September 1917 Kurs auf den bewaffneten Aufstand?

September 1917

Kurs auf den bewaffneten Aufstand?

Manuel Kellner

Kundgebung der Arbeiter- und Soldatenräte auf dem Verkündigungsplatz in Nischni Nowgorod. Oktober 1917. Foto: Wikipedia, Gemeinfrei.

Kundge­bung der Arbeit­er- und Sol­daten­räte auf dem Verkündi­gungsplatz in Nis­chni Now­gorod. Okto­ber 1917. Foto: Wikipedia, Geme­in­frei.

In den Wochen vor der Nieder­schla­gung des Kornilow-Putschs hat­ten die Bolschewi­ki ihre Losung „Alle Macht den Sow­jets!“ zurückgenom­men. Grund war die dama­lige  Vorherrschaft von Men­schewi­ki und Sozial­rev­o­lu­tionären in den Räten (Sow­jets). Diese Kräfte unter­stützten offen die bürg­er­liche Regierung Keren­s­ki, welche die Ent­waffnung der Arbei­t­erIn­nen vor allem Pet­ro­grads und die Unter­drück­ung der rev­o­lu­tionären Linken betrieb. Darum sucht­en die Bolschewi­ki in dieser Zeit nach Rück­halt einige Ebe­nen tiefer: bei den Fab­rikkomi­tees und anderen Massenor­gan­i­sa­tio­nen, in denen sie bere­its die Mehrheit hat­ten.
Die Bolschewi­ki hat­ten bei der Nieder­schla­gung des Putschs eine her­aus­ra­gende Rolle gespielt. Dadurch wur­den die Regierung Keren­s­ki und die von gemäßigten Kräften dominierten Sow­jets vor dem Unter­gang bewahrt. Diese Tat­sache und die am autoritären Pro­gramm Kornilows ori­en­tierte Poli­tik der Regierung Keren­s­ki änderten die Lage Anfang Sep­tem­ber 1917 grundle­gend. Der Ein­fluss der Bolschewi­ki in den Räten wurde nach den jüng­sten Erfahrun­gen immer größer.

Weit­er­lesen

Filmreihe: Auf den Spuren der ArbeiterInnenbewegung Teil 3 Oktober

Filmreihe:

Auf den Spuren der ArbeiterInnenbewegung

Teil 3 Filmreihe "Auf den Spuren der Arbeiterbewegung", Teil 3: "Oktober"
Donnerstag, den 2. Juni um 19:00 Uhr im Linken Zentrum, Elsässer Straße 19, 46045 Oberhausen

In Zusam­me­nar­beit mit DIE.LINKE Ober­hausen ver­anstal­tet der RSB Ober­hausen eine 7-teilige Film­rei­he „Auf den Spuren der Arbei­t­erIn­nen­be­we­gung“. Am Don­ner­stag, den 2. Juni um 19:00 zeigen wir den drit­ten Film dieser Rei­he:

Die 2012 restau­ri­erte Fas­sung von „Okto­ber“ von Sergei Eisen­stein, 102 Minuten, mit zum Teil über­ar­beit­eten Zwis­chen­titeln und inklu­sive einiger ursprünglich zen­siert­er Szenen.

Der Film von Sergej Eisen­stein wurde anläßlich des 10. Jahrestages der Okto­ber­rev­o­lu­tion 1927 gedreht und erst im März 1928 im Bolschoi The­ater in Moskau öffentlich uraufge­führt. „Okto­ber“ zeich­net die geschichtlichen Prozesse von der Feb­ru­ar­rev­o­lu­tion bis zum Okto­ber 1917 nach. Der Film wurde bere­its direkt nach sein­er öffentlichen Urauf­führung im März 1928 zen­siert und war die fol­gen­den 40 Jahre in der Sow­je­tu­nion mit einem Auf­führungsver­bot belegt.

Okto­ber“ stellt die Vorgänge vor und bei der Okto­ber­rev­o­lu­tion von 1917 aus Sicht der Bolschewi­ki in sug­ges­tiv­en Bildern dar. Der Reich­tum und die Ver­schwen­dung­sucht der bish­eri­gen zaris­tis­chen Herrschaft wer­den wieder­holt dargestellt …

Nach dem Sig­nal von der Auro­ra wird das Win­ter­palais mit der Pro­vi­sorischen Regierung ein­genom­men … Trotz­ki erk­lärt sie für abge­set­zt. In der let­zten Szene ist Lenin am Red­ner­pult:

Lang lebe die Welt! Die Rev­o­lu­tion der Arbeit­er und Bauern ist been­det!

Mit ein­er kurzen Ein­führung in den Film.

aus der Oberhausener Beilage zur Avanti 245,  Juni 2016

Kommunisten gegen Hitler und Stalin

Kommunisten gegen Hitler und Stalin

Bericht von der Veranstaltung mit dem Historiker Dr. Marcel Bois am 17. März 2015 im Linken Zentrum in Oberhausen.

R.J.

Etwa 20 Men­schen waren der Ein­ladung des RSB Ober­hausen und der Linken Liste Ober­hausen zur Buchvorstel­lung und Diskus­sion mit dem His­torik­er Dr. Mar­cel Bois gefol­gt.
Mar­cel stellte die Anfänge der Entste­hung der frühen KPD dar und auch die strate­gis­chen und organ­isatorischen Brüche ca. ab dem Jahr 1923. Durch jahre­lange Forschung, welche die Grund­lage seines Buch­es „Kom­mu­nis­ten gegen Hitler und Stal­in“1 darstellte (das zugle­ich seine Pro­mo­tion­sar­beit ist) kon­nte er kom­pe­tent die Bruch­lin­ien aufzeigen zwis­chen ein­er sich immer mehr stal­in­isieren­den KPD und der inner­parteilichen Linksop­po­si­tion, die nicht bere­it war, diesen sich ab Mitte der 20er Jahre entwick­el­nden Kurs mitzuge­hen.

Weit­er­lesen

Kommunisten gegen Hitler und Stalin, Buchvorstellung / Diskussion

Buchvorstellung / Diskussion

Kommunisten gegen Hitler und Stalin

Am 17.03.2015 um 19:00 Uhr im Linken Zen­trum in 46045 Ober­hausen, Elsäss­er Straße 19, mit dem His­torik­er und Autor Dr. Mar­cel Bois.

Die linke Oppo­si­tion der KPD in der Weimar­er Repub­lik
Am Ende der Weimar­er Repub­lik war die Kom­mu­nis­tis­che Partei Deutsch­lands (KPD) eine weit­ge­hend undemokratis­che und bürokratis­che Partei, ihre poli­tis­che Lin­ie wurde aus Moskau vorgegeben. Doch das war nicht immer so.

Weit­er­lesen