­er und unter­halt­samer Form wer­den wesentliche Inhalte des Marx’schen Hauptwerks „Das Kap­i­tal“, Band 1 präsen­tiert.

Von dessen Urauf­führung schrieb die West­deutsche Zeitung begeistert:„Amüsant wurde es im Anschluss mit der Büh­nen-Aufar­beitung der Marxschen The­sen durch ‚Frau Kap­i­tal und Dr. Marx‘. Christof Her­zogs Musik im Stil von Kurt Weill begleit­ete Chan­sons und freche Dialoge, bei denen Christa Weber aufge­donnert als Kap­i­tal­istin von ‚Dr. Marx‘ gnaden­los ent­larvt wurde. ‚Seit 200 Jahren kommst Du mir in die Quere‘, giftete die mit Gold behängte Kap­i­tal­istin den Mann an, der die Welt verän­derte. Schar­fzüngiges poli­tis­ches Kabarett, das einen eben­so anspruchsvollen wie unter­halt­samen Nach­mit­tag abschloss.“ (WZ vom 29.1.18)

Ein­trittskarten (5 € - ermäßigt 2 €) sind ab sofort bei den Ver­anstal­tern und in den Geschäftsstellen der LINKEN in Duis­burg und Ober­hausen erhältlich.

An der Tageskasse kostet der Ein­tritt 8 €. Bei Bedarf wird Kinder­be­treu­ung ange­boten.

eMail:
Marx-in-Marxloh ät online.de. Mobil: 0151-14 27 49 34

Es laden ein:
Marx in Marxloh - Deutsch­er Frei­denkerver­band NRW • Marx-Engels- Stiftung • DIE LINKE Ober­hausen • DIE LINKE Duis­burg • DKP Mül­heim-Ober­hausen DKP Duis­burg • Friedens­fo­rum Duis­burg • VVN-BdA Duis­burg • ISO Ober­hausen • Net­zw­erk gegen Rechts • Rosa-Lux­em­burg-Club Duis­burg

* Wegbeschrei­bung zum Haus Kon­takt, mit ÖPNV:

Ab Duis­burg Hbf. mit der Tram Lin­ie 901 Rich­tung Ober­marxloh – nach 3 Hal­testellen Lan­desarchiv NRW aussteigen; von dort sind es noch 350m = 4 Gehmin. Fußweg Rich­tung Ruhrort – am Mah­n­mal der erschla­ge­nen Gew­erkschafter auf der Ruhrorter Straße vor­bei – links in die Scharn­horststraße, dieser auch beim Abknick­en fol­gen.

V.i.S.d.P.: Edith Fröse, Jugend- und Kulturzentrum, Duisburg, Kaiser-Wilhelm-Str. 284

Veranstaltungsreihe „Revolution, Revolution!“ in Oberhausen Auftaktveranstaltung mit Dr. Manuel Kellner 17-04-2018

Veranstaltungsreihe „Revolution, Revolution!“
in Oberhausen

Auftaktveranstaltung mit Dr. Manuel Kellner:
Deutsche Revolution 1848/49 – Was hat das mit heute zu tun?

Dienstag, 17. April 2018, 19:00 Uhr
Fabrik K14, Lothringer Str. 64, 46045 Oberhausen.

Veranstaltungsreihe „Revolution, Revolution!“ in Oberhausen Auftaktveranstaltung mit Dr. Manuel Kellner am 17.04.2018 in Oberhausen.

Ver­anstal­tungs­fly­er zum Down­load.

In diesem Jahr wird das Bünd­nis „Rot­er Okto­ber“, das 2017 die Ver­anstal­tungsrei­he zur Rus­sis­chen Rev­o­lu­tion organ­isiert hat, in Ober­hausen erneut eine  Ver­anstal­tungsrei­he durch­führen: 2018 würde Karl Marx seinen 200. Geburt­stag feiern. Bert Brecht würde 120 Jahre alt. Die Märzrev­o­lu­tion 1848 jährt sich zum 170. Mal. Die Novem­ber­rev­o­lu­tion 1918 wird 100. Und der geschicht­strächtige Mai 1968 hat 50-jähriges Jubiläum.

Die neue Rei­he „Rev­o­lu­tion, Rev­o­lu­tion!“ begin­nt mit der Infor­ma­tions- und Diskus­sionsver­anstal­tung zur Deutschen Rev­o­lu­tion mit Manuel Kell­ner am 17.04.2018:

Die Ziele der deutschen Rev­o­lu­tion 1848/49 waren Demokratie, nationale Ein­heit und Unab­hängigkeit von den in der „Heili­gen Allianz“ zusam­mengeschlosse­nen Fürsten­häusern. Die Rev­o­lu­tion erzwang zunächst die „Märzk­abi­nette“, die dem lib­eralen Bürg­er­tum Zugeständ­nisse macht­en sowie die Wahl ein­er ver­fas­sunggeben­den Ver­samm­lung, die am 18. Mai 1848 in der Frank­furter Paulskirche zusam­men­trat. Die führende Rolle hat­ten dort die bürg­er­lich-lib­eralen Kräfte, die für eine kon­sti­tu­tionelle Monar­chie ein­trat­en. Die linke Min­der­heit war radikal demokratisch, näm­lich für eine par­la­men­tarisch-demokratis­che Republik.Als die Rev­o­lu­tion auf dem absteigen­den Ast war, schlug der preußis­che König die ihm von der „Paulskirche“ ange­tra­gene Kaiserkro­ne aus. Preußis­che und öster­re­ichis­che Trup­pen schlu­gen die Rev­o­lu­tion nieder.

Karl Marx zog die Bilanz, dass die Arbei­t­erIn­nen­klasse beim näch­sten Anlauf unab­hängig vom demokratis­chen Klein­bürg­er­tum auftreten müsse – zugun­sten ein­er „Rev­o­lu­tion in Per­ma­nenz“, bis alle mehr oder weniger besitzen­den Klassen von der Macht ver­drängt sind. Dr. Manuel Kell­ner, Jahrgang 1955, ist Mit­glied der ISO (Vierte Inter­na­tionale) und der Partei Die Linke sowie der IG Met­all. Er ist Redak­teur der Sozial­is­tis­chen Zeitung (SoZ).