Biji Rojava – Es lebe Rojava!

Biji Rojava – Es lebe Rojava!

ISO Oberhausen & FreundInnen

Während wir mit­ten in der Redak­tion­sar­beit für die März-Aus­gabe der Avan­ti O. steck­en, erre­ichen uns nun nahezu im Minu­ten­takt Nachricht­en, die immer mehr zur Solidarität ist unsere Stärke. Biji Rojava – Es lebe Rojava!Gewis­sheit wer­den: Afrin ist gefall­en, die türkische Armee und ihre dschi­hadis­tis­chen Söld­ner sind im Zen­trum von Afrin Stadt.
Uns erre­ichen Nachricht­en von Luftan­grif­f­en auf Flüchtlingskon­vois und Kranken­häuser; von Folter, Vertrei­bung und Mord unter Allahu Akbar-Rufen an am Ort verbliebe­nen ZivilistIn­nen. Wir hören von ein­er Bar­barei, die schon hin­länglich vom so genan­nten IS, dem Daesh, bekan­nt ist.

War diese Entwick­lung lei­der in den let­zten zwei Wochen schon abse­hbar, so sind wir doch geschockt, dass es nun so weit gekom­men ist. An den Protesten der kur­dis­chen GenossIn­nen, die es trotz ein­er zunehmenden Repres­sion gegen alles Kur­dis­che gegeben hat, haben auch wir uns beteiligt. Doch auch die zahlre­ichen Demon­stra­tio­nen haben nicht genug Men­schen wachgerüt­telt gegen einen völk­er­rechtswidri­gen Angriff­skrieg der Türkei, der nur mit Unter­stützung und Dul­dung der NATO-Staat­en und Rus­s­lands durchge­führt wer­den kon­nte.
Die Bun­desregierung lässt zu, dass die Türkei in Syrien mit deutschen Waf­fen mordet. Sie greift sog­ar auf Seit­en Erdo­gans in den Kon­flikt ein, indem sie ille­gal Waf­fen­ex­porte in dieses Kriegs­ge­bi­et ermöglicht. Im Aus­führungs­ge­setz zu Artikel 26 Abs. 2 des Grundge­set­zes (Kriegswaf­fenkon­trollge­setz) ste­ht u. a.:

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Frieden für Afrin Bundesweite Großdemonstration 3.3.18 in Berlin

Aufruf zur bundesweiten Großdemonstration
in Berlin am 3. März 2018

Gemeinsam gegen die türkischen Angriffe auf Afrin!

Bundesweite Großdemo am 3. März 2018 in Berlin, Alexanderplatz, 12:00 Uhr.Seit dem 20. Jan­u­ar 2018 greift das türkische Mil­itär gemein­sam mit salafistis­chen bzw. dschi­hadis­tis­chen Grup­pierun­gen das Gebi­et Afrin in Rojava/Nordsyrien an. Kur­dInnen mus­lim­is­chen, alevi­tis­chen und ezidis­chen Glaubens stellen die Bevölkerungsmehrheit Afrins. Darüber hin­aus ist es Heimat christlich­er AssyrerIn­nen und syrisch­er AraberIn­nen sowie vere­inzelt Arme­nierIn­nen. Die Stadt Afrin mit ihren umliegen­den Dör­fern im äußer­sten Nord­west­en Syriens kon­nte seit Beginn des Kriegs trotz wieder­holter Angriffe durch die Nus­ra-Front, den Islamis­chen Staat (IS) oder andere islamistis­che Grup­pen sowie das türkische Mil­itär rel­a­tive Sta­bil­ität und den Frieden bewahren. Mehr noch wurde Afrin v.a. ab 2015 für Hun­dert­tausende Bin­nen­flüchtlinge aus Alep­po und den umliegen­den Gebi­eten trotz Embar­go und Iso­la­tion ein sicher­er Hafen. Bis jet­zt. Denn die türkische Armee und ver­bün­dete Salafis­ten bzw. Dschi­hadis­ten unter dem Label der Freien Syrischen Armee (FSA) greifen momen­tan nicht nur Flüchtlinge gezielt an, son­dern verur­sachen auch neue Flucht­be­we­gun­gen.

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ISO erklärt sich solidarisch mit Kerem Schamberger in München

ISO erklärt sich solidarisch mit Kerem Schamberger in München

Am 23. Novem­ber 2017 hat das Sekre­tari­at der Inter­na­tionalen Sozial­is­tis­chen Organ­i­sa­tion (ISO) eine Sol­i­dar­ität­sadresse für Kerem Scham­berg­er ver­ab­schiedet.
Kerem Scham­berg­er ist stel­lvertre­tender Vor­sitzen­der des isw e.V. und Mit­glied der marx­is­tis­chen Linken. Ihm wird vorge­wor­fen, dass er auf seinen Inter­net-Por­tal­en Flaggen und Sym­bole der kur­dis­chen Wider­stand­sor­gan­i­sa­tion in Syrien PYD veröf­fentlich hat.

Die ISO drückt mit ihrer Erk­lärung Protest gegen das Vorge­hen der Behör­den aus und wertet es als Ver­such, oppo­si­tionelle Per­sön­lichkeit­en einzuschüchtern.
Sie weist darauf hin, dass die PYD der Haup­tak­teur des Kampfes gegen den so genan­nten Islamis­chen Staat in Syrien ist und in Deutsch­land nicht als ter­ror­is­tis­che Organ­i­sa­tion eingestuft wird. Allerd­ings ver­langt die türkische Regierung unter Führung von Erdo­gan ins­beson­dere von der deutschen Regierung, dass die PYD und ihre Schwes­t­eror­gan­i­sa­tio­nen wie ter­ror­is­tis­che Grup­pen behan­delt wer­den sollen. Denn alle, die mit kur­dis­chen Befreiung­sor­gan­i­sa­tio­nen sym­pa­thisieren, sind in den Augen der türkischen Regierung ter­rorverdächtig.

Den Wort­laut der Erk­lärung find­et Ihr auf der Web­site der ISO:

www.intersoz.org/iso-erklaert-sich-solidarisch-mit-kerem-schamberger-in-muenchen/

aus der Oberhausener Beilage zur Avanti, Dezember 2017

Nordkurdistan / Türkei Freiheit hinter Barrikaden Teil 3

Nordkurdistan / Türkei

Freiheit hinter Barrikaden, Teil 3 PKK Verbot Nordkurdistan

Bei der vorge­zo­ge­nen Par­la­mentswahl in der Türkei am 1. Novem­ber gewann die AKP, die „Partei für Gerechtigkeit und Auf­schwung“ des amtieren­den Staat­spräsi­den­ten Recep Tayyip Erdoğan, die absolute Mehrheit zurück. Der Jour­nal­ist und His­torik­er Dr. Nick Brauns hat­te in den Wochen vor der Wahl die kur­dis­chen Lan­desteile der Türkei bereist. Über seine Ein­drücke und seine Ein­schätzung der Lage nach der Wahl berichtete er am 21. Novem­ber bei ein­er Ver­anstal­tung, zu der NAV-DEM Duis­burg (1) ein­ge­laden hat­te.

Teil 3: Die Wahl am 1. Novem­ber und Aus­blick

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