Zum Tod von Simone Veil

Zum Tod von Simone Veil

Pressemitteilung der NPA1

Simone Veil (2008). Foto: Marie-Lan Nguyen. CC BY 3.0, Wipipedia.

Simone Veil (2008). Foto: Marie-Lan Nguyen. CC BY 3.0, Wip­i­pedia.

Nach ihrem Tod wurde Simone Veil von einem Chor beste­hend aus den ehe­ma­li­gen Führern der RPR2, der UDF3 und des FN4 gewürdigt.  Genau von  den­jeni­gen, die sie auf üble Art und Weise beschimpft haben, als Simone Veil das Gesetz zur Legal­isierung des Schwanger­schaftsab­bruchs im Jahre 1974 vertei­digt hat.

Die NPA (Neue Antikap­i­tal­is­tis­che Partei) teilt diese Ein­hel­ligkeit nicht. Trotz­dem gilt unsere Hochachtung dem Mut ein­er Über­leben­den der nation­al­sozial­is­tis­chen Konzen­tra­tionslager. Sie zeigte den Mut, ein Gesetz zu vertei­di­gen, welch­es kein Führer ihrer Partei haben wollte und welch­es fast alle bekämpften.

Doch der Mut von Simone Veil erin­nert uns auch daran, dass das Gesetz zur Legal­isierung des Schwanger­schaftsab­bruchs ein­er Mobil­isierung von Frauen und Män­nern nicht nur in Frankre­ich, son­dern zum Beispiel auch in ganz Europa, den USA, Kana­da, Lateinameri­ka zu ver­danken ist, ein­er Mobil­isierung für das Recht der Frauen, über ihren Kör­p­er selb­st zu bes­tim­men.

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Veranstaltung Frauen- und ArbeiterInnenbewegung in den USA unter Trump mit Dianne Feeley

Frauen- und ArbeiterInnenbewegung
in den USA unter Trump

ArbeiterInnenbewegung in den USA unter Trump

Diskussionsveranstaltung mit der politischen Aktivistin und Gewerkschafterin Dianne Feeley (Detroit) Veranstaltung mit Dianne Feeley in Oberhausen am 28. August 2017.

Montag, 28. August 2017
19:00 Uhr
Fabrik K14
Lothringer Str. 64
46045 Oberhausen

Mit der Präsi­dentschaft von Trump hat sich das poli­tis­che und gesellschaftliche Kli­ma in den USA verän­dert.

Dianne Fee­ley umreißt, welche Auswirkun­gen seine von Ras­sis­mus, Antifem­i­nis­mus und “alter­na­tiv­en Fak­ten” geprägte Poli­tik auf den All­t­ag der Men­schen dort hat und berichtet, wie sich fortschrit­tliche Kräfte wie die Arbei­t­erIn­nen- und Frauen­be­we­gung dazu ver­hal­ten.

Im Jan­u­ar 2017 zum Beispiel sorgte der “Women’s March on Wash­ing­ton”, der Frauen­marsch auf Wash­ing­ton, für Auf­se­hen:

An die drei Mil­lio­nen Men­schen gin­gen in den USA und weltweit auf die Straße und protestierten für Frauen- und Men­schen­rechte.

  • Von welchen Kräften wer­den Proteste in den USA getra­gen, und worauf sind sie gerichtet?
  • Ist etwas geblieben von den starken Mobil­isierun­gen zu Beginn des Jahres?
  • Welche Erfolge und Mis­ser­folge gab es, und welche Schlüsse ziehen die Aktiv­en daraus?
  • Welche Per­spek­tiv­en hat der Wider­stand, der sich ja nicht allein auf die USA beschränkt, son­dern inter­na­tionale Bezüge hat?

Dianne Fee­ley wird ihre Ein­schätzung zu diesen Fra­gen zur Diskus­sion stellen.

Zu Dianne Fee­ley:

Die Ref­er­entin hat bis zu ihrem Ruh­e­s­tand in der Autoin­dus­trie, unter anderem bei Ford, gear­beit­et und ist weit­er­hin in der Auto­mo­bi­lar­bei­t­erIn­nengew­erkschaft UAW (Unit­ed Autowork­ers) aktiv.

Sie schreibt für „Labor Notes“, die wohl wichtig­ste Zeitschrift kon­se­quenter Gew­erkschaf­terIn­nen in den USA.

Dianne Fee­ley ist Leitungsmit­glied von „Sol­i­dar­i­ty“, ein­er Organ­i­sa­tion, die sich als sozial­is­tisch, fem­i­nis­tisch und anti­ras­sis­tisch begreift.

Eine Ver­anstal­tung der Inter­na­tionalen Sozial­is­tis­chen Organ­i­sa­tion (ISO) Ober­hausen, in Koop­er­a­tion mit Frauen-Plenum Ober­hausen, Ini­tia­tive gegen Rechts (IGR), DIE LINKE.LISTE-Fraktion Ober­hausen und Paroli – Vere­in für poli­tis­che Kul­tur e.V.

Frauenquote? Ja, bitte!

Frauenquote? Ja, bitte!

Die Frauen­quote ist im Kampf für die völ­lige Gle­ich­stel­lung der Geschlechter uner­lässlich. Diese Mei­n­ung ver­trat die Gew­erkschaf­terin Mar­gret Mönig-Raane1 in ihrem Refer­at auf der ver­di-Frauenkon­ferenz2 in Hagen Anfang Novem­ber entsch­ieden. Der fol­gende Artikel bezieht sich auf ihre dort vertrete­nen The­sen.

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Frauen-Kurzmeldungen Oktober 2014

Frauen-Kurzmeldungen

BARBARA SCHULZ

Der kleine Unter­schied und seine großen Fol­gen

Auch beim pro­fa­nen Gelder­werb ist er zu sehen. Laut Deutschem Insti­tut für Wirtschafts­forschung DIW erziel­ten 27,5 Mil­lio­nen männliche Beruf­stätige ein Brut­toeinkom­men von 920 Mil­lio­nen Euro, 26,8 Mil­lio­nen Kol­legin­nen nur 436 Mil­lio­nen (2007, neuere Zahlen sind nicht vorhan­den). Zur Lohn­gruppe der 10.000 bis 15.000 Euro Ver­di­enen­den zählen 1,8 Mil­lio­nen Män­ner und 2,7 Mil­lio­nen Frauen, zur Lohn­gruppe der 200.000 bis 500.000 Euro Ver­di­enen­den 188.000 Män­ner, aber nur 29.000 Frauen. Bei Einkom­men über 500.000 Euro ste­hen 46.000 Män­nern ger­ade ein­mal 7.000 Frauen gegenüber. Die Einkom­men aus Fir­mengewin­nen dif­ferieren noch deut­lich­er: Hier haben Frauen nur 27 % der Gewinne. Die höhere Lebenser­wartung der Frauen ver­schafft ihnen bei den Einkom­men aus Ver­mi­etung einen Gle­ich­stand, Erb­schaft lässt sie ein entsprechen­des Einkom­men erzie­len. Inter­es­san­ter­weise tra­gen Frauen eine höhere steuer­liche Belas­tung, beim Ehe­gat­ten­split­ting akzep­tieren sie einen höheren Steuer­satz. Das kann sich bei Lohn­er­sat­zleis­tun­gen neg­a­tiv für sie auswirken.

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