Afrin oder die Sicherung von Macht und Profit

Afrin oder Herr Erdogan
und die Sicherung von Macht und Profit

Demo Halt Stand Afrin! - am 25.01.2018 in Oberhausen. Foto: Avanti O.

Ernst Kochanowski

Ger­ade fand in München die soge­nan­nte Sicher­heit­skon­ferenz statt. Soge­nan­nt, weil es „Sicherungskon­ferenz“ heißen müsste. Dort wur­den näm­lich „alter­na­tive“ Maß­nah­men zur Sicherung von Wirtschaftsin­ter­essen geplant. Kap­i­tal­is­mus ist Sicher­heit – Krieg ist Frieden – Aus­beu­tung ist Frei­heit. Unwichtig was Worte bedeuten, es kommt darauf an, wer die Macht hat, dies zu bes­tim­men. So wie ger­ade Herr Erdo­gan. Seinem Wahn eines osman­is­chen Großre­ichs ste­hen auch die Kur­den im Wege. Das kriegs­be­d­ingte Chaos in Syrien nutzt dieser Despot, um gemein­sam mit dem „Islamis­chen Staat“ das Gebi­et an der türkischen Gren­ze von kur­dis­chen „Ter­ror­is­ten“ zu „befreien“.

Sehr zur Freude von Rhein­metall, Heck­ler & Koch, von Aktien­märk­ten, von Stan­dortvertei­di­gern in Poli­tik und Gesellschaft.
Weil dies aber so ist, wer­den – welch eine Schande! – auch in Deutsch­land Men­schen, welche gegen die Ermor­dung ihrer Lieb­sten, gegen die Zer­störung ihrer Heimat, protestieren als poten­zielle Ter­ror­is­ten, als „Gefährder“ gese­hen. So find­et die Staats­ge­walt immer wieder Gründe, kur­dis­che Demos zu beschnei­den oder gar zu unter­sagen.

Alle fried­lieben­den Men­schen rufen wir auf, gegen die Gemein­heit und gegen diesen Krieg zu kämpfen. Auch in Ober­hausen am 28.2.18 um17:00 Uhr auf dem Frieden­splatz.

»Und von den Zuschauer erwarten wir, dass sie wenig­stens beschämt sind!« (Bertolt Brecht)

aus der Oberhausener Beilage zur Avanti, Januar/Februar 2018

 

¡Hasta siempre, comandante Fidel Castro!

¡Hasta siempre, comandante Fidel Castro!

Am 25. November 2016 verstarb Fidel Castro, historischer Führer der kubanischen Revolution, Anführer und Wegbereiter der Idee eines karibischen Sozialismus, lebenslanger Kämpfer gegen den US-Imperialismus.

Die Welt wird ohne ihn nicht dieselbe sein.

Zahllose Mordanschläge und konterrevolutionäre Attacken der CIA haben ihn und die kubanische Revolution nicht zu Fall bringen können. Es war der natürliche Lauf der Zeit, gegen den auch er nicht ankommen und gewinnen konnte.

Trotz einiger Schwierigkeiten und auch Probleme, die wir in Kuba sehen: Die kubanische Revolution, Fidels Idee von Sozialismus und ihre Umsetzung haben die Lebensbedingungen der großen Mehrheit der kubanischen Bevölkerung deutlich verbessert. Auch die jahrzehntelange Wirtschaftsblockade der kapitalistischen Welt konnte dies nicht verhindern.

Auch der RSB Oberhausen trauert um Fidel.

Nein zum Europa der HERRschenden!, Ja zu internationaler Solidarität!

¡Ya basta! Es reicht!

Nein zum Europa der HERRschenden!
Ja zu internationaler Solidarität!

L.M.

Im Mit­telmeer find­et ein Massen­ster­ben von Flüchtlin­gen statt. Flüchtlinge, die es bis nach Deutsch­land schaf­fen, wer­den hier mit Ras­sis­mus von diskri­m­inieren­den Geset­zen über Het­ze bis hin zu gewalt­täti­gen Über­grif­f­en kon­fron­tiert.
In Südeu­ropa soll die große Mehrheit der Men­schen immer weit­ere Kürzun­gen ihrer Einkün­fte hin­nehmen, obwohl ihre Exis­tenz schon längst nicht mehr gesichert ist. Die Rechte von Lohn­ab­hängi­gen wer­den europaweit stetig weit­er beschnit­ten.
Höch­ste Zeit, dieser Poli­tik einen organ­isierten inter­na­tionalen Wider­stand von Unten ent­ge­gen zu set­zen! Und dieser Wider­stand fängt im Kleinen an …

aus der Oberhausener Beilage zur Avanti 235, Juli/August 2015